Tag & Nacht

Der französische Präsident Emmanuel Macron drückte seine Hoffnung aus, dass Frankreich nicht in den Konflikt in der Ukraine eingreifen muss. In einer Videobotschaft, in der er auf Fragen zu Europa antwortete, betonte Macron die kritische Lage und die Herausforderungen, mit denen sich Frankreich angesichts des Konflikts zwischen Moskau und Kiew konfrontiert sieht.

Der Präsident bekräftigte, dass die Ukraine von Russland angegriffen wurde und betonte die Notwendigkeit, Russland davon abzuhalten, weiter vorzurücken. „In der Ukraine geht es um die Souveränität und die territoriale Integrität des Landes. Aber es geht auch um Rechtsstaatlichkeit, unsere gemeinsamen Regeln, und wenn wir in der Ukraine nachgeben, dann herrscht das Gesetz des Stärkeren. Und wir können dann nicht mehr sicher sein, das passiert nur 1500 Kilometer von uns entfernt“, erklärte Macron.

Macron, der die Bedeutung einer starken und glaubwürdigen Haltung Europas gegenüber Russland hervorhob, betonte, dass es wichtig sei, abschreckend zu wirken. „Wir müssen glaubwürdig sein und unseren Gegnern deutlich machen, dass, wenn sie zu weit gehen und unsere Interessen oder unsere Sicherheit bedrohen, ein Eingreifen unsererseits nicht ausgeschlossen ist“, fügte er hinzu.

Der französische Staatschef schloss seine Ausführungen mit einer klaren Botschaft: „Frankreich ist keine Kriegsmacht, sondern eine Friedensmacht. Aber ja, wenn wir Frieden wollen, müssen wir ihn auch schützen.“ Dies unterstreicht das Dilemma, mit dem sich viele europäische Länder konfrontiert sehen – das Streben nach Frieden, während gleichzeitig die Sicherheit und Stabilität an den Grenzen Europas gewährleistet werden muss.


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