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Archiv Nachrichten.fr
13.07.2026 14:15

Japan Expo: Wenn Eltern und Großeltern in die Manga-Welt eintauchen

Villepinte - 13.07.2026: Die Japan Expo hat ihre 25. Ausgabe am Sonntag im Parc des Expositions Paris-Nord Villepinte beendet. Vier Tage lang, vom 9. bis 12. Juli, wurde das Messegelände in Seine-Saint-Denis zum Treffpunkt für Manga, Anime, Videospiele, Musik, Cosplay und japanische Alltagskultur. Neben langjährigen Fans prägte diesmal eine weniger sichtbare Besucherschaft das Bild: Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel begleiteten.Für viele dieser Begleitpersonen war die Reise in die Welt der japanischen Popkultur zunächst ein Sprung ins Unbekannte. Figuren mit großen Augen, aufwendig geschneiderte Kostüme und Begriffe aus Serien, Spielen oder Comics verlangen offenbar eine kleine Einführung. Doch gerade darin lag der Reiz des Besuchs: Die Erwachsenen blieben nicht am Rand stehen, sondern ließen sich von ihren jüngeren Familienmitgliedern durch Hallen, Bühnenprogramme und Verkaufsstände führen.Japan Expo versteht sich seit Jahren nicht allein als Messe für Konsumartikel oder Fan-Erinnerungen. Das Festival bündelt unterschiedliche Ausdrucksformen der japanischen Kultur, von Manga und Anime über Musik bis zu Kampfkunst, Mode und Gastronomie. Cosplay, die kunstvolle Verwandlung in eine bekannte fiktive Figur, gehört dabei zu den sichtbarsten Formen dieser Begeisterung. Wer sich nicht verkleidet, kann dennoch rasch Teil einer Atmosphäre werden, in der Neugier wichtiger ist als Vorkenntnis.Dass Eltern und Großeltern mitkommen, erzählt auch etwas über den Wandel einer Kultur, die lange als Nische galt. Manga sind längst in französischen Buchhandlungen selbstverständlich, japanische Animationsfilme füllen Kinosäle, und Videospiele gehören für viele Familien zum Alltag. Was ältere Besucher früher vielleicht als rätselhafte Spezialwelt wahrnahmen,...

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12.07.2026 01:41

Hisae Iwaoka und die leise Sprache der Landschaft

Paris-Nord Villepinte - 11.07.2026: Die japanische Mangaka Hisae Iwaoka gehört zu jenen Zeichnerinnen, deren Seiten nicht laut werden müssen, um lange nachzuklingen. Im Gespräch mit franceinfo, das während der Japan Expo entstand, schildert sie ihre Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Ihre Figuren bewegen sich dabei nicht durch bloße Kulissen: Wälder, Häuser und Himmel besitzen bei Iwaoka eine eigene, beinahe atmende Gegenwart.Die Künstlerin, die aus der Präfektur Chiba stammt und seit 2002 veröffentlicht, ist am Samstag bei der Japan Expo im Parc des Expositions Paris-Nord Villepinte zu einer Signierstunde angekündigt. Das Festival führt sie als prägende Stimme des kontemplativen Manga. Gemeint sind Erzählungen,...

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10.07.2026 16:46

Zehn Jahre Ki-oon in Tokio: Wie eine französische Redaktion mit japanischen Mangaka arbeitet

Paris - 10.07.2026: Vor zehn Jahren hat der unabhängige Verlag Ki-oon in Tokio eine redaktionelle Außenstelle eröffnet – mit einem klaren Ziel: nicht nur Lizenzen zu erwerben, sondern Manga gemeinsam mit japanischen Zeichnerinnen und Zeichnern für den französischen Markt zu entwickeln. Die 2015 gestartete Initiative, vor Ort von der französischen Lektorin Kim Bedenne aufgebaut und geleitet, hat die Zusammenarbeit zwischen französischen Verlagen und der japanischen Szene spürbar verändert.Der Ansatz setzt auf Nähe und Vertrauen. Bedenne, die fließend Japanisch spricht und mit den Abläufen der Studios vertraut ist, verbindet klassische redaktionelle Begleitung mit Respekt vor Arbeitsrhythmen und Autorensouveränität. So entstehen Serienideen, die in Frankreich lesernah erzählt...

