Das Image von Emmanuel Macron verbessert sich einer Umfrage zufolge vor allem bei jungen Leuten.

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Der Präsident hat sein Sympathiekapital aufgestockt. Er wird als bürgernäher und bescheidener wahrgenommen. Auf der anderen Seite wird sein Vorgehen sowohl hinsichtlich der Gewalt als auch seines Umgangs mit der Covid-Krise und der Wirtschaft heftig kritisiert.

Das Image von Emmanuel Macron verbessert sich, so eine am Freitag, dem 4. Dezember veröffentlichte Odoxa-Dentsu-Beraterumfrage für Franceinfo und Le Figaro. 43% der befragten Franzosen halten ihn für einen guten Präsidenten, 7 Punkte mehr als im Februar 2020, vor der Covid-19-Krise.

Dieser Anstieg ist vor allem bei jungen Menschen zu beobachten: 49% der 18-24-Jährigen beurteilen die Bilanz des Staatspräsidenten positiv, 7 Punkte mehr als im Februar. An sie wird sich Emmanuel Macron am Freitagnachmittag in einem Interview mit dem Online-Medium Brut wenden.

Besser, aber eine Mehrheit schlechter Meinungen
In Bezug auf das Image hat sich die Wahrnehmung von Emmanuel Macron verbessert: Der Anteil der Franzosen, die ihn als sympathisch (47%, +2 Punkte gegenüber Juli 2018) und demütig (25%, +8 Punkte gegenüber Juli 2019) einschätzen, steigt ebenso wie der Anteil der Franzosen, die ihn als menschennah (28%, +4 Punkte gegenüber Juli 2019) und bescheiden (25%, +8 Punkte gegenüber Juli 2019) einschätzen.

Doch selbst wenn sich das Image des Staatschefs verbessert, beurteilt ihn die Mehrheit der Franzosen weiterhin negativ: 57% der befragten Franzosen halten ihn für einen schlechten Präsidenten, im Vergleich zu 64% im Februar 2020. Unter den linken Anhängern halten 59% Emmanuel Macron für einen schlechten Präsidenten. Bei den republikanischen Anhängern sind es 50%, bei den Anhängern des “Rassemblement national” 83%. Es überrascht nicht, dass unter den Anhängern von “La République en marche” nur ihn nur 8% für einen schlechten Präsidenten halten.

Emmanuel Macron ist “der Aufgabe nicht gewachsen”, so eine Mehrheit der Franzosen.
Die Mehrheit der Franzosen ist der Meinung, dass Emmanuel Macron in Terrorismusfragen (61%), bei Bewältigung der Covid-19-Epidemie (62%) und noch stärker in Sicherheits- und Polizeifragen (74%) nur eine unterdurchschnittliche Performance zeigt.

Darüber hinaus sind viele Befragte der Meinung, die Regierungspolitik begünstige die wohlhabendsten Franzosen. Auf die Frage nach der Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik geben 65 % der Franzosen an, dass diese eher Führungskräfte und 60 % Unternehmens-Inhaber und Selbständige begünstigt.

Diese Umfrage wurde am 2. und 3. Dezember 2020 per Internet bei einer Stichprobe von 1.004 Franzosen durchgeführt, die repräsentativ für die französische Bevölkerung ab 15 Jahren war.


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