Le Pen beansprucht erneut die Präsidentschaftskandidatur – Bardella bleibt Nummer zwei
Paris - 12.07.2026: Marine Le Pen hat nach dem Urteil des Pariser Berufungsgerichts ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 bestätigt und damit die Rollenverteilung im Rassemblement National neu festgelegt. Jordan Bardella, Präsident der Partei und bis vor kurzem als möglicher Ersatzkandidat aufgebaut, steht nun wieder hinter der Vorsitzenden der RN-Parlamentsfraktion. Seine Perspektive liegt vorerst eher im Amt des Premierministers als im Elysée-Palast.Auslöser ist die Entscheidung vom 7. Juli im Verfahren um die Beschäftigung europäischer Parlamentsassistenten des früheren Front National. Das Berufungsgericht bestätigte die Schuld von Marine Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder und verhängte unter anderem eine Haftstrafe, die teilweise unter elektronischer Überwachung vollstreckt werden kann, sowie eine befristete Unwählbarkeit. Le Pen hat Kassationsbeschwerde angekündigt.Die juristische Lage gab Bardella über Monate eine ungewöhnlich starke Stellung. Der 30-jährige Parteichef erklärte wiederholt, er werde kandidieren, falls Le Pen durch die Justiz gehindert werde. Innerhalb des RN liefen deshalb Vorbereitungen für beide Szenarien. Bardella verkörpert den Generationenwechsel, verfügt über hohe Bekanntheitswerte und führte die Partei bei den Europawahlen 2024 als Spitzenkandidat an.Mit Le Pens Entscheidung bleibt die Machtarchitektur jedoch unverändert: Sie behält die politische Letztentscheidung, während Bardella die Partei organisatorisch führt und als zentraler Wahlkampfakteur vorgesehen ist. Das Duo erlaubt dem RN, Kontinuität mit personeller Erneuerung zu verbinden. Zugleich vermeidet die Partei einen offenen Nachfolgekampf, der bei einer Präsidentschaftskandidatur Bardellas unvermeidlich gewesen wäre.Die Rückkehr Le Pens an die Spitze ist politisch bedeutsam, weil sie zum vierten Mal das höchste Staatsamt anstrebt. Sie erreichte...
Lesen 11.07.2026 01:05Bergé zu möglicher Le-Pen-Kandidatur 2027: Wahlkampf beginnt erst, wenn der Gegner feststeht
Paris - 11.07.2026: Aurore Bergé hat am 10. Juli in der Fernsehsendung Les 4 Vérités die Berufungsverurteilung von Marine Le Pen kommentiert und darauf hingewiesen, dass die eigentliche Wahlkampfdynamik erst einsetzt, sobald die Gegnerschaft für 2027 klar ist. Nach ihrer Darstellung ändert das Urteil an der formalen Möglichkeit einer Kandidatur vorerst nichts, solange Rechtsmittel noch offen sind und keine endgültige Unwählbarkeit feststeht.Bergé trennte ausdrücklich zwischen der strafrechtlichen Ebene und der politischen Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend sei, ob und ab wann eine Inéligibilitätsmaßnahme endgültig greift. Ein mögliches Kassationsverfahren könne den rechtlichen Rahmen noch verschieben. Bis zu einer höchstrichterlichen Klärung bleibe der politische Prozess damit offen. Le Pen selbst...
Lesen 09.07.2026 06:06RN macht Frontfrau stark: Marine Le Pen führt, Jordan Bardella rückt auf Nummer zwei
Paris - 09.07.2026: Marine Le Pen hat am 7. Juli in Anwesenheit des Parteichefs Jordan Bardella ihre Kandidatur für die französische Präsidentschaftswahl 2027 erklärt. Der Schritt folgt auf ein Berufungsurteil in Paris, gegen das sie beim Kassationsgerichtshof Rechtsmittel einlegen will. Mit der Rückkehr der langjährigen Frontfigur an die Spitze der Kommunikation ordnet sich die Hierarchie im Rassemblement National (RN) neu: Bardella, zuletzt als mögliche Alternative aufgebaut, tritt wieder als Nummer zwei auf.In den Monaten zuvor hatte der 28-Jährige sein Profil geschärft, unter anderem, weil er strafrechtlich nicht belastet ist und den Generationswechsel im RN verkörpert. Seine starke Präsenz in Medien und im Europawahlkampf hatte Spekulationen...