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08.07.2026 05:46

25 Jahre Japan Expo: Wie aus einer Fanversammlung ein generationsübergreifendes Festival wurde

Paris - 08.07.2026: Vor einem Vierteljahrhundert begann die Geschichte der Japan Expo unspektakulär in den Räumen einer Schule und in der kleinen Welt leidenschaftlicher Manga- und Anime-Fans. Heute, wenn der Parc des Expositions Paris-Nord Villepinte seine Hallen öffnet, hat sich die Veranstaltung in eine umfassende Plattform verwandelt, die Besucherinnen und Besucher verschiedener Generationen anzieht.Mitgründer Thomas Sirdey beschreibt den Wandel als schrittweisen, aber konsequenten Ausbau. Aus einem Treffen Gleichgesinnter wurde ein professionell organisiertes Ereignis mit klaren Strukturen, erweiterten Sicherheits- und Servicekonzepten sowie einem kuratierten Programm. Fläche, Ausstellerzahl und Publikum wuchsen rasant; die Ausrichtung blieb bewusst offen zwischen Kommerz, Kulturvermittlung und Community. Sirdey verteidigt ein Modell, das stark auf Ticketing setzt: Einnahmen über Eintritte und Merchandising geben Planungssicherheit und halten die inhaltliche Steuerung in der Hand des Veranstalters – statt sie an wechselnde Sponsoreninteressen zu binden.Das Programm der Jubiläumsausgabe, auf einer Pressekonferenz im Juni in Paris vorgestellt, spiegelt diese Balance. Internationale Gäste aus Manga, Anime, Videospielen und Musik treffen auf Workshops, Vorträge und Ausstellungen, die Handwerk und Alltagskultur einbeziehen. Live-Zeichen-Sessions, Cosplay-Auftritte und...

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16.06.2026 06:54

Der G7-Gipfel: Weniger Weltregierung, mehr Koordinationszentrum

Der G7 wird häufig als Relikt einer vergangenen Weltordnung beschrieben. Tatsächlich hat sich die internationale Machtverteilung seit der Gründung des Forums Mitte der 1970er Jahre grundlegend verändert. Damals vereinten die führenden westlichen Industrienationen den überwiegenden Teil der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Heute prägen neben den traditionellen Wirtschaftsmächten vor allem China, Indien und zahlreiche Schwellenländer die Entwicklung der Weltwirtschaft. Dennoch wäre es voreilig, den Einfluss der G7 abzuschreiben. Zwar ist ihr relativer Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung deutlich gesunken, doch bleibt die Gruppe ein zentraler Ort politischer Abstimmung unter den wichtigsten demokratischen Industriestaaten. Die eigentliche Bedeutung des G7 liegt heute weniger in seiner ökonomischen Dominanz als in seiner Fähigkeit, gemeinsame strategische Leitlinien zu formulieren. Vom Wirtschaftsclub zum geopolitischen Akteur Als die Staats- und Regierungschefs der Vereinigten Staaten, Grossbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Japans 1975 erstmals zusammenkamen, standen wirtschaftspolitische Fragen im Vordergrund. Die Ölkrise, Inflation und Währungsturbulenzen verlangten nach enger Abstimmung unter den westlichen Industriestaaten. Mit dem späteren Beitritt Kanadas entstand die heutige G7. Über Jahrzehnte hinweg spiegelte die Gruppe die wirtschaftliche...

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16.06.2026 06:44

Blick in die Welt: Diese Themen dominieren die internationale Presse am 16. Juni 2026

Die internationale Nachrichtenagenda wird am heutigen Dienstag von einer bemerkenswerten Gleichzeitigkeit mehrerer Krisen und Umbrüche bestimmt. Während sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen in Évian-les-Bains zum G7-Gipfel versammeln, richten sich die Augen der Welt zugleich auf die Entwicklungen im Nahen Osten, den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die wirtschaftliche Rolle Chinas und die zunehmende geopolitische Bedeutung künstlicher Intelligenz. Die großen Medienhäuser von Nordamerika über Europa bis nach Asien setzen ähnliche Schwerpunkte – ein Zeichen dafür, wie eng die zentralen Herausforderungen der Gegenwart inzwischen miteinander verknüpft sind. G7-Gipfel in Évian: Frankreich im Zentrum der Weltpolitik Im französischen Kurort Évian-les-Bains hat der erste vollständige Arbeitstag...

