Tag & Nacht

In der Nacht vom 11. auf den 12. März wurde ein bedeutender Schritt in Richtung der Autonomie Korsikas unternommen. Die französische Regierung und lokale Abgeordnete haben eine Einigung erzielt, die den Weg für die Eigenständigkeit der Insel ebnet.

Zwei Jahre, nachdem die Autonomie Korsikas erstmals von der Regierung in Aussicht gestellt wurde, erscheint diese Nachricht am Dienstag, dem 12. März, prominent in den lokalen Medien. Der französische Innenminister und lokale Vertreter Korsikas haben sich auf ein Dokument geeinigt, das die spezifischen Interessen der sogenannten „Insel der Schönheit“ festschreibt. „Vielleicht haben wir dadurch eine bessere Kontrolle darüber, was auf der Insel passiert, einschließlich der Bauvorhaben und möglicherweise auch der Transportangelegenheiten“, sagt ein Passant gegenüber dem Sender France 2. Durch den neuen Status könnte Korsika einige nationale Gesetze an die einzigartigen Gegebenheiten der Insel anpassen.

Das ausgehandelte Abkommen sieht jedoch keinen speziellen Wohnsitzstatus vor, wie von nationalistischen Abgeordneten gefordert, und auch die Anerkennung der korsischen Sprache bleibt aus. Trotz des bedeutenden Fortschritts, der mittlerweile erzielt wurde, ist der Weg zur Autonomie Korsikas noch lang. Der Text muss zunächst noch von der korsischen Versammlung und dann vom französischen Parlament verabschiedet werden. Sollten alle diese Institutionen zustimmen, könnte der Präsident der Republik eine entsprechende Reform der Verfassung in die Wege leiten.


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