Le Pen beansprucht erneut die Präsidentschaftskandidatur – Bardella bleibt Nummer zwei
Paris - 12.07.2026: Marine Le Pen hat nach dem Urteil des Pariser Berufungsgerichts ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 bestätigt und damit die Rollenverteilung im Rassemblement National neu festgelegt. Jordan Bardella, Präsident der Partei und bis vor kurzem als möglicher Ersatzkandidat aufgebaut, steht nun wieder hinter der Vorsitzenden der RN-Parlamentsfraktion. Seine Perspektive liegt vorerst eher im Amt des Premierministers als im Elysée-Palast.Auslöser ist die Entscheidung vom 7. Juli im Verfahren um die Beschäftigung europäischer Parlamentsassistenten des früheren Front National. Das Berufungsgericht bestätigte die Schuld von Marine Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder und verhängte unter anderem eine Haftstrafe, die teilweise unter elektronischer Überwachung vollstreckt werden kann, sowie eine befristete Unwählbarkeit. Le Pen hat Kassationsbeschwerde angekündigt.Die juristische Lage gab Bardella über Monate eine ungewöhnlich starke Stellung. Der 30-jährige Parteichef erklärte wiederholt, er werde kandidieren, falls Le Pen durch die Justiz gehindert werde. Innerhalb des RN liefen deshalb Vorbereitungen für beide Szenarien. Bardella verkörpert den Generationenwechsel, verfügt über hohe Bekanntheitswerte und führte die Partei bei den Europawahlen 2024 als Spitzenkandidat an.Mit Le Pens Entscheidung bleibt die Machtarchitektur jedoch unverändert: Sie behält die politische Letztentscheidung, während Bardella die Partei organisatorisch führt und als zentraler Wahlkampfakteur vorgesehen ist. Das Duo erlaubt dem RN, Kontinuität mit personeller Erneuerung zu verbinden. Zugleich vermeidet die Partei einen offenen Nachfolgekampf, der bei einer Präsidentschaftskandidatur Bardellas unvermeidlich gewesen wäre.Die Rückkehr Le Pens an die Spitze ist politisch bedeutsam, weil sie zum vierten Mal das höchste Staatsamt anstrebt. Sie erreichte...
Lesen 08.07.2026 19:24Retailleau attackiert Le Pen nach Berufungsurteil: “Sie wird das Land ruinieren”
Paris - 08.07.2026: Bruno Retailleau hat am Mittwochabend in der Hauptausgabe von France 2 scharfe Worte gegen Marine Le Pen gewählt, kurz nachdem die Cour d’appel de Paris die Vorsitzende des Rassemblement National in der Affäre um parlamentarische Mitarbeiter verurteilt hatte. Der frühere Innenminister und heutige Präsidentschaftsbewerber der konservativen Rechten sagte, Le Pen werde „das Land ruinieren“. Die Formulierung verbreitete sich rasch in sozialen Netzwerken und prägte die ersten politischen Reaktionen nach dem Urteil.Das Berufungsgericht hatte am 7. Juli 2026 eine Geldstrafe und eine zeitlich begrenzte Untersagung der Wählbarkeit ausgesprochen. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist ein Teil der Sanktionen zur Bewährung ausgesetzt; eine Präsidentschaftskandidatur 2027 bleibt...
Lesen 08.07.2026 16:06Édouard Philippe versucht in Ostfrankreich, ein Duell mit Marine Le Pen zu etablieren
Montbéliard - 08.07.2026: Édouard Philippe hat am Mittwoch in Montbéliard und in Ortschaften nahe Belfort seine Präsenz in der ostfranzösischen Präfekturregion verstärkt und die Vorstellung eines zweiten Wahlgangsduells gegen Marine Le Pen in den öffentlichen Raum gestellt. In seiner Rede betonte er, dass man ein Land nicht mit Wut regieren könne, und setzte damit auf ein klares Kontrastbild zum Rassemblement National.Philippe, der als Gründer und Führungsfigur von Horizons antritt, versuchte bei den Treffen, seine Position als zentraler Kandidat des moderaten Mittelfelds zu verankern. Er präsentierte sich als garant für Ordnung und institutionelle Stabilität, zugleich aber auch als Anwalt effizienter wirtschafts- und sozialpolitischer Reformen. Sein Ziel...