Lesen 08.07.2026 21:04Rassemblement National intensiviert Werben um Wirtschafts- und Diplomatiekreise
Paris - 08.07.2026: Der Rassemblement National (RN) hat in den vergangenen Monaten seine Kontakte zu Wirtschaftsführern und Diplomaten spürbar ausgebaut. Parteichefin Marine Le Pen und Fraktionschef Jordan Bardella setzten dabei auf diskrete Runden und formelle Gespräche, um Barrieren in bislang reservierten Milieus zu senken und Regierungsfähigkeit zu signalisieren. Nach übereinstimmenden Medienberichten reichten die Formate von vertraulichen Abendessen bis zu Terminen bei Verbänden und Botschaften. Aus dem Wirtschaftsblock sind mehrere Etappen belegt. Am 20. April 2026 wurde Bardella vom Exekutivkomitee des Unternehmerverbands Medef empfangen. In derselben Phase traf Le Pen Führungskräfte aus dem CAC 40 zu Hintergrundgesprächen. Parallel kam es zu Kontakten mit ausländischen Vertretungen, darunter ein Termin Bardellas beim deutschen Botschafter im Frühjahr. Die Taktung der Begegnungen verweist auf die Vorbereitung des Wahljahres 2027, in dem der RN seine Chancen auf den Élysée ausloten will. Strategisch verfolgt die Partei eine doppelte Linie: Sie will das Misstrauen großer Unternehmen gegenüber ihrer früheren wirtschaftspolitischen Positionierung abbauen und zugleich außenpolitische Seriosität vermitteln. Vertreter aus Patronatskreisen begründen ihre Gesprächsbereitschaft mit pragmatischer Interessenwahrung und Informationsbedarf....
Lesen 08.07.2026 16:32Bardella begrüßt Le-Pen-Kandidatur für 2027 – und stellt sich als Frontmann der Kampagne auf
La Flèche - 08.07.2026: Jordan Bardella hat am Mittwoch bei einem gemeinsamen Auftritt mit Marine Le Pen in La Flèche (Département Sarthe) bekräftigt, er freue sich, dass Le Pen „unsere Farben tragen könne“ – gemeint ist die Kandidatur des Rassemblement National (RN) für die Präsidentschaftswahl 2027. Er empfinde „weder Erleichterung noch Enttäuschung“ darüber, selbst nicht anzutreten, sagte der Parteichef. Man werde „Hand in Hand“ arbeiten, um den RN frühzeitig kampagnenfähig zu machen.Der Auftritt erfolgte vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung der Berufungsinstanz im Fall um mutmaßlich unrechtmäßig beschäftigte Assistenten von Europaabgeordneten. Das Urteil hat eine neue Debattenrunde über die politische Zukunft Le Pens ausgelöst. Aus dem RN hieß es, ein möglicher Gang zur Cour de cassation setze die unmittelbaren Folgen der Berufungsentscheidung aus. Le Pens Umfeld verweist darauf, dass Rechtsmittel den Wahlkalender nicht zwangsläufig beeinträchtigen, betont aber, man bereite parallel die organisatorische Seite des Wahlkampfs vor.Bardella stellte die Rollenverteilung als abgestimmt dar: Le Pen stehe für Erfahrung, Bekanntheit und die Fähigkeit, den Markenkern des RN zu verkörpern. Er selbst wolle...
