Tag & Nacht

Die französische Regierung hat am Montag, dem 25. September, eine Kampagne zur Prävention von schweren und tödlichen Arbeitsunfällen gestartet. Der Arbeitsminister möchte ein Umdenken in der öffentlichen Meinung auslösen, da solche Unfälle immer noch 700 Todesfälle pro Jahr verursachen.

Dieser neue TV-Spot soll realistisch wirken. Er wurde an einem echten Arbeitsplatz gedreht und orientiert sich für mehr Glaubwürdigkeit an Dokumentarfilmen. Der Moment des Dramas wird nur andeutet, ohne ihn zu zeigen. Im Jahr 2021 ereigneten sich in Frankreich 640.000 Arbeitsunfälle, davon 39.000 schwere Unfälle. Fast 700 Personen starben an den Folgen dieser Unfälle. Für den Arbeitsminister ist diese Situation unhaltbar. „Es gibt immer noch zu viele schwere und tödliche Arbeitsunfälle, das ist inakzeptabel, und deshalb müssen die Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen weiter verstärkt werden“, erklärte Olivier Dussopt.

Frankreich steht in der EU schlecht da
Es gibt zwar eine Reihe von Maßnahmen, aber bestimmte Kategorien sind bei den Unfällen deutlich überrepräsentiert, wie etwa neu Eingestellte Arbeiter, die manchmal schlecht ausgebildet sind, Leiharbeitnehmern oder auch an andere Firmen entliehene Arbeitnehmer. Seit zehn Jahren sinken die Zahlen nicht mehr, als ob sie zur Wirklichkeit der Arbeitswelt gehörten. Frankreich in der Europäischen Union ganz schlecht da, was Arbeitsunfälle angeht. „Jeden Tag sterben zwei Menschen bei der Arbeit und über 100 werden schwer verletzt“, erklärt der TV-Spot in seinem letzten Satz.


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