Lesen 08.07.2026 06:46Trotz Verurteilung: Marine Le Pen erklärt Kandidatur für 2027 und legt Kassationsbeschwerde ein
Paris - 08.07.2026: Marine Le Pen hat am 7. Juli 2026 kurz nach der Entscheidung des Pariser Berufungsgerichts ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 erklärt und zugleich Beschwerde beim Kassationsgericht (Cour de cassation) eingereicht. In der Berufung wurde die Vorsitzende des Rassemblement National wegen Veruntreuung öffentlicher Mittel im Zusammenhang mit der Beschäftigung parlamentarischer Assistenten im Europäischen Parlament schuldig gesprochen.Das Strafmaß beläuft sich in der Berufungsinstanz auf drei Jahre Freiheitsstrafe, davon ein Jahr zur Vollstreckung, die nach Auffassung der Kammer mittels elektronischer Überwachung zu Hause verbüßt werden kann. Zugleich wurde eine Unwählbarkeit verhängt, deren Dauer im Vergleich zur Vorinstanz reduziert und in Teilen zur Bewährung ausgesetzt wurde. Gegen das Urteil kann binnen zehn Tagen Kassationsbeschwerde geführt werden; die Einlegung hat keine automatische aufschiebende Wirkung auf die Feststellungen der Schuld, betrifft aber die rechtliche Überprüfung des Urteils.Mit dem Schritt nach Versailles, also zur höchsten Zivil- und Strafinstanz, zielt Le Pen darauf, die Auslegung der einschlägigen Straftatbestände prüfen zu lassen. Die Kassation kontrolliert Rechtsfehler – keine neue Beweiswürdigung. Ein Erfolg könnte zu einer...
Lesen 07.07.2026 20:06Verurteilung von Marine Le Pen spaltet das RN – Loyalität trifft auf Zweifel an der Wahlchancen
Paris - 07.07.2026: Das Urteil des Pariser Berufungsgerichts gegen Marine Le Pen in der Affäre um mutmaßliche Scheinbeschäftigungen im Europäischen Parlament hat die Anhängerschaft des Rassemblement national (RN) tief gespalten. Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe mit elektronischer Überwachung sowie eine zeitlich befristete Amtsunfähigkeit. Über die genaue Tragweite der Sanktionen und mögliche Konsequenzen für eine künftige Kandidatur wird in juristischen Kreisen noch gestritten. In der Partei prallen derzeit zwei Linien aufeinander. Ein Lager aus Abgeordneten und Aktivisten wertet die Verurteilung als politisch motivierten Angriff und betont die Bindung an die Parteichefin. Andere Funktionäre und Wahlkämpfer äußern offen Sorge um die Außenwirkung und diskutieren nüchtern die Frage, wie der RN seine Erfolgsaussichten bis zur Präsidentschaftswahl 2027 sichern kann. Dabei geht es weniger um Loyalitätsbekundungen als um Strategie: Wie lässt sich der Mobilisierungseffekt der Person Le Pen erhalten, ohne unentschlossene Wähler zu verschrecken? Als naheliegender Ersatz gilt Parteichef Jordan Bardella, der im Europaparlament Profil gewonnen hat. Er vermeidet bislang offene Ansprüche, signalisiert jedoch Bereitschaft, die Partei im Ernstfall zu führen. Für die RN-Spitze...
Lesen 07.07.2026 15:26Berufungsgericht bestätigt Schuldspruch gegen Marine Le Pen im EU-Assistentenfall
Paris - 07.07.2026: Die Berufungskammer des Pariser Gerichts hat den Schuldspruch gegen Marine Le Pen in der Affäre um mutmaßlich zu Unrecht über das Europäische Parlament bezahlte Assistenten bestätigt und zugleich einzelne Strafbestandteile neu justiert. Nach Gerichtsangaben blieb die Schuldfrage bestehen, während Teile der Strafe – darunter Anteile zur Bewährung und die Dauer der Unwählbarkeit – gegenüber der ersten Instanz reduziert wurden. Die ehemalige Vorsitzende des Rassemblement National (RN) war bereits erstinstanzlich verurteilt worden, weil Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten in Brüssel geführt worden sein sollen, während sie überwiegend Parteiaufgaben in Frankreich erledigten.Le Pens Anwalt zeigte sich nach der Verkündung „teilweise zufrieden“ und verwies darauf, dass...