Lesen 08.07.2026 11:44Marine Le Pen bleibt Kandidatin für 2027 und legt Kassationsbeschwerde gegen Berufungsurteil ein
Paris - 08.07.2026: Marine Le Pen, Vorsitzende des Rassemblement National, hat nach ihrer Verurteilung durch die Cour d'appel de Paris am 7. Juli 2026 erklärt, sie werde bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. Zugleich ließ sie über ihre Anwälte mitteilen, dass sie Beschwerde bei der Cour de cassation eingelegt habe. Dieses Rechtsmittel richtet sich ausschließlich gegen die rechtliche Würdigung und das Verfahren, nicht gegen die Tatsachenfeststellung; es kann in bestimmten Konstellationen die Vollziehung einzelner Urteilsfolgen hemmen, bis die Höchstrichter entscheiden.Gegenstand des Verfahrens ist die Affäre um Parlamentsassistentinnen und -assistenten im Europäischen Parlament. Das Berufungsgericht befand Le Pen der Veruntreuung von EU-Mitteln schuldig und verhängte eine Gesamtstrafe,...
Lesen 08.07.2026 11:04RN-Abgeordneter verteidigt Le Pen: Mit dem Pourvoi gelte wieder Unschuldsvermutung
Paris - 08.07.2026: Der RN-Abgeordnete Jean-Philippe Tanguy hat Marine Le Pen nach deren Ankündigung eines pourvoi en cassation demonstrativ den Rücken gestärkt. In einem Interview auf France Inter erklärte er, Le Pen habe „ab dem Moment, in dem sie in Kassation geht, wieder als unschuldig zu gelten“. Gemeint ist die verfassungsrechtlich verankerte Unschuldsvermutung, die in der öffentlichen Debatte häufig als politisches Signal verstanden wird, wenn ein letztinstanzliches Urteil noch aussteht.Auslöser ist das Verfahren um mutmaßlich fingierte Parlamentsassistenten im Europäischen Parlament. Nach Verurteilungen in erster Instanz und Berufung kündigte Le Pen an, den Kassationsgerichtshof anzurufen. Ein pourvoi en cassation richtet sich nicht gegen den Sachverhalt, sondern...
Lesen 08.07.2026 10:05Chenu: “Es gibt nichts mehr zu beschleunigen” – RN wartet auf Kassationsentscheidung nach Le Pens Kandidatur
Paris - 08.07.2026: Nach der offiziellen Erklärung Marine Le Pens, bei der Präsidentschaftswahl 2027 zu kandidieren, hat Sébastien Chenu, Vizepräsident des Rassemblement National (RN) und Abgeordneter aus dem Département Nord, den weiteren Kurs der Partei skizziert. "Es gibt nichts mehr zu beschleunigen", sagte Chenu mit Blick auf den von Le Pen angekündigten Pourvoi vor der Cour de cassation. Der RN akzeptiere den Justizkalender und warte die Entscheidung der obersten Instanz ab, während die Kampagne organisatorisch anlaufe.Auslöser ist das Urteil der Cour d'appel de Paris vom 7. Juli 2026 im Verfahren zu mutmaßlich fingierten Assistenzen im Europäischen Parlament. Eine bestätigte Verurteilung mit verhängter Inéligibilité könnte Le...
Lesen 08.07.2026 07:25Trotz Verurteilung: Le-Pen-Anhänger in Hénin-Beaumont und Amilly bekräftigen Unterstützung
Hénin-Beaumont - 08.07.2026: Wenige Stunden nach ihrer Verurteilung im Berufungsverfahren in der Affäre um die Beschäftigung europäischer Parlamentsassistenten hat Marine Le Pen ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 bekräftigt. Die Cour d'appel de Paris bestätigte demnach wesentliche Teile der Schuldfeststellungen und verhängte eine reduzierte, aber einschneidende Sanktion. Laut veröffentlichten Protokollen umfasst das Urteil Auflagen bis hin zu elektronischer Überwachung. Zugleich bleibt Le Pen rechtlich wählbar, was den politischen Kurs ihrer Partei unmittelbar prägt.In Hénin-Beaumont, einer Hochburg der Rassemblement National, wie auch im mittelfranzösischen Amilly traten Anhängerinnen und Anhänger in lokalen Versammlungen, Gesprächen und spontanen Treffen demonstrativ geschlossen auf. Von kommunalen Mandatsträgern bis zu langjährigen Wahlkämpferinnen...
