Covid-19 in Frankreich: 32.000 Kontaminationen in 24 Stunden, Castex bereitet “Regeln” über “lange Zeit” vor.

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Die dritte Welle ist im vollen Gang und die Zahl der Patienten in der Intensivstation haben den damaligen Höchststand der zweiten Welle nun überschritten.

Frankreich verzeichnete am Samstag mehr als 32.000 neue Covid-19-Kontaminationen, verglichen mit mehr als 23.500 am Tag zuvor. Darüber hinaus wurden 359 neue Todesfälle in Krankenhäusern registriert, so die von Santé publique France veröffentlichten Zahlen.

Frankreich verzeichnete am Samstag, dem 14. November, 32.095 neue Covid-19-Kontaminationen, verglichen mit 23.764 am Tag zuvor, und 359 neue Todesfälle im Krankenhaus aufgrund des Coronavirus, teilte Santé publique France mit.

Die Rekordzahl der täglichen Kontaminationen war in der Vorwoche mit 86.852 erreicht worden. Ebenso wie die Rekordzahl der Todesopfer (551) für diese zweite Welle. Am Freitag starben 467 Menschen und 473 kamen auf die Intensivstation.

Insgesamt fordert die Epidemie in Frankreich nun 44.246 Todesopfer bei 1.954.599 bestätigten Ansteckungsfällen.

Krankenhausaufenthalte übersteigen Frühlingshoch

Die Zahl der Menschen, die auf Intensivstationen stationär behandelt werden, liegt derzeit bei 4.855, gegenüber 4.887 am Freitag, was bedeutet, dass seit dem Vortag fast 500 Menschen aus diesen Stationen entlassen wurden.

Die Zahl der aufgrund von Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesenen Personen liegt bei fast 32.500, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vortag bedeutet.

In dieser Woche übertraf die Zahl der Krankenhauseinweisungen den während der ersten Welle im Frühjahr erreichten Höchststand, der am 14. April bei 32.292 Patienten lag.

Die Testpositivitätsrate ist mit 17,3% weiterhin rückläufig. Anfang November überstieg sie 20%.

“Langfristiges Leben mit dem Virus”

In einem Interview mit der Tageszeitung Le Monde am Sonntag warnte Premierminister Jean Castex, dass wir “lange mit dem Virus leben müssen”.

“Eines ist sicher: Festliche, familiäre Zusammenkünfte in Festsälen werden lange Zeit nicht wieder aufgenommen werden können. Ebenso werden Bars und Restaurants, die ebenfalls zu den stark kontaminierenden Orten gehören, ab dem 1. Dezember nicht wieder öffnen können, anders als z.B. Spielzeugläden”, erklärt er.

“Solange wir keinen Impfstoff haben, müssen wir eine die Spielregeln gewissenhaft einhalten”, sagt der Regierungschef, der am Donnerstag die Strategie bis Ende 2020 vorgestellt hat, aber auch an die Zeit danach denkt, möglicherweise bis zum Sommer 2021.

Am Montag bestätigten das amerikanische Labor Pfizer und die deutsche BioNTech, dass ihr Impfstoffkandidat “90% wirksam” gegen Covid-19 sei, so die derzeit laufende groß angelegte Phase-3-Studie, die letzte Stufe vor einem Zulassungsantrag, was eine Welle der Hoffnung in der Welt auslöste.

Doch die französische Regierung bleibt auf der Hut. “Die Aussicht auf einen Impfstoff rückt immer näher. Es gibt das Pfizer-Projekt, aber es gibt noch viele andere, die sich in der Erprobungsphase befinden. Es ist notwendig, sich vorzubereiten und gleichzeitig vorsichtig zu sein”, sagt Jean Castex, der versichert, “die Bestellungen für Impfstoffe bereits aufgegeben zu haben”.


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