Lesen 07.07.2026 07:24In Hénin-Beaumont wächst die Unruhe vor dem Urteil gegen Marine Le Pen
Hénin-Beaumont - 07.07.2026: In Hénin-Beaumont, dem seit Jahren gepflegten politischen Einsatzgebiet von Marine Le Pen im Pas-de-Calais, richten sich die Blicke auf den Pariser Berufungsgerichtshof. Dort wird über die Bestätigung oder Aufhebung eines Urteils entschieden, das Le Pen wegen der Affäre um mutmaßlich falsch abgerechnete Assistentenstellen im Europaparlament zu einer mehrjährigen Unwählbarkeit verurteilt hatte. Eine Bestätigung träfe unmittelbar ihre Präsidentschaftsambitionen für 2027 – ein Szenario, das in ihrem nordfranzösischen Stammland für spürbare Unruhe sorgt.In Cafés und Vereinslokalen berichten Unterstützer von Verunsicherung und Ärger, aber auch von nüchterner Vorsorge. Viele verweisen auf die enge Beziehung, die Le Pen über fast zwei Jahrzehnte zu den ehemaligen Bergbaustädten...
Lesen 07.07.2026 00:24Berufungsurteil in Paris: Entscheidung im Fall der EU-Assistenten des Rassemblement National erwartet
Paris - 07.07.2026: Die Berufungskammer des Pariser Berufungsgerichts verkündet an diesem Dienstag ihr Urteil im Verfahren um die europäischen Parlamentsassistenten des früheren Front National, heute Rassemblement National. Im Kern geht es um die Frage, ob die erstinstanzliche Verurteilung wegen Veruntreuung europäischer Mittel Bestand hat und ob eine Sanktion mit Unwählbarkeit bestätigt wird. Das Verfahren betrifft nach Darstellung der Anklage systematisch zweckentfremdete EU-Gelder in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro, die dem Parteiapparat zugutekommen sein sollen.In der ersten Instanz war Marine Le Pen zu vier Jahren Haft, darunter ein Jahr ohne Bewährung, sowie zu fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt. Die Verteidigung bestritt eine rechtswidrige Absicht und verwies...
Lesen 04.07.2026 20:45Bardella bekräftigt vollen Rückhalt für Marine Le Pen – Blick auf Berufungsentscheidung am Dienstag
Liévin - 04.07.2026: Jordan Bardella hat am Samstag bei einer Versammlung des Rassemblement National (RN) in Liévin seinen „vollen Rückhalt“ für Marine Le Pen erneuert und erklärt, er hoffe, sie bei der Präsidentschaftswahl 2027 gewählt zu sehen. Der Auftritt inszenierte parteiinterne Geschlossenheit in einer Phase, in der die Justiz über die politische Zukunft der dreimaligen Präsidentschaftskandidatin mitentscheidet.Im Zentrum steht die Berufungsverhandlung vor der Cour d'appel de Paris, deren Entscheidung für den 07.07.2026 erwartet wird. Dabei geht es um die in erster Instanz verhängte Freiheitsstrafe und eine mehrjährige Unwählbarkeit gegen Le Pen. Wird diese Unwählbarkeit bestätigt, müsste der RN rasch klären, wer die Rolle der Spitzenkandidatin...
Lesen 22.06.2026 14:45Pariser Berufungsgericht bestätigt Nichtverurteilung im Chlordécon-Skandal in den Antillen
Paris - 22.06.2026: Das Pariser Berufungsgericht hat die Entscheidung des Pariser Gerichts vom Januar 2023 bestätigt, die Ermittlungen im Chlordécon-Skandal einzustellen. Dieser Fall betrifft die Verwendung des Pestizids Chlordécon in den Antillen, das bis 1993 in Bananenplantagen eingesetzt wurde, obwohl es in Frankreich seit 1990 verboten war. Die Entscheidung des Berufungsgerichts hat in den Antillen, insbesondere in Martinique und Guadeloupe, zu erheblichem Unmut geführt.Im Januar 2023 hatten zwei Pariser Richterinnen die Ermittlungen zum Chlordécon-Skandal eingestellt und dabei den Fall als "gesundheitlichen Skandal" bezeichnet. Sie betonten die "Umweltbelastung", deren "menschliche, wirtschaftliche und soziale Folgen" die Lebensqualität der Bewohner von Martinique und Guadeloupe über viele Jahre beeinträchtigen würden.Trotz dieser Anerkennung der Schwere des Falls entschieden die Richterinnen, dass die Beweise für eine strafrechtliche Verurteilung nicht ausreichten und dass einige Taten verjährt seien. Diese Entscheidung wurde nun vom Pariser Berufungsgericht bestätigt. Der Generalstaatsanwalt des Berufungsgerichts hatte zuvor die Bestätigung der Nichtverurteilung beantragt und dabei die Schwere des gesundheitlichen Skandals anerkannt, jedoch betont, dass die Beweise für eine strafrechtliche Verurteilung nicht ausreichten und einige...