Lesen 08.07.2026 03:46Marine Le Pen bekräftigt Präsidentschaftsbewerbung und geht nach Berufungsurteil in Kassation
Paris - 08.07.2026: Marine Le Pen hat nach dem Berufungsurteil im Pariser Justizpalast ihre Präsidentschaftsbewerbung für 2027 bekräftigt und zugleich einen Pourvoi en cassation angekündigt. Die Fraktionschefin des Rassemblement National sprach am Abend in der Nachrichtensendung von TF1 von einem „rechtsfehlerhaften“ Urteil und verwies darauf, dass die Kassation allein Rechtsfragen prüft. Aus Justizkreisen hieß es, die in zweiter Instanz teils reduzierte Unwählbarkeit bleibe vorerst bestehen; zugleich könne ein Kassationsantrag in bestimmten Konstellationen die Vollstreckung einzelner Auflagen aussetzen.Das Berufungsgericht hatte laut Mitteilungen den Zeitraum der politischen Sperre verkürzt, aber Elemente einer zuvor verhängten Haftstrafe bestätigt, deren Vollzug unter Hausarrest mit elektronischer Fußfessel vorgesehen ist. Le Pen argumentierte, der Rechtsweg zur Cour de cassation könne klären, ob die rechtliche Begründung des Urteils Bestand hat und inwieweit Vollzugsentscheidungen bis dahin ruhen. Rechtsexperten verweisen darauf, dass die Kassation keine neue Beweisaufnahme zulässt und vor allem die korrekte Anwendung des Rechts kontrolliert. Ein abschließender Entscheid kann mehrere Monate dauern.Politisch ordnet der Schritt die Debatte innerhalb des Rassemblement National neu. Parteichef Jordan Bardella galt Beobachtern als...
Lesen 08.07.2026 02:24Nach Berufungsurteil: Marine Le Pen kündigt Kandidatur 2027 an und zieht vor Kassationsgericht
Paris - 08.07.2026: Die Cour d'appel de Paris hat am 7. Juli 2026 die Verurteilung von Marine Le Pen in der Affäre um Mittel des Europäischen Parlaments bestätigt. Der Fall betrifft die Jahre 2004 bis 2016 und die Beschäftigung von Assistentinnen und Assistenten. In den Berichten ist von einer Freiheitsstrafe mit elektronischer Überwachung sowie finanziellen Auflagen die Rede; zur genauen Tragweite einzelner Nebenfolgen gibt es abweichende Darstellungen. Fest steht: Die Entscheidung verschärft den juristischen Druck auf die langjährige Führungspersönlichkeit des Rassemblement National.Nur Stunden nach dem Urteil trat Le Pen im 20-Uhr-Journal von TF1 auf. Dort erklärte sie, 2027 für das Präsidentenamt zu kandidieren und umgehend...
Lesen 08.07.2026 01:45Le Pen in zweiter Instanz verurteilt: Was das Urteil für die Präsidentschaft 2027 bedeutet
Paris - 08.07.2026: Das Pariser Berufungsgericht hat am 7. Juli 2026 Marine Le Pen im Fall der angeblich missbräuchlichen Beschäftigung von EU-Parlamentsassistenten schuldig gesprochen. Das Urteil reduziert die Dauer der Unvereinbarkeit im Vergleich zur ersten Instanz, bestätigt jedoch eine Freiheitsstrafe, die teilweise unter Hausarrest mit elektronischer Überwachung vollstreckt werden soll. Le Pen kündigte am Abend an, vor die Cour de cassation zu ziehen und ungeachtet des Urteils ihre Präsidentschaftskandidatur 2027 aufrechtzuerhalten.Nach übereinstimmenden Medienberichten sieht das Berufungsurteil eine dreijährige Freiheitsstrafe vor, davon ein Jahr unter elektronischer Überwachung, sowie insgesamt 45 Monate Unvereinbarkeit mit öffentlichen Ämtern, von denen 30 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Juristische Kommentierungen verweisen...
