Tag & Nacht

Heute, am 6. Juni, versammeln sich etwa 4.500 Menschen, darunter zahlreiche Staatschefs, auf Omaha Beach im Calvados, um den 80. Jahrestag des D-Day zu begehen. Besonders auffällig ist das Fehlen russischer Vertreter bei dieser bedeutenden Zeremonie.

Der französische Präsident Emmanuel Macron leitet die Veranstaltung und hat um 15:30 Uhr eine Rede gehalten. Neben ihm werden auch andere führende Politiker sprechen, darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky, der bereits am frühen Nachmittag in der Normandie eingetroffen ist.

Joe Biden, der Präsident der Vereinigten Staaten, nutzte die Gelegenheit, um auf den aktuellen Krieg in der Ukraine hinzuweisen. „Wir werden der Ukraine nicht den Rücken kehren. Wenn wir wegsehen, fällt die Ukraine unter die russische Herrschaft und anschließend ganz Europa“, betonte Biden während der Zeremonie am amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer. Er lobte die „Helden“ des D-Day und erinnerte an ihre Opfer. In Anerkennung ihres Mutes überreichte Macron elf amerikanischen Veteranen die Ehrenlegion.

Auch König Charles III. sprach den „22.000 Briten“ seinen Respekt aus, die ihr Leben im Kampf gaben. „Wir werden niemals den Mut und das unglaubliche Opfer der Männer und Frauen der französischen Widerstandsbewegung vergessen“, sagte der britische Monarch bei einer Gedenkveranstaltung am Ver-sur-Mer Memorial. Macron würdigte die britischen Soldaten als „unsere Waffenbrüder“ und betonte, dass „niemand in Frankreich, besonders in der Normandie, ihr Opfer je vergessen wird“.

Zu den Feierlichkeiten empfing Macron insgesamt 25 ausländische Staatsoberhäupter. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem der britische Premierminister Rishi Sunak, König Charles III., Königin Camilla, US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill Biden.

Zum Abschluss des Tages wird Macron in einem exklusiven Interview in den 20-Uhr-Nachrichten von France 2 und TF1 zu den D-Day-Gedenkfeierlichkeiten sowie aktuellen internationalen Themen, darunter die Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen, Stellung nehmen.

Ein denkwürdiger Tag, der die Vergangenheit ehrt und gleichzeitig die Augen auf die gegenwärtigen Herausforderungen richtet. Die Reden und Gesten der Anwesenden unterstreichen die Bedeutung von Mut und Solidarität in schwierigen Zeiten.


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