Lesen 21.06.2026 20:34Marine Le Pen vor Berufungsurteil: Keine Aufrufe zur Auflehnung, betont Thomas Ménagé
Paris - 21.06.2026: Der Berufungsprozess von Marine Le Pen, der am 7. Juli 2026 vor dem Pariser Berufungsgericht stattfinden wird, sorgt weiterhin für politische Spannung in Frankreich. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Urteil der ersten Instanz bestätigt wird, das die ehemalige Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National (RN) zu einer fünfjährigen politischen Sperre verurteilte. Diese in erster Instanz ausgesprochene Ineligibilität wird Le Pen daran hindern, bei den Präsidentschaftswahlen 2027 anzutreten – eine entscheidende Weichenstellung für die französische Innenpolitik.Thomas Ménagé, ein enger Vertrauter von Marine Le Pen und prominenter Vertreter des RN, äußerte sich nun zu den möglichen Folgen einer Bestätigung dieser Strafe. Er stellte klar,...
Lesen 08.07.2026 07:21Marine Le Pen übernimmt wieder die Führung – Jordan Bardella rückt erneut in die zweite Reihe
Mit einem Urteil des Pariser Berufungsgerichts hat sich das Machtgefüge innerhalb des Rassemblement National (RN) schlagartig verändert. Nachdem die Richter die politischen Folgen der Verurteilung von Marine Le Pen deutlich abgeschwächt haben, sieht die dreimalige Präsidentschaftskandidatin ihre Chancen für die Wahl 2027 wieder intakt. Nur wenige Stunden nach der Entscheidung erklärte sie unmissverständlich, erneut für das höchste Staatsamt kandidieren zu wollen. Damit ist zugleich eine zentrale Frage innerhalb der französischen Rechten vorerst beantwortet: Nicht Parteichef Jordan Bardella, sondern Marine Le Pen soll den RN in die entscheidende Präsidentschaftswahl führen. Das Ende der Spekulationen Über Monate hinweg galt Jordan Bardella als wahrscheinlicher Präsidentschaftskandidat des Rassemblement National....
Lesen 12.05.2026 06:38Sarkozy im Libyen-Verfahren erneut unter Druck
Der französische Altpräsident Nicolas Sarkozy steht im Berufungsprozess um die sogenannte Libyen-Affäre erneut massiv unter juristischem Druck. Die Pariser Generalstaatsanwaltschaft forderte abermals eine Verurteilung wegen der Teilnahme an einer „kriminellen Vereinigung“ und zeichnete das Bild eines über Jahre aufgebauten Netzwerks politischer und finanzieller Einflussnahme. Der Fall zählt zu den schwerwiegendsten Justizaffären der Fünften Republik und berührt fundamentale Fragen nach der Integrität staatlicher Institutionen und der Rolle ausländischer Einflussnahme auf demokratische Prozesse. Bereits der erste Verhandlungstag der aktuellen Berufungsverhandlung machte deutlich, dass die Anklage ihre Linie nicht abschwächen will. Generalanwalt Damien Brunet bezeichnete Sarkozy als „Anstifter“ eines organisierten Systems, das darauf ausgerichtet gewesen sei, finanzielle Unterstützung aus dem Umfeld des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi für den Präsidentschaftswahlkampf 2007 zu sichern. Die Staatsanwaltschaft spricht von außergewöhnlich schweren Verstößen gegen das öffentliche Vertrauen und von einem bislang kaum erreichten Grad operativer Organisation. Der Kern der Anklage Bemerkenswert ist, dass sich die Anklage in der Berufungsinstanz weniger auf den direkten Nachweis konkreter Geldflüsse konzentriert als auf die Existenz eines strukturierten Korruptionspakts. Nach Auffassung der Ermittler bestand eine dauerhafte Organisation aus politischen Vertrauten, Geschäftsvermittlern und libyschen Kontaktpersonen, deren gemeinsames Ziel darin bestanden habe, Sarkozys politischen Aufstieg zu fördern. Damit folgt die Justiz einer Strategie, die in komplexen Korruptionsverfahren zunehmend Bedeutung gewinnt: Nicht allein die Übergabe von Geld steht im Mittelpunkt, sondern die nachweisbare Bildung eines Netzwerks zur Vorbereitung korrupter Handlungen. Juristisch erlaubt dies eine breitere Betrachtung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten....