Lesen 07.07.2026 20:06Verurteilung von Marine Le Pen spaltet das RN – Loyalität trifft auf Zweifel an der Wahlchancen
Paris - 07.07.2026: Das Urteil des Pariser Berufungsgerichts gegen Marine Le Pen in der Affäre um mutmaßliche Scheinbeschäftigungen im Europäischen Parlament hat die Anhängerschaft des Rassemblement national (RN) tief gespalten. Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe mit elektronischer Überwachung sowie eine zeitlich befristete Amtsunfähigkeit. Über die genaue Tragweite der Sanktionen und mögliche Konsequenzen für eine künftige Kandidatur wird in juristischen Kreisen noch gestritten. In der Partei prallen derzeit zwei Linien aufeinander. Ein Lager aus Abgeordneten und Aktivisten wertet die Verurteilung als politisch motivierten Angriff und betont die Bindung an die Parteichefin. Andere Funktionäre und Wahlkämpfer äußern offen Sorge um die Außenwirkung und diskutieren nüchtern die Frage, wie der RN seine Erfolgsaussichten bis zur Präsidentschaftswahl 2027 sichern kann. Dabei geht es weniger um Loyalitätsbekundungen als um Strategie: Wie lässt sich der Mobilisierungseffekt der Person Le Pen erhalten, ohne unentschlossene Wähler zu verschrecken? Als naheliegender Ersatz gilt Parteichef Jordan Bardella, der im Europaparlament Profil gewonnen hat. Er vermeidet bislang offene Ansprüche, signalisiert jedoch Bereitschaft, die Partei im Ernstfall zu führen. Für die RN-Spitze entsteht damit ein Balanceakt zwischen Kontinuität und Erneuerung. Kommunikations- und Personalfragen müssen kurzfristig geklärt werden, ebenso Finanzierungs- und Kampagnenstrukturen, die bislang stark auf Le Pen zugeschnitten sind. Erste Reaktionen in Umfragen und Medien spiegeln ein heterogenes Stimmungsbild: Ein harter Kern der RN-Wählerschaft hält demonstrativ zu Le Pen. Zugleich wächst bei einem nicht kleinen Teil die Skepsis, ob wiederholte juristische Auseinandersetzungen die Glaubwürdigkeit der Partei belasten. Kommentatoren verweisen darauf, dass die...
Lesen 07.07.2026 15:26Berufungsgericht bestätigt Schuldspruch gegen Marine Le Pen im EU-Assistentenfall
Paris - 07.07.2026: Die Berufungskammer des Pariser Gerichts hat den Schuldspruch gegen Marine Le Pen in der Affäre um mutmaßlich zu Unrecht über das Europäische Parlament bezahlte Assistenten bestätigt und zugleich einzelne Strafbestandteile neu justiert. Nach Gerichtsangaben blieb die Schuldfrage bestehen, während Teile der Strafe – darunter Anteile zur Bewährung und die Dauer der Unwählbarkeit – gegenüber der ersten Instanz reduziert wurden. Die ehemalige Vorsitzende des Rassemblement National (RN) war bereits erstinstanzlich verurteilt worden, weil Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten in Brüssel geführt worden sein sollen, während sie überwiegend Parteiaufgaben in Frankreich erledigten.Le Pens Anwalt zeigte sich nach der Verkündung „teilweise zufrieden“ und verwies darauf, dass...
Lesen 07.07.2026 15:05Politische Reaktionen nach bestätigter Verurteilung von Marine Le Pen in der Berufung
Paris - 07.07.2026: Die Berufungskammer in Paris hat am Dienstag im Verfahren um die Beschäftigung von Assistenten im Europäischen Parlament die Verurteilung von Marine Le Pen bestätigt und damit eine neue politische Auseinandersetzung ausgelöst. Nach Angaben aus dem Gerichtsumfeld umfasst die Entscheidung strafrechtliche Sanktionen sowie eine befristete Beschränkung der Wählbarkeit, die je nach weiterer Rechtslage teilweise zur Bewährung ausgesetzt sein kann.Aus der linken Opposition kamen umgehend deutliche Reaktionen. Vertreterinnen und Vertreter der Parti socialiste und von La France Insoumise sahen ihre Kritik an der früheren Praxis des Front National beziehungsweise des Rassemblement National bestätigt. Sie forderten, die rechtlichen Konsequenzen vollständig zu vollziehen und betonten die...
