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08.07.2026 08:24

Plattformbetreiber von “CFake” in Paris zu einem Jahr Haft verurteilt

Paris - 08.07.2026: Die 13. Kammer des Tribunal judiciaire de Paris hat einen 47-jährigen Informatiker aus Nizza wegen des Betriebs der Plattform CFake zu einem Jahr Haft verurteilt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erleichterte der Mann über Jahre die Verbreitung von pornografischen, künstlich erzeugten Bildern und Videos, die ohne Einwilligung der Abgebildeten veröffentlicht wurden. Ermittler sprachen vor Gericht von rund 300.000 manipulierten Bildern, etwa 7.000 Videos und einer Community von rund 200.000 registrierten Nutzerinnen und Nutzern mit mehreren Millionen Seitenaufrufen monatlich.Die Festnahme erfolgte Anfang Juni nach Ermittlungen in Zusammenarbeit mit US-Behörden. Dort waren mehrere Domains der Plattform beschlagnahmt worden, worauf französische Ermittler Wohnungen und IT-Infrastruktur durchsuchten. Nach Behördenangaben stellten sie Computer-Hardware und Krypto-Guthaben sicher. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe „in seiner eigenen Welt“ gehandelt und nicht die Absicht gehabt, einzelne Personen systematisch zu schädigen. Die Nebenklage und die Staatsanwaltschaft wiesen dies zurück und betonten den anhaltenden Schaden für Betroffene, deren Intimsphäre und Ruf oft unwiederbringlich verletzt würden.Der Fall gilt als einer der bislang umfangreichsten Verfahren zu sexualisierten Deepfakes in Frankreich. Opfervertreter schilderten, wie sich Inhalte trotz Löschungen rasch vervielfältigen und Betroffene beruflich wie privat unter Druck setzen. Prozessbeobachter sehen im Strafmaß den Versuch der Justiz, klare Grenzen für Plattformbetreiber zu ziehen, die technische Infrastruktur und Moderationsregeln bereitstellen und damit den Missbrauch erst ermöglichen. Zugleich verdeutliche das Urteil die juristische Komplexität digitaler Taten, bei denen Veröffentlichung, Hosting, Monetarisierung und internationale Zuständigkeiten ineinandergreifen.Im Umfeld des Verfahrens verwiesen Expertinnen und Experten auf...

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17.12.2025 11:20

Spionage auf hoher See – wie ein unscheinbarer USB-Stick die Sicherheitsarchitektur Europas erschüttert

Es beginnt wie eine jener Nachrichten, die man morgens überfliegt, um erst einen Moment später innezuhalten. Ein USB-ähnliches Gerät, entdeckt auf einem Mittelmeer-Fährschiff. Ein lettischer Matrose, festgenommen in Sète. Die französische Inlandsaufklärung, alarmiert. Und plötzlich steht ein alltäglicher Fährbetrieb im Verdacht, Teil eines größeren, dunkleren Spiels geworden zu sein. Was sich Mitte Dezember im südfranzösischen Hafen von Sète abspielte, liest sich wie das Drehbuch eines Agentenfilms, nur ohne Filmmusik. Statt Touristen mit Sonnenhüten betraten Beamte der Direction générale de la sécurité intérieure, kurz DGSI, das 188 Meter lange Fährschiff Fantastic, das unter italienischer Flagge fährt und bis zu 2.000 Passagiere durch das Mittelmeer transportieren kann. Der...

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08.02.2025 09:51

Frankreichs digitale Zukunft: Warum Rechenzentren für die neue KI-Strategie entscheidend sind

Ein milliardenschweres Investment aus den Vereinigten Arabischen Emiraten soll Frankreichs Stellung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) stärken. Teil des Plans: Der Bau eines riesigen Rechenzentrums – eine Schlüsselkomponente für die digitale Souveränität des Landes. Doch was bedeutet das konkret? Und welche Herausforderungen bringt dieser Boom mit sich? Was sind Rechenzentren überhaupt? Rechenzentren – oft unscheinbare, aber manchmal gigantische Gebäude – sind das Rückgrat der digitalen Welt. Sie beherbergen unzählige Hochleistungscomputer, die Daten speichern, verarbeiten und versenden. Ohne sie gäbe es keine Cloud-Dienste, keine Streaming-Plattformen, keine Online-Banking-Apps. Ein Blick nach La Courneuve bei Paris zeigt die Dimensionen: Dort erstreckt sich der "Paris Digital Park" über...

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23.02.2024 08:24

Loiret: 900.000 kinderpornografische Dateien von der Gendarmerie beschlagnahmt - 6 Männer inhaftiert

Nach Informationen des Senders France Inter wurden zwischen April 2023 und Anfang Februar 2024 in diesem Fall sechs Verdächtige festgenommen, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Zwei verschlüsselte Netzwerke, die sich der Kinderpornographie widmeten, wurden in den letzten Tagen von den Gendarmen der Forschungsabteilung in Orléans (Departement Loiret) zerschlagen. Dabei fielen ihnen mehr als 900.000 kinderpornographische Dateien in die Hände, wie der Sender France Inter am Donnerstag, dem 22. Februar, von der Gendarmerie erfuhr. Nach Informationen von France Inter waren mindestens 120 Kinder und Jugendliche betroffen, darunter 22 französische Kinder. Zwischen April 2023 und Anfang Februar 2024 wurden in diesem Fall sechs Verdächtige festgenommen, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Die Männer im Alter zwischen 36 und 61 Jahren werden verdächtigt, die auf einigen Bildern gezeigten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe begangen zu haben. Die Ermittlungen hatten bereits im August 2022 begonnen, nachdem den Gendarmen des Departements Loiret eine Internetseite mit Fotos von Minderjährigen gemeldet worden war, von denen einige in Badekleidung zu sehen waren. Die zunächst gemeldeten Bilder waren gerade noch legal,...

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14.10.2021 12:13

Das Ende des U-Bahn-Tickets in Paris - ein Zeichen für die Dematerialisierung unseres Lebens

Von diesem Donnerstag an werden in der Pariser Metro immer weniger Fahrkarten aus Pappe verkauft, sondern nur noch Magnetkarten oder entmaterialisierte Tickets. Diese Entmaterialisierung wirkt sich auf immer mehr Aspekte unseres täglichen Lebens aus. Die RATP strebt die Dematerialisierung ihrer Fahrscheine an, d.h. die Abschaffung der Papierfahrscheine für die U-Bahn. Ab Donnerstag, dem 14. Oktober, werden die Fahrscheine aus Papier schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Wenn Sie die Hauptstadt besuchen und keine Dauerkarte haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Sie nutzen können, vor allem mit Ihrem Smartphone. Es ist nicht mehr zeitgemäss, für "tickets chic, tickets chocs" zu werben, wie es in der Werbung der 1980er Jahre hieß. Die Abschaffung dieser Fahrscheine wird schrittweise erfolgen: Einzelne Fahrscheine aus Papier werden in den kommenden Monaten noch erhältlich sein, doch sollen die Fahrgäste dazu gebracht werden, eine wiederverwendbare Magnetkarte oder einen digitalen Fahrschein über die RATP-App zu kaufen. https://youtu.be/247w8q1tPsY Die RATP ist nicht die einzige, die in diese Richtung geht. In den Bussen von Dijon, Brest, Tarbes oder Amiens, aber auch in...

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