Lesen 03.11.2025 07:12Sarkozy im Gefängnis – der 10. November wird zum Schicksalstag
Der Name Nicolas Sarkozy steht für viele Franzosen noch immer für das politische Frankreich der 2000er-Jahre: energiegeladen, meinungsstark, allgegenwärtig. Doch heute ist der einstige Staatschef an einem Ort, den man mit der Funktion des Präsidenten der Republik bis dato nicht in Verbindung brachte – hinter Gittern, in der Pariser Justizvollzugsanstalt La Santé. Am 10. November 2025 entscheidet sich nun, ob er vorerst freikommt oder weiter in Haft bleibt. Die Nachricht kam nüchtern, fast beiläufig – und schlug dennoch ein wie ein Donnerschlag: Am 21. Oktober wurde Nicolas Sarkozy verhaftet, nachdem ein Gericht ihn wegen krimineller Vereinigung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt hatte. Es...
Lesen 17.09.2025 07:47Grenzen der Provokation: Éric Zemmour endgültig für rassistische Äusserungen aus 2019 verurteilt
Die französische Justiz hat ein deutliches Zeichen gesetzt. Mit dem Urteil des Pariser Berufungsgerichts vom 22. Februar 2024 endet ein langwieriger Rechtsstreit um eine Rede Éric Zemmours aus dem Jahr 2019 – und mit ihm ein weiteres Kapitel in der juristischen Auseinandersetzung mit einem der umstrittensten politischen Akteure Frankreichs. Die Richter verurteilten den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Reconquête wegen öffentlicher Beleidigung sowie Anstiftung zu Hass und Diskriminierung. Die Rede, gehalten auf der „Convention de la droite“ im September 2019, war ein radikales Manifest gegen Einwanderung und Islam – nun wurde sie auch rechtskräftig als strafwürdig eingestuft. Eine Rede, die bewusst verletzte Zemmour hatte in seiner...
Lesen 01.04.2025 06:51Zwischen Justiz und Politik: Richter werden nach Le Pen-Urteil bedroht
Ein Urteil mit Sprengkraft – und das nicht nur im juristischen Sinne. Die Verurteilung von Marine Le Pen, Chefin des Rassemblement National, hat Frankreich in Aufruhr versetzt. Statt juristischer Aufarbeitung regiert nun die Empörung. Nicht allein über das Urteil selbst, sondern über die Reaktionen, die es ausgelöst hat. Im Zentrum der Debatte stehen nicht nur politische Lager, sondern vor allem die Richter, die das Urteil gefällt haben. Kaum war es öffentlich, da brach ein Sturm über sie herein – Beschimpfungen, persönliche Beleidigungen und sogar Drohungen. Die sozialen Netzwerke glühten förmlich vor Hassbotschaften. Und plötzlich stand nicht mehr die Frage im Raum, ob Le Pen schuldig sei, sondern: Wie sicher ist die Justiz in Frankreich überhaupt noch? Frankreichs Justizminister fand deutliche Worte. Solche Angriffe seien ein Angriff auf den Rechtsstaat selbst – und ein ernsthaftes Warnsignal. Auch der Präsident des Pariser Berufungsgerichts meldete sich zu Wort. Mit ernster Miene sprach er von tief empfundener Sorge um die Integrität des Justizsystems. Kritik, ja – die sei in einer Demokratie nicht nur erlaubt,...