Lesen 07.07.2026 12:24Berufungsurteil gegen Marine Le Pen: Ein Jahr elektronische Überwachung, 45 Monate Unwählbarkeit mit Teilbewährung
Paris - 07.07.2026: Ein Berufungsgericht in Paris hat Marine Le Pen am 7. Juli 2026 im Verfahren um die mutmaßliche missbräuchliche Verwendung von EU-Mitteln für Parlamentsassistenten des damaligen Front National/Rassemblement National schuldig gesprochen und eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verhängt. Zwei Jahre der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt, ein Jahr ist unter elektronischer Überwachung zu verbüßen. Zudem ordnete das Gericht 45 Monate Unwählbarkeit an, davon 30 Monate zur Bewährung.Das Urteil weicht in mehreren Punkten von der Entscheidung der ersten Instanz ab. Am 31. März 2025 war Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Mittel zu vier Jahren Haft mit Teilbewährung, 100.000 Euro Geldstrafe und fünf Jahren Unwählbarkeit mit sofortiger Wirkung verurteilt worden. Die Berufung reduzierte nun die effektive Haft und wandelte die Vollstreckung in eine elektronische Überwachung um, während die Unwählbarkeitsfrist teilweise zur Bewährung ausgesetzt wurde. Damit bleibt Le Pen grundsätzlich wählbar, sofern die auf Bewährung ausgesetzten Teile nicht widerrufen werden.Rechtlich ist die Entscheidung noch nicht endgültig. Le Pen kann den Cour de cassation anrufen. In vergleichbaren Fällen prüft das Höchstgericht ausschließlich...
Lesen 07.07.2026 09:05Berufungsurteil zu EU-Assistentenaffäre: Was für Marine Le Pens Wahlchancen 2027 auf dem Spiel steht
Paris - 07.07.2026: Die Berufungsentscheidung im Verfahren gegen Marine Le Pen rückt die Verbindung von Strafrecht und Wahlrecht ins Zentrum der französischen Politik. Das Pariser Berufungsgericht verhandelt die EU-Assistentenaffäre, in der der früheren Chefin des Rassemblement National vorgeworfen wird, Mittel des Europäischen Parlaments für parteiinterne Zwecke eingesetzt zu haben. In erster Instanz war sie verurteilt worden; zur Debatte steht nun insbesondere eine mehrjährige Inéligibilité, also die Unwählbarkeit für öffentliche Ämter.Im Berufungsverfahren plädierte die Staatsanwaltschaft auf eine Bestätigung und Verschärfung des Urteils sowie auf bis zu fünf Jahre Unwählbarkeit. Juristisch entscheidend ist, ob die Richterinnen und Richter die erstinstanzlichen Feststellungen bestätigen und ob die Unwählbarkeit sofort vollziehbar wäre. Laut Verfahrensbeobachtern spielt dabei die vom Erstgericht angeführte Rückfallgefahr eine Rolle. Rechtsmittel zum Kassationsgericht oder Anrufungen des Conseil constitutionnel sind grundsätzlich möglich, entfalten aber nicht zwingend aufschiebende Wirkung, wenn das Gericht die Maßnahme ausdrücklich vollstreckbar erklärt.Politisch hätte eine bestätigte Inéligibilité erhebliche Folgen. Eine direkte Kandidatur Le Pens für 2027 wäre dann kaum realisierbar; das Kräfteverhältnis im Rassemblement National müsste neu geordnet werden. Parteichef...