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21.05.2026 05:53

China und Russland: Ein abgestimmtes Auftreten der Großmächte

Xi und Putin inszenieren sich als Gegenpol zum Westen In einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen demonstrieren China und Russland erneut ihre strategische Nähe. Wenige Tage nach einem Treffen mit Donald Trump empfing Chinas Staatspräsident Xi Jinping den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Staatsbesuch in Peking. Die Symbolik dieses Treffens war unübersehbar: Beide Staatschefs präsentierten sich als Vertreter einer vermeintlich stabilen Ordnung in einer Welt, die sie als zunehmend von amerikanischer Unberechenbarkeit geprägt beschreiben. Die Begegnung verdeutlichte einmal mehr die enge Kooperation zwischen Moskau und Peking, die sich in den vergangenen Jahren erheblich vertieft hat. Was einst vor allem eine pragmatische Partnerschaft war, entwickelt sich...

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06.05.2026 07:26

Der Westen sucht den Rohstoffschutzschirm - Warum das G7-Treffen in Paris weit mehr ist als eine Wirtschaftskonferenz

Am 6. Mai 2026 kommen in Paris die Handels- und Wirtschaftsminister der G7-Staaten zusammen, um über ein Thema zu beraten, das längst zum Kern geopolitischer Machtpolitik geworden ist: die Kontrolle über kritische Rohstoffe. Lithium, Kobalt, Nickel und seltene Erden sind die strategischen Ressourcen des 21. Jahrhunderts. Ohne sie funktionieren weder Elektromobilität noch Rüstungsindustrie, Halbleiterproduktion oder Energiewende. Was auf den ersten Blick wie ein technokratisches Ministertreffen erscheint, ist in Wahrheit ein geopolitischer Stresstest für den Westen. Frankreich versucht unter seiner G7-Präsidentschaft, eine koordinierte Antwort auf Chinas Rohstoffdominanz zu organisieren. Die Debatte reicht dabei weit über wirtschaftspolitische Fragen hinaus. Es geht um strategische Souveränität, industrielle Resilienz und...

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06.05.2026 06:29

Unerwartete Kehrtwende in der US-Iran-Politik

Nur wenige Stunden lagen zwischen martialischer Entschlossenheit und diplomatischer Zurückhaltung. Anfang Mai kündigte US-Präsident Donald Trump mit großem Nachdruck eine militärische Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus an – intern „Project Freedom“ genannt. In der vergangenen Nacht wurde die Operation bereits wieder ausgesetzt. Der Vorgang markiert eine der auffälligsten strategischen Kehrtwenden der jüngsten Eskalationsphase im Konflikt zwischen den USA und Iran. Die Straße von Hormus zählt zu den sensibelsten geopolitischen Nadelöhren der Welt. Rund ein Fünftel des globalen Ölhandels passiert die schmale Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Entsprechend alarmiert reagierten die Energiemärkte auf Störungen des Schiffsverkehrs...

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27.04.2026 06:18

Wichtigste NIllegales Gold im offiziellen Umlauf: Die US-Münzanstalt unter Druckeuigkeiten

Eine Recherche der New York Times erschüttert derzeit das Vertrauen in eine der symbolträchtigsten Institutionen der Vereinigten Staaten: die United States Mint. Demnach soll die staatliche Münzanstalt über Jahre hinweg Gold verarbeitet und weiterverkauft haben, dessen Ursprung auf illegale Förderpraktiken und Verbindungen zu lateinamerikanischen Drogenkartellen zurückgeht. Die Enthüllungen werfen grundlegende Fragen zur Integrität staatlicher Lieferketten und zur Wirksamkeit regulatorischer Kontrollen auf. Im Zentrum des Skandals steht ein strukturelles Problem: die Intransparenz globaler Rohstoffmärkte. Gold, das aus illegalem Bergbau stammt – häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen und unter Kontrolle krimineller Netzwerke – gelangt über Zwischenhändler in den internationalen Handel. Durch eine Kette aus Scheinfirmen und Exporteuren wird die Herkunft systematisch verschleiert. Am Ende dieses Prozesses steht offenbar auch die US-Münzanstalt, die das Edelmetall als „amerikanisches Gold“ deklariert und in Umlauf bringt. Dabei gelten für die US-Münze klare gesetzliche Vorgaben: Sie darf ausschließlich Gold aus heimischer, legaler Förderung verwenden. Dass diese Vorschrift offenbar umgangen wurde, deutet auf erhebliche Defizite in der Kontrolle und Zertifizierung der Lieferketten hin. Branchenkenner sprechen von einem „systemischen Versagen“,...