Lesen 12.09.2024 09:49Tragisch: Untersuchung nach dem Tod eines fälschlich inhaftierten Mannes in Meaux
Ein Vorfall, der das französische Justizsystem erschüttert: Ein 41-jähriger Mann, der eigentlich nicht ins Gefängnis gehörte, starb am 17. August in seiner Zelle im Gefängnis von Meaux-Chauconin. Der Grund für seine unrechtmäßige Inhaftierung? Eine administrative Fehlentscheidung, die nun eine umfassende juristische Untersuchung nach sich zieht. Eine tragische Verkettung von Fehlern Am 10. September hat die Staatsanwaltschaft von Bobigny eine gerichtliche Untersuchung gegen Unbekannt wegen „fahrlässiger Tötung“ eingeleitet. Zwei Ermittlungsrichter wurden ernannt, um die Umstände dieses schockierenden Falls zu untersuchen. Zunächst lag der Fall in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Meaux, wurde jedoch auf Anordnung der Generalstaatsanwältin des Pariser Berufungsgerichts an Bobigny übertragen, um größtmögliche Objektivität sicherzustellen. Der Tag, an dem alles falsch lief Der Mann, der am 17. August in seiner Zelle starb, befand sich in einem Zustand starker Aufregung. Sein Verhalten, gekennzeichnet durch wirre Aussagen und erhebliche Zerstörungen seiner Zelle, führte zur Intervention des Gefängnispersonals. Was tragisch endete, hätte nie passieren dürfen – denn der Mann hätte sich zu diesem Zeitpunkt gar nicht in Haft befinden sollen. Am Tag vor...
Lesen 06.11.2023 10:26Französischer Justizminister Eric Dupond-Moretti steht wegen "illegaler Interessensnahme" vor Gericht
Der "Siegelbewahrer" und Justizminister Frankreichs steht ab Montag wegen illegaler Interessenwahrnehmung selbst als Angeklagter vor dem Gerichtshof der Republik. Ein Justizminister auf der Anklagebank, noch dazu ein ehemaliger Anwalt: Der Prozess gegen Eric Dupond-Moretti vor dem Gerichtshof der Republik (CJR), der am Montag, dem 6. November ist ein Paris beginnt, ist ein Novum. Noch nie wurde ein Minister während der Ausübung seines Amtes vor Gericht gestellt, geschweige denn ein Justizminister. Der Mann, dem man den Spitznamen "Acquittator" gab, wenn er die schwarze Anwaltsrobe trug, steht selbst wegen illegaler Interessenwahrnehmung vor Gericht, drei Jahre nachdem zwei Richtergewerkschaften und die Vereinigung Anticor Klage gegen ihn eingereicht hatten....
Lesen 24.01.2023 10:08Innenminister Gérald Darmanin: Einstellung des Verfahrens wegen Vergewaltigung bestätigt
Sophie Patterson-Spatz hatte im Frühjahr 2017 eine Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Gérald Darmanin eingereicht. Die Tat soll sich 2009 in Paris ereignet haben. Die Ermittlungskammer des Pariser Berufungsgerichts bestätigte am Dienstag, dem 24. Januar, die Einstellung des Verfahrens zugunsten von Gérald Darmanin, der 2017 von Sophie Patterson-Spatz beschuldigt wurde, sie im Jahr 2009 vergewaltigt zu haben. Die Klägerin hatte Berufung gegen die Einstellungsverfügung eingelegt, die ein Pariser Untersuchungsrichter am 8. Juli 2022 im Rahmen einer im Sommer 2020 eingeleiteten Untersuchung wegen Vergewaltigung unterzeichnet hatte. Bei einer nichtöffentlichen Anhörung am 13. Dezember 2022, bei der weder Klägerin noch Beklagter anwesend waren, beantragte die Generalstaatsanwaltschaft die Bestätigung...
Lesen 23.10.2022 07:48Jean-Luc Lahaye: Gericht verbietet dem Sänger in der Öffentlichkeit aufzutreten
Die richterliche Kontrolle von Jean-Luc Lahaye wurde verschärft. Ihm ist es an sofort untersagt, seine berufliche Tätigkeit auszuüben. Jean-Luc Lahaye wird nicht auf die Bühne zurückkehren. Der Sänger wurde wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung von zwei Minderjährigen angeklagt und wird deshalb so schnell nicht mehr auf die Bühne zurückkehren können. In einem Beschluss vom 4. Oktober änderte die Untersuchungsrichterin die Bedingungen für die richterliche Kontrolle des Sängers. Jean-Luc Lahaye, der im Mai nach mehr als sechs Monaten Untersuchungshaft wieder auf freien Fuss gesetzt wurde, hat nun "ein Verbot, eine berufliche Tätigkeit auszuüben, die die Begehung der Straftaten, für die er angeklagt ist, erst ermöglicht hat",...