Lesen 07.07.2026 08:44Berufungsurteil zu EU-Assistentenaffäre: Heikler Tag für Marine Le Pen und den RN
Paris - 07.07.2026: Die Pariser Strafkammer verkündet am Dienstag das Berufungsurteil in der Affäre um mutmaßlich missbräuchlich verwendete Mittel des Europäischen Parlaments durch den früheren Front National, heute Rassemblement National (RN). Im Kern geht es um die Beschäftigung von Assistenzkräften zwischen 2004 und 2016: Ermittler und Anklagebehörde werfen vor, dass Gehälter aus Brüsseler Budgets zur Finanzierung parteipolitischer Tätigkeiten in Frankreich genutzt worden seien. In erster Instanz waren 2025 mehrere Angeklagte, darunter Marine Le Pen, verurteilt worden. Sie bestreitet die Vorwürfe und legte Berufung ein.Politisch ist der heutige Termin brisant. Sollte die Berufungsinstanz wesentliche Schuldsprüche bestätigen und eine Unwählbarkeit verhängen, würde das die Präsidentschaftsstrategie für 2027...
Lesen 07.07.2026 07:24In Hénin-Beaumont wächst die Unruhe vor dem Urteil gegen Marine Le Pen
Hénin-Beaumont - 07.07.2026: In Hénin-Beaumont, dem seit Jahren gepflegten politischen Einsatzgebiet von Marine Le Pen im Pas-de-Calais, richten sich die Blicke auf den Pariser Berufungsgerichtshof. Dort wird über die Bestätigung oder Aufhebung eines Urteils entschieden, das Le Pen wegen der Affäre um mutmaßlich falsch abgerechnete Assistentenstellen im Europaparlament zu einer mehrjährigen Unwählbarkeit verurteilt hatte. Eine Bestätigung träfe unmittelbar ihre Präsidentschaftsambitionen für 2027 – ein Szenario, das in ihrem nordfranzösischen Stammland für spürbare Unruhe sorgt.In Cafés und Vereinslokalen berichten Unterstützer von Verunsicherung und Ärger, aber auch von nüchterner Vorsorge. Viele verweisen auf die enge Beziehung, die Le Pen über fast zwei Jahrzehnte zu den ehemaligen Bergbaustädten...
Lesen 07.07.2026 06:06Präsidentschaft 2027: Beim RN entscheiden nicht nur Personen, sondern Recht und Strategie
Paris - 07.07.2026: Das Urteil der Cour d'appel de Paris über die Berufung von Marine Le Pen im Verfahren um die mutmaßliche Veruntreuung von EU-Mitteln gilt als Wegmarke für die Präsidentschaftswahl 2027. Bestätigt die Justiz eine Sperre, könnte Le Pen formal antritts- oder amtsfähig eingeschränkt werden. In diesem Szenario rückt Parteichef Jordan Bardella als operativ vorbereitete Ersatzoption in den Vordergrund. Offiziell betont das Rassemblement National (RN) Geschlossenheit: Le Pen bleibt kommunikatives Aushängeschild; für den Fall eines juristischen Hindernisses würde sie Bardella „mit Energie und Vertrauen“ unterstützen.Strategisch setzt das RN damit auf ein Doppelmodell. Le Pen steht für Bekanntheit, Kontinuität und eine eingeübte Wahlkampfroutine. Bardella, seit...
Lesen 07.07.2026 04:04Urteil am 7. Juli in Paris: Was die Entscheidung zur Assistentenaffäre für Le Pens Wählbarkeit 2027 bedeutet
Paris - 07.07.2026: Die Cour d'appel de Paris verkündet an diesem Dienstag ihr Urteil im Berufungsverfahren zur Beschäftigung europäischer Parlamentsassistenten, das Marine Le Pen und den Rassemblement National betrifft. Im Kern geht es um den Vorwurf, EU-Mittel seien zwischen 2004 und 2016 zweckwidrig zum Vorteil der Partei eingesetzt worden. Das erstinstanzliche Urteil vom März 2025 hatte Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Mittel schuldig gesprochen und eine Aberkennung des Wahlrechts mit sofortiger Wirkung vorgesehen. In der Berufungsverhandlung im Februar forderte die Staatsanwaltschaft fünf Jahre Aberkennung des Wahlrechts sowie vier Jahre Freiheitsstrafe, davon ein Jahr unbedingt.Für die Präsidentschaftswahl 2027 ist juristisch zweierlei entscheidend: die Dauer der Aberkennung...