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23.04.2026 05:45

Europas taktische Distanz: Warum selbst Verbündete auf Abstand zu Trump gehen

Die politische Landschaft Europas erlebt derzeit ein bemerkenswertes Paradox: Führungsfiguren aus ideologisch entgegengesetzten Lagern entdecken in der demonstrativen Abgrenzung von Donald Trump eine gemeinsame Strategie. Was einst als transatlantische Achse galt, wird zunehmend zur innenpolitischen Projektionsfläche – und zum Risiko. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez nutzt die Konfrontation mit Washington gezielt zur Mobilisierung seiner politischen Basis. Seine scharfe Ablehnung amerikanischer Militärpolitik und protektionistischer Maßnahmen fügt sich in ein Narrativ, das innenpolitische Schwächen überdeckt. In einer Phase, in der Korruptionsaffären sein Umfeld belasten und Umfragewerte schwanken, wirkt die außenpolitische Polarisierung stabilisierend. Die klare Frontstellung gegenüber Trump dient dabei weniger der geopolitischen Neujustierung als vielmehr der innenpolitischen...

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22.04.2026 05:18

Trump verlängert Waffenstillstand mit Iran

Kurz vor Ablauf eines fragilen Waffenstillstands hat Donald Trump angekündigt, die Vereinbarung mit Iran zu verlängern. Der Schritt erfolgt auf ausdrückliches Drängen von Pakistan, das sich in den vergangenen Wochen als Vermittler in dem zunehmend angespannten Konflikt positioniert hat. Washington folgte damit einer diplomatischen Initiative, die vor allem auf eine temporäre Deeskalation abzielt. Die Verlängerung wird international überwiegend begrüßt. Vertreter der Europäische Union sowie der Vereinte Nationen sehen darin ein wichtiges Signal für die Fortsetzung diplomatischer Bemühungen. Angesichts der militärischen Spannungen in der Region, die nicht zuletzt durch strategische Rivalitäten und nuklearpolitische Differenzen geprägt sind, bietet der Schritt eine dringend benötigte Verschnaufpause. Diplomatie unter Zeitdruck...

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21.04.2026 05:44

Iran und USA: Wiederaufnahme der Friedensgespräche trotz widersprüchlicher Signale

Inmitten anhaltender geopolitischer Spannungen und einer brüchigen Waffenruhe stehen die Zeichen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erneut auf Dialog. Vizepräsident JD Vance wird am Dienstag in Pakistan sein, um die zweite Runde der Friedensverhandlungen zu leiten. Diese Entwicklung folgt auf gemischte Signale beider Nationen hinsichtlich der Fortsetzung ihrer Gespräche. Während die iranischen Amtsträger öffentlich zurückhaltend über die Bestätigung weiterer Verhandlungen sind, deuteten private Äußerungen auf eine kommende Teilnahme hin. Die Rolle Pakistans als Vermittler in diesem Konflikt wird durch inländische Spannungen erschwert. Insbesondere die Minderheit der Schiiten in Pakistan, die tiefe spirituelle Verbindungen zum Iran hat, ist empört über die Tötung von Top-Klerikern des Irans durch US-israelische Angriffe. Diese innenpolitischen Unruhen könnten Pakistans Fähigkeit beeinflussen, als neutraler Vermittler zu agieren. Die internationale Gemeinschaft beobachtet diese Gespräche mit angehaltenem Atem, da eine dauerhafte Lösung des Konflikts wesentlich für die Stabilität der globalen Ölversorgung und der regionalen Sicherheit wäre. Analysten betonen die Wichtigkeit, diplomatische Kanäle offen zu halten und gleichzeitig realistische Erwartungen an das Ausmaß und die Geschwindigkeit diplomatischer Fortschritte zu haben. Saudi-Arabien: Von visionären Projekten zur pragmatischen Anpassung Saudi-Arabien, bekannt für seine ambitionierten Zukunftspläne unter der Vision 2030, die von Kronprinz Mohammed bin Salman initiiert wurden, steht vor neuen wirtschaftlichen Herausforderungen. Ein Jahrzehnt nach der Vorstellung dieser umfassenden Wirtschaftsreformen nimmt das Königreich eine Neubewertung seiner Strategien vor. Angesichts finanzieller Engpässe rückt nun ein pragmatischerer Ansatz in den Vordergrund. Der wirtschaftliche Druck ist besonders spürbar in den großangelegten Infrastruktur- und...

