Coronavirus-Impfung: Regierungsstrategie zunehmend in der Kritik

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Bis zum 30. Dezember waren in Frankreich weniger als 200 Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Die Regierung verteidigt ihre Strategie, aber die politische und medizinische Kritik wächst.

Sind die Wartezeiten für die Impfung in Frankreich zu lang? Während in Großbritannien bereits 800.000 Menschen geimpft wurden, in Deutschland mehr als 78.000 und in Italien mehr als 8.600, hinkt Frankreich mit nur 138 Geimpften hinterher. Dieser lange Anlauf wird vom Gesundheitsminister Olivier Véran verteidigt, der am Dienstag, dem 29. Dezember, in den Fernsehnachrichten von France 2 seine Strategie begründete: “Wir brauchen Zeit für Information und Aufklärung”. In den Altersheimen dauert es durchschnittlich 30 Minuten, bis die Zustimmung eines Patienten für die Impfung vorliegt.

Nicht schnell genug?
Während einige Gesundheitsspezialisten der Meinung sind, dass diese Aufklärungsmaßnahmen notwendig sind, um ein Klima des Vertrauens zu schaffen, fordern andere eine Ausweitung der Impfung, insbesondere auf das medizinische Personal. Kann mit diesen Verzögerungen der von der Regierung geplante Zeitplan für die Impfung von 1 Million Menschen, die bis zum 31. Januar ihre erste Injektion erhalten haben, eingehalten werden? Für einen Infektiologen ist es nicht nur notwendig, “diesen Zeitplan zu respektieren, oder sogar schneller vorzugehen”, um zu vermeiden, dass “Intesivstationen und Krankenhäuser gesättigt werden”.

Phase 2 der Impfung soll im Februar beginnen und 14 Millionen Franzosen betreffen.


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