À la une · 06.06.2023 15:13
🔴 Rentenreform: Starker Rückgang der Mobilisierung an diesem 14. Protesttag
Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete der Rentenreform und nach sechs Monaten der Proteste organisierten die Gewerkschaften am heutigen Dienstag den 14. branchenübergreifenden Mobilisierungstag. Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete...
Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete der Rentenreform und nach sechs Monaten der Proteste organisierten die Gewerkschaften am heutigen Dienstag den 14. branchenübergreifenden Mobilisierungstag.
Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete der Rentenreform haben die Gewerkschaften heute zu einem 14. Mobilisierungstag aufgerufen.
Die Behörden erwarten zwischen 400.000 und 600.000 Menschen an 250 Versammlungsorten, davon 40.000 bis 70.000 in der Hauptstadt Paris.
Laut Polizeiquellen sind 11.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz, davon 4.000 allein in Paris. Es werden werden laut Polizeipräfektur rund 1.000 Radikale in Paris erwartet, darunter auch einige aus dem Ausland. "Die Schläger und die schwarzen Blöcke werden von uns erwartet und wir werden sie zerstreuen", versicherte der Polizeipräfekt von Paris, Laurent Nunez, am Montagabend.
Der SNCF-Verkehr wurde am Dienstag als "leicht gestört" mit durchschnittlich "neun von zehn Zügen" und "normal" in der Region Paris auf dem gesamten Netz der RATP angekündigt. Ein Drittel der Flüge aus Paris-Orly wurde gestrichen.
Die Regierung strebt ein Inkrafttreten des Gesetzes am 1. September an und rechnet bis dahin mit einem Abflauen der Proteste.
Der 14. Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform war von der niedrigsten Beteiligung seit Beginn der sozialen Bewegung im Januar geprägt, sowohl nach den Zahlen der Behörden als auch denen der Gewerkschaften.
Mehr als einen Monat nach den Demonstrationen am 1. Mai waren die Demonstrationszüge heute in ganz Frankreich so wenig besucht wie nie zuvor.
Selbst in den Hochburgen der Proteste waren die Zahlen die niedrigsten, die seit etwa fünf Monaten verzeichnet wurden. In Nantes waren es laut Polizei 8.600, laut Organisatoren 20.000 Demonstranten - noch weniger als am 11. März, dem bisherigen Tiefpunkt der Bewegung.
Ähnlich war es in Rennes, wo 5.500 bis 10.000 Menschen marschierten, in Rouen (2.900 bis 6.000), aber auch weiter südlich in Nizza (1.700 bis 6.500) und Perpignan (2.000 bis 4.000).
https://twitter.com/mounierjl/status/1666066092832309248