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31.03.2026 08:50

Macrons Tokio-Reise: Geopolitik zwischen Hormus und Indo-Pazifik

Wenn Emmanuel Macron in diesen Tagen nach Tokio reist, geschieht dies unter veränderten Vorzeichen. Was ursprünglich als wirtschafts- und technologiepolitische Mission konzipiert war, hat sich unter dem Eindruck der Eskalation im Nahen Osten zu einer Reise mit deutlich erweitertem geopolitischem Anspruch entwickelt. Im Zentrum steht nicht mehr allein die Vertiefung bilateraler Kooperationen, sondern die Frage, wie zwei weit entfernte, aber eng verflochtene Volkswirtschaften auf eine Krise reagieren, die ihre fundamentalen Interessen berührt. Strategische Partnerschaft mit wachsender Tiefe Frankreich und Japan verbindet seit Jahren eine schrittweise intensivierte Partnerschaft, die weit über klassische Handelsbeziehungen hinausgeht. Paris sieht in Tokio einen natürlichen Verbündeten im Indo-Pazifik: eine gefestigte Demokratie,...

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17.03.2026 08:46

Hormus als Lackmustest: Warum Trumps Eskalationskurs auf begrenzte Gefolgschaft stösst

Die Krise im Persischen Golf offenbart eine alte, oft verdrängte Realität internationaler Politik: Militärische Initiative lässt sich nicht automatisch in kollektives Handeln übersetzen. Während Washington nach den Angriffen auf iranische Ziele Ende Februar 2026 nun Unterstützung zur Sicherung der Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus mobilisieren will, reagieren selbst enge Verbündete mit auffälliger Zurückhaltung. Die strategische Bedeutung des Nadelöhrs ist unbestritten – rund ein Fünftel des globalen Öl- und LNG-Handels passiert hier –, doch die Bereitschaft, sich militärisch zu engagieren, bleibt gering. Europas kalkulierte Distanz Am deutlichsten artikuliert sich die Skepsis in Europa. Mehrere zentrale NATO-Staaten, darunter Deutschland, Spanien und Italien, haben eine direkte Beteiligung...

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16.03.2026 08:08

Der Iran-Krieg und seine globale Reichweite

Als sich die wirtschaftliche Lage Russlands zu Beginn des Jahres zuspitzte, schien der Kreml zunehmend unter Druck zu geraten. Die Einnahmen aus Öl- und Gasexporten waren im Vorjahr um nahezu ein Viertel eingebrochen – eine Folge gesunkener Energiepreise und westlicher Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Die russische Wirtschaft zeigte deutliche Ermüdungserscheinungen. Doch nur wenige Wochen nach Beginn des Krieges gegen Iran hat sich das geopolitische Umfeld so verändert, dass Präsident Wladimir Putin plötzlich wieder Anlass zur Zuversicht hat. Der Konflikt im Persischen Golf hat die globalen Energiemärkte erschüttert. Steigende Ölpreise, ausgelöst durch die militärische Eskalation und die Bedrohung wichtiger Transportwege, wirken wie ein unerwartetes Konjunkturprogramm für große Energieexporteure – allen voran Russland. Während europäische Staaten weiterhin bemüht sind, ihre Abhängigkeit von russischem Gas und Öl zu reduzieren, eröffnen sich für Moskau neue Absatzmärkte. Putin deutete bereits an, dass Russland künftig selbst entscheiden könnte, Europa weniger zu beliefern und stattdessen andere Regionen zu bedienen. Der Krieg im Iran hat damit nicht nur regionale Auswirkungen, sondern verschiebt die...

