Covid-19: Regierung tendiert zu einem mindestens 4-wöchigen nationalen Lockdown

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Regierungsquellen zufolge ist eine vierwöchige Umschulung die bevorzugte Option, wobei die Schulen offen bleiben und die Telearbeit in den Unternehmen verstärkt wird, berichtet franceinfo.

Während Emmanuel Macron am Mittwoch, den 28. Oktober um 20.00 Uhr sprechen wird, um dem französischen Volk neue Maßnahmen zur Bekämpfung der zweiten Welle der Covid-19-Epidemie anzukündigen, wird die Idee eines erneuten nationalen Lockdowns innerhalb der Regierung breit diskutiert, berichtet franceinfo am Dienstag nach der Sitzung des Verteidigungsrats am Vormittag.

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Tipp der Redaktion

Regierungsquellen und mehrere Bürgermeister von Großstädten sprechen laut franceinfo von einer vierwöchigen ganztägigen Ausgangssperre. Beginn Donnerstag um Mitternacht? Möglicherweise. Ein hochrangiger Minister sagt gegenüber franceinfo: “Das Virus galoppiert erschreckend schnell, wir müssen sehr schnell handeln”.

Auf dem Weg zu einer nationalen Maßnahme
Das Ziel ist es, die Aufwärtskurve der Epidemie zu unterbrechen, heißt es bei Mitgliedern der Exekutive. Es gehe nicht mehr darum, zu versuchen, die Maßnahmen auf lokale Ebene zu beschränken. Es sei unmöglich, das Risiko einzugehen, dass Departements, die noch relativ unversehrt sind, ihrerseits umkippen, erfährt franceinfo aus dem Elysée-Palast. Die Maßnahme wird daher aller Vorraussicht nach national sein. Die Regierung plant die Abschaffung des Territorialitätsprinzips, um die Krankenhauskapazitäten auf nationaler Ebene besser zu planen und die Verlegung von Patienten landesweit zu ermöglichen.

Die ganztägige Ausgangssperre wird jedoch nicht unter den gleichen Bedingungen stattfinden wie im März, als es weder Masken noch Tests gab. Aber es wird natürlich auch jetzt darum gehen, die sozialen, privaten und beruflichen Interaktionen mit der Ausgabe von “Ausgangszertifikaten” so weit wie möglich einzuschränken.

Schulen noch offen, Telearbeit verstärkt
Emmanuel Macron will keine Schulen oder Colleges schließen. Auf der anderen Seite wird die Entwicklung des Fernunterrichts in den Gymnasien erwogen. An der Universität wird dies bereits umgesetzt: keine Vorlesungen mehr in Hörsälen, keine Tutorien in größeren Gruppen.

In Unternehmen solle die Telearbeit vermehrt angewendet werden, wobei das Ministerium bis Ende der Woche eine neue Version des Gesundheitsprotokolls vorbereiten solle.

Alle diese Entscheidungen werden am Mittwoch, dem 28. Oktober, am Vormittag im Verteidigungsrat getroffen, bevor Emmanuel Macron am Abend das Wort ergreift.
Am Donnerstag, dem 29. Oktober, wird Jean Castex vor der Nationalversammlung und dem Senat sprechen, wo eine Debatte mit anschließender unverbindlicher Abstimmung stattfinden wird.


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