Tag & Nacht

In einem bemerkenswerten Gerichtsverfahren wurde die Vermietungsplattform Airbnb zur Zahlung von 1,38 Millionen Euro an die Gemeindeverwaltung der Île d’Oléron verurteilt. Dieses Urteil wurde vom Tribunal judiciaire de La Rochelle am Dienstag, den 16. April gefällt. Grund für die Strafe sind Versäumnisse bei der Abführung der Kurtaxe im Jahr 2022, wie France Bleu La Rochelle berichtet.

Airbnb, das als global agierendes Unternehmen aus den USA bekannt ist, hat nachweislich gegen die Verpflichtungen zur Erhebung und Weiterleitung der Kurtaxe im Departement Charente-Maritime verstoßen. Das Urteil markiert nicht den ersten Vorfall dieser Art. Bereits im Jahr 2021 wurde die Plattform zu einer Zahlung von 30.000 Euro für ähnliche Vergehen in derselben Region verurteilt.


Die wiederholten Rechtsverstöße waren verantwortlich für die Höhe der Strafe. Maître Jonathan Bellache, der Anwalt der Gemeinde, kommentierte das Urteil wie folgt: „Die Höhe der Strafe spiegelt die Schwere der Verfehlungen der Plattform wider. Es ist unentschuldbar, dass nach der Verurteilung für das Jahr 2021 erneut Verstöße für das Jahr 2022 begangen wurden.“

Dieser Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen lokalen Verwaltungen und internationalen Online-Plattformen, insbesondere in Bezug auf lokale Abgaben und Steuern. Es bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die zukünftigen Operationen von Airbnb und ähnlichen Plattformen auswirken wird.


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