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04.03.2026 12:36

G7-Finanzminister im Krisenmodus: Wie der Nahostkrieg die Weltwirtschaft erschüttert

Die militärische Eskalation im Nahen Osten entwickelt sich zunehmend zu einer ökonomischen Bewährungsprobe für die internationale Gemeinschaft. Was als regionaler Konflikt begann, droht sich zu einer globalen Belastungsprobe für Energiepreise, Finanzmärkte und politische Stabilität auszuweiten. Vor diesem Hintergrund bereitet Frankreich ein kurzfristiges Treffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der Gruppe der Sieben (G7) vor. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Folgen der jüngsten militärischen Entwicklungen zu analysieren und mögliche koordinierte Maßnahmen abzustimmen. Die Initiative verdeutlicht, wie eng sicherheitspolitische und ökonomische Fragen heute miteinander verwoben sind. In einer hochgradig integrierten Weltwirtschaft reichen wenige Tage militärischer Eskalation, um Preissignale, Risikoprämien und politische Erwartungen weltweit zu verschieben. Frankreichs Rolle als Taktgeber Dass der Impuls aus Paris kommt, ist politisch wie institutionell erklärbar. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der G7 inne und übernimmt damit eine koordinierende Rolle unter den westlichen Industrienationen. Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure kündigte an, man befinde sich in engem Austausch mit den Partnern – insbesondere mit dem amerikanischen Finanzminister Scott Bessent. Geplant ist eine virtuelle Zusammenkunft Anfang der kommenden Woche....

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03.03.2026 08:24

Flächenbrand als Kalkül: Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten

Was als gezielte Militäraktion begann, droht sich zu einem regionalen Flächenbrand auszuweiten. Nach den amerikanisch-israelischen Luftschlägen gegen iranische Ziele hat Teheran nicht nur militärisch reagiert, sondern eine Eskalationsstrategie gewählt, die den gesamten Nahen Osten erfasst. Der Konflikt folgt dabei keiner zufälligen Dynamik, sondern einer politischen Logik: Iran kann die Vereinigten Staaten militärisch nicht besiegen – wohl aber die strategischen Kosten des Krieges in die Höhe treiben. Seit Beginn der Angriffe wurden im Iran nach Angaben der Rettungsdienste mehr als 550 Menschen getötet. Teheran antwortete mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, bei denen mindestens zehn Menschen starben. Zugleich griffen iranische Einheiten amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion...

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25.02.2026 08:20

Rekordrede mit offenen Fragen: Trump und die strategische Leerstelle gegenüber Iran

Mit seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation hat Donald Trump erneut ein Zeichen gesetzt – nicht nur politisch, sondern auch rhetorisch. Die Ansprache vor beiden Kammern des Kongresses war die längste ihrer Art in der amerikanischen Geschichte. Doch jenseits der Rekordmarke offenbarte sie vor allem eines: die Fortsetzung eines bekannten Narrativs – und bemerkenswerte Leerstellen in wichtigen Fragen der Außenpolitik. Trump wiederholte zentrale Botschaften seiner bisherigen Präsidentschaft. Der Krieg in der Ukraine, so seine Darstellung, wäre unter seiner Präsidentschaft nie ausgebrochen. Zudem beanspruchte er, acht Kriege beendet zu haben – eine Zahl, die unabhängige Faktenprüfer differenziert bewerten. Wie bereits in früheren Reden präsentierte sich...

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03.02.2026 09:51

Die Chemie der Souveränität – Wie Ilham Kadri Europas Abhängigkeit von Chinas seltenen Erden herausfordert

Die Zeit der billigen Illusionen ist vorbei. Jahrzehntelang verließ sich Europa darauf, dass kritische Rohstoffe schon irgendwie verfügbar sein würden – auf dem Weltmarkt, zu vertretbaren Preisen. Doch die geopolitischen Erschütterungen der letzten Jahre – vom Ukrainekrieg bis zu Chinas wachsendem Selbstbewusstsein – haben diese Annahme erschüttert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein Stoffkomplex, der früher nur Fachleuten der Metallurgie ein Begriff war: die sogenannten Seltenen Erden. Ohne sie keine Energiewende, keine Digitalisierung, keine moderne Rüstung. Und ohne China kein Nachschub. Inmitten dieser strategischen Schieflage hat sich eine Figur profiliert, die bislang außerhalb politischer Debatten agierte: Ilham Kadri, promovierte Chemikerin und CEO des belgischen Konzerns...