Lesen 06.07.2026 15:24Berufungsurteil am 7. Juli: Gericht entscheidet über Le Pens Wählbarkeit – RN stellt sich auf Alternativszenario mit Bardella ein
Paris - 06.07.2026: Die Cour d'appel de Paris will am Dienstag, dem 7. Juli, ihr Urteil im Berufungsverfahren zur Beschäftigung parlamentarischer Assistenten verkünden. Die Entscheidung könnte unmittelbar klären, ob Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten darf. In erster Instanz war sie am 31. März 2025 verurteilt worden – unter anderem zu einer mehrjährigen Unwählbarkeit. Gegen dieses Urteil legte sie Berufung ein.Mit dem Spruch der Berufungsrichter stehen mehrere Szenarien im Raum: Sie könnten die Unwählbarkeit bestätigen, die Strafe abmildern oder das Urteil aufheben. Politisch hätte jede Variante spürbare Folgen. Im Fall einer bestätigten Unwählbarkeit würde das Rassemblement National (RN) nach bisheriger Lesart Parteichef Jordan Bardella als Spitzenkandidaten aufstellen. Er hat mehrfach erklärt, er stehe bereit, sollte Le Pen rechtlich gehindert sein. Innerhalb des RN gilt Le Pen gleichwohl als prägende Figur, die den Wahlkampf strategisch und inhaltlich geprägt hat.Juristisch ist vor allem der Zeitpunkt entscheidend: Maßgeblich ist, ab wann eine Unwählbarkeit wirkt und ob Rechtsmittel oder Fristen die praktische Umsetzung beeinflussen. Fachleute verweisen darauf, dass auch aufschiebende Wirkungen, Bewährungsauflagen...
Lesen 06.07.2026 04:04Berufungsurteil am 7. Juli: Gericht entscheidet über Unwählbarkeit von Marine Le Pen
Paris - 07.07.2026: Die Cour d'appel de Paris entscheidet an diesem Dienstag über die Berufungen im Verfahren um mutmaßlich missbräuchlich beschäftigte parlamentarische Assistenten im Umfeld des Rassemblement National. In erster Instanz war Marine Le Pen zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung, einer empfindlichen Geldstrafe sowie fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt worden. Das ausstehende Urteil wird klären, ob das Strafmaß ganz, teilweise oder gar nicht bestätigt wird und ob eine Unwählbarkeit sofort wirksam ist.Politisch steht viel auf dem Spiel. Wird eine Unwählbarkeit von mehr als zwei Jahren bestätigt, wäre Le Pen de facto aus dem Rennen um die Präsidentschaft 2027. Im RN gilt Jordan Bardella in diesem Szenario...
Lesen 06.07.2026 02:04Berufungsurteil am 7. Juli: Was für Marine Le Pen und die Präsidentschaft 2027 auf dem Spiel steht
Paris - 06.07.2026: Die Berufungskammer in Paris will am Dienstag, dem 07.07.2026, ihr Urteil in der Affäre um angeblich zu Unrecht als Parlamentsassistenzen abgerechnete Tätigkeiten für den damaligen Front National und heutigen Rassemblement National verkünden. Der Ausgang gilt als politisch brisant: Er könnte darüber entscheiden, ob Marine Le Pen formell wählbar bleibt und ihre angekündigte Option auf eine Präsidentschaftskandidatur 2027 hält.In erster Instanz war Le Pen im März 2025 verurteilt worden. Die Anklage geht davon aus, dass EU-Mittel in Millionenhöhe zweckwidrig verwendet wurden, weil Assistenztätigkeiten de facto parteipolitischen Aufgaben gedient hätten. In der Berufung plädierte der Generalstaatsanwalt laut Verfahrensangaben und Medienberichten für eine Bestätigung des...
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