Tag & Nacht

Die Gemeinde Saint-Jouan-de-l’Isle erhielt ein Erbe in Höhe von fast einer Million Euro von einer Verstorbenen, die in dem kleinen Dorf mit weniger als 500 Einwohnern niemand kannte.

Eine große Überraschung für den Bürgermeister. France Aubry, die am 4. September 2022 im Alter von 82 Jahren verstarb, hatte ihr gesamtes Vermögen der Gemeinde Saint-Jouan-de-l’Isle (Côtes d’Armor) vermacht. Das Erbe hat einen Wert von fast einer Million Euro.


Ein enormer Geldsegen für das 500-Einwohner-Dorf, dessen Jahresbudget 450.000 Euro beträgt und in dem niemand von der 82-Jährigen, die in Rennes (Departement Ille-et-Vilaine) lebte, gehört hatte.

„Ich war gleichzeitig sehr überrascht und sehr glücklich“, sagt der Bürgermeister Gilles Coupu über die großzügige und unbekannte Spenderin, die in aller Stille auf dem Dorffriedhof neben einigen ihrer Verwandten beigesetzt wurde.

Die Verstorbene vermachte der Gemeinde eine Lebensversicherung in Höhe von rund 280 000 Euro und auch ihre vom Architekten Jean Nouvel entworfene Wohnung in Rennes im Wert von 690 000 Euro, die im vergangenen Jahr vom Gemeinderat verkauft wurde. Bevor die Gemeinde das Erba annahm, hatte man sich sorgfältig vergewissert, dass keine Schulden vorhanden waren.

France Aubry hatte ihr Testament schon im Jahr 2010 verfasst und wollte auf dem Friedhof von Saint-Jouan-de-l’Isle beigesetzt werden, wo ihre Eltern und ihr Großvater begraben liegen.

Die einzige Gegenleistung, die die Spenderin für das großzügige Erbe verlangte, war, dass die Gemeinde sich verpflichtete, das Familiengrab zu pflegen und dass es nicht aufgelöst werden darf. Dies wurde vom Gemeinderat natürlich akzeptiert.

Nun muss die Gemeindeverwaltung noch entscheiden, wie sie die eine Million Euro verwenden will. „Wir haben bereits große Arbeiten in der Ortschaft durchgeführt und für das Ende der Amtszeit keine weiteren großen Investitionen geplant“, sagt der Bürgermeister. „Wir werden uns jetzt überlegen, wie wir das Geld am besten verwenden können. Die Gemeinde ist Eigentümerin der ehemaligen Bäckerei und der Dienstwohnung in der ehemaligen öffentlichen Schule. Es wird über deren Zukunft nachgedacht“.


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