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29.01.2026 08:33

Kanadas neue außenpolitische Richtung: Abschied von der US-Abhängigkeit

Mark Carneys Rede in Davos fand nicht nur international Beachtung – auch in Kanada stieß sie auf breite Zustimmung. Der Premierminister sprach offen über die strategische Notwendigkeit, sich von der jahrzehntelangen wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA zu lösen. „Nostalgie ist keine Strategie“, sagte Carney. Kanada müsse seine Handelspartner diversifizieren und neue Allianzen schmieden, um gegenüber einem zunehmend unberechenbaren Amerika resilienter zu werden. Die Herausforderung ist enorm: Rund 70 Prozent der kanadischen Exporte gehen in die USA. Doch erste Verschiebungen sind sichtbar. Der Handel mit Drittstaaten stieg zuletzt um 13 Prozent, Kanada exportiert nun erstmals Gas nach Asien, der Ölexportanteil außerhalb der USA wuchs auf 10 Prozent. Ein neues...

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12.01.2026 11:25

Wenn Geschichte Fahrt aufnimmt – Besucherrekord im Automobilmuseum von Mülhausen

Manchmal reicht eine Zahl, um eine ganze Epoche zu umreißen. 278.450 Besucherinnen und Besucher im Jahr 2025 – so viele Menschen haben das Musée National de l’Automobile in Mülhausen gesehen wie seit den 1980er-Jahren nicht mehr. Vier Jahrzehnte liegen zwischen dem damaligen Höhepunkt und diesem neuen Rekord. Vier Jahrzehnte, in denen sich das Museum verändert, neu ausgerichtet und seinen Platz im kulturellen Koordinatensystem Europas gefestigt hat. Heute steht fest: Diese Institution fährt nicht im Windschatten der Geschichte, sie gestaltet sie aktiv mit. Das Automobilmuseum im elsässischen Mülhausen gilt seit Langem als eine der wichtigsten Adressen für automobilen Kulturerhalt. Mit seiner schieren Größe, seiner Dichte an Exponaten und der Aura einer Sammlung, die aus einer fast manischen Leidenschaft heraus entstand, besitzt es einen Charakter, der sich nicht kopieren lässt. Dass nun ein Besucherrekord vermeldet wird, wirkt deshalb weniger überraschend als folgerichtig. Wer genau hinsieht, erkennt dahinter eine konsequente Strategie, die das Museum aus dem reinen Bewahrungsmodus herausgeführt hat. Mülhausen selbst, eingebettet in die Industrielandschaft des Südelsass, ist kein klassisches Touristenzentrum. Gerade...

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08.01.2026 07:22

Trump im Jahr der Zwischenwahlen: Zwischen Machtprojektion und innenpolitischer Schwäche

Donald Trumps zweite Amtszeit steht exemplarisch für eine Politik des Widerspruchs. Während der Präsident außenpolitisch zunehmend auf Eskalation und Machtdemonstration setzt, gerät er innenpolitisch unter Druck – ökonomisch wie wahlstrategisch. Der Angriff auf Venezuela markiert dabei den bisherigen Höhepunkt einer aggressiven Außenpolitik, die auf geopolitische Dominanz zielt, jedoch auf eine innenpolitisch fragile Basis trifft. Venezuela als Bühne der Machtdemonstration Mit dem überraschenden Militärschlag gegen Venezuela Anfang 2026 inszenierte Trump sich als entschlossener Führer im Kampf gegen „gescheiterte Staaten“ und „narzisstische Autokraten“, wie er es formulierte. Die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten und der direkte Zugriff auf Venezuelas Ölreserven wurden in Washington als strategischer...

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08.12.2025 07:38

Ein schwieriger Moment für Europa und die USA

Die jüngste National Security Strategy (NSS) der Trump-Administration markiert einen fundamentalen Bruch mit der bisherigen US-Außenpolitik gegenüber Europa. Erstmals steht nicht Russland oder China im Zentrum der Bedrohungsanalyse, sondern Europa. In Brüssel, Berlin und Paris wird das Dokument als Angriff auf den Kern des europäischen Projekts gelesen: Liberale Demokratien, multilaterale Institutionen und ein gemeinsamer sicherheitspolitischer Rahmen stehen auf dem Prüfstand. Was bislang implizit mitschwang, ist nun explizite Linie: Der transatlantische Schulterschluss verliert für Washington an Relevanz. Ein neuer Ton aus Washington Die NSS 2025 zeichnet ein Bild Europas als Kontinent in der Krise: "zivilisatorischer Verfall" durch Migration, demographischer Niedergang, gefährdete nationale Identitäten und eine angeblich...

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