Lesen 25.05.2022 08:19Inhaftierter Sänger Jean-Luc Lahaye wurde freigelassen
Der Sänger Jean-Luc Lahaye, der wegen Vergewaltigung von Minderjährigen angeklagt und seit sechs Monaten in Untersuchungshaft sass, wird auf freien Fuß gesetzt. Ein Gericht hat zugestimmt, ihn unter richterlicher Aufsicht freizulassen. Der Sänger Jean-Luc Lahaye, der seit November im Rahmen von Ermittlungen wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung zweier Minderjähriger inhaftiert war, wurde am Dienstag aus der Haft entlassen und unter gerichtliche Aufsicht gestellt, so eine Meldung der Zeitung Le Parisien. Die Anwälte von Jean-Luc Lahaye hatten bei der Ermittlungskammer des Pariser Berufungsgerichts einen neuen Antrag auf Freilassung gestellt. Seit November 2021 in Haft, bestreitet er die Taten. Der 69-jährige Star der französischen Musikszene der 80er...
Lesen 10.03.2022 13:29Gérard Depardieu: Justiz bestätigt Anklage wegen "Vergewaltigung" und "sexueller Übergriffe"
Am Donnerstag, 10. März, wurde der Antrag des Schauspielers Gérard Depardieu auf Aufhebung der Anklage wegen "Vergewaltigung" und "sexueller Übergriffe" gegen Charlotte Arnould abgelehnt. Die französische Justiz bestätigte am Donnerstag die Anklage gegen den Schauspieler Gérard Depardieu wegen "Vergewaltigung" und "sexueller Übergriffe". Die Schauspielerin Charlotte Arnould hatte gegen den französischen Filmstar Anzeige erstattet. "Die Ermittlungskammer ist der Ansicht, dass es in diesem Stadium schwerwiegende oder übereinstimmende Indizien gibt, die es rechtfertigen, dass Gérard Depardieu angeklagt bleibt", erklärte der Pariser Generalstaatsanwalt Rémy Heitz in einer Erklärung. Der 73-jährige Star des französischen Kinos hatte im Mai 2021 beantragt, dass die Anklage bezüglich dieser Vorwürfe für nichtig erklärt wird. Lesen Sie auch: Schauspieler Gérard Depardieu, enger Vertrauter Putins, fordert, “die Waffen ruhen zu lassen Die Ermittlungskammer hatte sich in einer Anhörung am 3. Februar mit dem Antrag Depardieus befasst, dem die Generalstaatsanwaltschaft des Pariser Berufungsgerichts widersprochen hatte. "Die Akte geht nun an die Untersuchungsrichterin zurück, "um die gerichtliche Untersuchung fortzusetzen", teilt Staatsanwalt Rémy Heitz mit. Die zum Zeitpunkt der Beratung im Berufungsgericht anwesende...
Lesen 03.02.2022 14:30Gérard Depardieu fordert die Aufhebung der Anklage wegen Vergewaltigung
Gérard Depardieu ist seit dem 16. Dezember 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Der Schauspieler bestreitet die Anschuldigungen der Schauspielerin Charlotte Arnould und hat bei der Justiz jetzt die Aufhebung der Anklage beantragt. Lesen Sie auch: Gérard Depardieu wurde am 16. Dezember 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Für Gérard Depardieu handelte es sich um eine einvernehmliche Beziehung. Der Schauspieler ist jedoch seit dem 16. Dezember 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung angeklagt. Laut Information von BFMTV muss die Ermittlungskammer des Berufungsgerichts in Paris einen Antrag des Schauspielers prüfen, der die ersatzlose Streichung der Anklage fordert. Ein Video im Besitz der JustizGérard Depardieu...
Lesen 26.11.2021 12:30Gericht lehnt Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab
Die Justiz lehnte bereits am 18. November den Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab, gegen den wegen Vergewaltigung von Minderjährigen ermittelt wird. Ein Gericht lehnte am 18. November den Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab, der unter anderem wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe auf zwei minderjährige Mädchen angeklagt wurde. Dies wurde am Donnerstag aus Justizkreisen bekannt, die damit einen Bericht des Senders BFMTV bestätigten. Der 68-jährige Sänger und Star der 80er Jahre wird verdächtigt, ab 2013 zwei Teenager, die damals zwischen 15 und 17 Jahre alt waren, sexuell belästigt zu haben. Er wurde am 5. November in Paris...
Lesen