Nach Berufungsurteil: Marine Le Pen kündigt Kassationsbeschwerde an und bekräftigt Präsidentschaftsbewerbung
La Flèche - 08.07.2026: Die Cour d'appel de Paris hat Marine Le Pen am 7. Juli 2026 im Berufungsverfahren im Zusammenhang mit der Affäre um EU-Parlamentsassistenten schuldig gesprochen. Nach Gerichtsangaben wurden über Jahre hinweg Mitarbeitende, die aus Mitteln des Europäischen Parlaments bezahlt wurden, de facto für Parteiaufgaben des damaligen Front National eingesetzt. Damit bestätigte das Berufungsgericht im Kern die Feststellungen des Tribunal judiciaire de Paris aus dem Jahr 2025, die bereits von umfangreichen Rückforderungen und strafrechtlichen Sanktionen ausgingen.Die in Paris verhängten Strafen umfassen laut Urteil Geldbußen sowie Freiheitsstrafen mit teilweisem Vollzug und Bewährungsanteilen. Zudem wurde eine zeitweilige Unfähigkeit ausgesprochen, öffentliche Ämter auszuüben. Die genaue Dauer und Modalitäten dieser Inhabilitierung sind für den politischen Betrieb bedeutsam, da sie die Teilnahme an bestimmten Funktionen betreffen kann. Juristinnen und Juristen weisen jedoch darauf hin, dass ein laufendes Kassationsverfahren die Rechtskraft zwar nicht automatisch hemmt, einzelne Vollstreckungsfragen aber bis zur Entscheidung ausgesetzt oder angepasst werden können.Unmittelbar nach der Urteilsverkündung erklärte Le Pen in einem Fernsehinterview, sie werde Beschwerde vor der Cour de cassation einlegen. Parallel bekräftigte sie ihre Bewerbung für die Präsidentschaftswahl 2027. Damit setzt die Fraktionschefin des Rassemblement National auf eine Doppelspur: rechtliche Anfechtung des Urteils und politischer Vorstoß zur Mobilisierung ihrer Anhängerschaft. Aus ihrem Umfeld heißt es, man sehe in der Kassation die Chance, Verfahrensfragen und die rechtliche Würdigung der Tätigkeiten der Assistenten überprüfen zu lassen.Für den Vormittag des 8. Juli ist ein öffentlicher Auftritt Le Pens auf dem Markt von La...
Lesen 08.07.2026 02:05Marine Le Pen legt Kassationsbeschwerde ein und bekräftigt Kandidatur für 2027
Paris - 08.07.2026: Marine Le Pen hat am Abend des 7. Juli 2026 im Abendjournal von TF1 mitgeteilt, gegen ihre Verurteilung in der Affäre um mutmaßlich fiktive Assistenten des Europäischen Parlaments Kassation einzulegen. Zugleich bekräftigte die Chefin des Rassemblement national (RN), bei der Präsidentschaftswahl 2027 anzutreten. Die Cour d’appel de Paris hatte sie zuvor in zweiter Instanz schuldig gesprochen. Le Pen erklärte, sie habe „saubere Hände“ und vertraue auf die Rechtsmittelinstanzen, um ihre Unschuld feststellen zu lassen.Nach übereinstimmenden Medienberichten umfasst das Urteil Freiheitsstrafen auf Bewährung, Geldbußen und Anteile einer Inéligibilité. Angaben zur genauen Dauer und zu einzelnen Modalitäten differieren je nach Quelle. Grundsätzlich entfaltet ein...
Lesen 24.11.2025 07:58„Ich gebe absolut nicht auf“ – Marine Le Pen bleibt entschlossen, 2027 für das Präsidentenamt zu kandidieren
Marine Le Pen zeigt sich kämpferisch. Trotz eines Urteils, das ihre politische Zukunft gefährden könnte, bekräftigte die Vorsitzende der Fraktion des Rassemblement National (RN) am vergangenen Wochenende ihre Entschlossenheit, bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 erneut anzutreten. In einem Interview betonte sie: „Ich gebe absolut nicht auf, ich bin äußerst kampfbereit.“ Die Äußerung folgte auf mediale Spekulationen über einen möglichen Rückzug, nachdem Details zu ihrem bevorstehenden Berufungsverfahren öffentlich wurden. Sie stellte klar, dass es sich dabei keineswegs um eine Resignation handle – vielmehr sehe sie sich durch die juristische Lage gezwungen, auch einen alternativen Fahrplan in Betracht zu ziehen, sollte ein Urteil in letzter Instanz zu...
Lesen 17.08.2025 06:54Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt
Es ist der 14. August 2025, als die Mitarbeiter der Société Protectrice des Animaux (SPA) in ein Haus in Durnes, im französischen Département Doubs, gerufen werden. Was sie dort finden, ist kaum in Worte zu fassen: elf Hundekadaver in fortgeschrittener Verwesung, auf dem Boden verstreut zwischen Müllbergen und Gestank. Drei abgemagerte Hunde und ein schwaches Kätzchen klammern sich an ihr Leben – ausgehungert, verdurstet, gezwungen, ihre eigene Urinlache zu trinken. Eine Szene wie aus einem Albtraum. Und doch bittere Realität. Eine Wiederholungstat, die schockiert Die Besitzerin des Hauses ist keine Unbekannte. Christelle T., 41 Jahre alt, war bereits im Dezember 2024 verurteilt worden – damals wegen Tierquälerei an Ponys im Parc Micaud in Besançon. Das Urteil schien zunächst ein Signal: Justiz und Gesellschaft dulden kein solches Verhalten. Doch die Frau durfte trotz ihrer Verurteilung weiterhin Tiere halten. Keine Auflagen, keine Verbote. Das Ergebnis sehen wir jetzt in Durnes. Elf tote Hunde. Mehrere Tiere, die nur knapp dem Tod entrinnen. Eine Wiederholungstat, die das Vertrauen in die Wirksamkeit der französischen Justiz...
Lesen 23.04.2025 05:49Rassemblement National: Millionenstrafe erschüttert Marine Le Pens Partei
Ein Paukenschlag aus Brüssel: Das Europäische Parlament fordert vom französischen Rassemblement National (RN) mehr als 3,5 Millionen Euro an Schadensersatz. Grund dafür ist der spektakuläre Prozess rund um die sogenannte Affäre der parlamentarischen Assistenten. Ein Verfahren, das die europäische Politik schon seit Jahren beschäftigt – und das nun endgültig den Geldbeutel des RN strapaziert. Doch der Reihe nach. Ein Betrugssystem über Jahre Die Geschichte beginnt zwischen 2004 und 2016. In dieser Zeit beschäftigte der RN – damals noch Front National – parlamentarische Assistenten auf Kosten des Europäischen Parlaments. Offiziell arbeiteten diese für die Abgeordneten in Brüssel und Straßburg. In Wirklichkeit jedoch waren viele von ihnen für Parteiarbeit in Frankreich abgestellt – ein klarer Missbrauch von EU-Geldern. Der Coup flog auf, Ermittlungen folgten. Das Ergebnis: Am 31. März 2025 verurteilte das Pariser Strafgericht den RN und mehrere hochrangige Parteimitglieder, darunter auch Marine Le Pen selbst, wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder. Das Urteil sah Haftstrafen, Geldbußen und sogar politische Ämtersperren vor. Besonders bitter: Das Europäische Parlament kann aufgrund der verhängten vorläufigen Vollstreckung sofort...
Lesen 17.04.2024 07:14Neue Gesetzesinitiative in Frankreich: Strengere Strafen für Eltern jugendlicher Straftäter
In Frankreich steht eine bedeutende Gesetzesänderung bevor, die von Justizminister Éric Dupond-Moretti vorangetrieben wird. Der Entwurf zielt darauf ab, die Strafen für Eltern zu verschärfen, deren minderjährige Kinder straffällig geworden sind. Doch was beinhaltet dieser Gesetzentwurf genau, und warum hält es der Justizminister für notwendig, solche Maßnahmen zu ergreifen? Was beinhaltet der Gesetzentwurf? Der Entwurf sieht vor, die bereits bestehenden Sanktionen zu verschärfen. Derzeit können Eltern, deren Kinder mehrere Verbrechen oder Vergehen begangen haben, zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 30.000 Euro verurteilt werden. Sollte der Gesetzentwurf wie nun geplant verabschiedet werden, könnte sich die mögliche Gefängnisstrafe auf drei Jahre erhöhen, und die...
Lesen 20.12.2020 11:47Sechs Banken wegen überhöhter Kartengebühren zu Geldstrafen verurteilt
Die Generaldirektion für Wettbewerb hat sechs französische Banken mit einer Geldstrafe von fast 3 Millionen Euro belegt, weil sie überhöhte Gebühren im Zusammenhang mit Karten-Transaktionen erhoben haben. Gegen sechs französische Banken wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt mehr als 2,8 Millionen Euro verhängt, weil sie überhöhte Gebühren für Bankkartenzahlungen berechnet hatten. Diese Geldbußen wurden von der Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherfragen und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) gegen BNP Paribas (1,494 Mio. EUR), Banque Postale (1,168 Mio. EUR), Banque Populaire du Grand Ouest (74.446 EUR), Banque Afone (58.200 EUR), Caisse Régionale Crédit Agricole Normandie (48.276 EUR) und Caisse Fédérale du Crédit Mutuel Maine Anjou Basse-Normandie (35.600 EUR) verhängt. Bei...
Lesen 10.12.2020 13:12Frankreich straft Google und Amazon-Tochtergesellschaft mit 135 Millionen Euro für nicht autorisierte Cookies
Frankreichs CNIL-Datenschutzbeauftragter sagte am Donnerstag, er habe Google zweimal wegen Werbung mit Cookies zu einer Geldstrafe von insgesamt 100 Millionen Euro und eine Amazon-Tochter zu einer Geldstrafe von 35 Millionen Euro verurteilt. Die Regulierungsbehörde sagte, die Geldstrafen seien "für das Platzieren von Werbe-Cookies auf den Computern der Nutzer - ohne vorherige Zustimmung und ohne angemessene Information". Ein Cookie ist ein kleines Datenelement, das im Browser eines Benutzers gespeichert wird und es Websites ermöglicht, Benutzer zu identifizieren und sich an ihre früheren Aktivitäten zu erinnern. Die CNIL sagte, dass, wenn ein Benutzer die Website google.fr besuchte, mehrere Cookies, die zu Werbezwecken verwendet wurden, automatisch auf seinem...
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