Tag & Nacht

Cyrille Picard gilt als der von der Europäischen Polizei meistgesuchte französische Kriminelle. Gegen den 54-jährigen Mann, der im Verdacht steht, seine Tochter ermordet zu haben, liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Der 54-jährige Cyrille Picard, der der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist, ist der meistgesuchte Franzose in Europa. Er wird des Mordes an seiner Tochter verdächtigt. Am 12. Mai 2022 wurde in Veigy-Foncenex (Hochsavoyen) der leblose Körper eines 10-jährigen Mädchens gefunden, das erwürgt in der Nähe eines Feuers lag. Der Vater, Cyrille Picard, ist seither nicht auffindbar. Vor dem Hintergrund der Trennung von seiner Frau und Mutter des Kindes wurde er zum Hauptverdächtigen in diesem Mordfall. Den Ermittlern zufolge fuhr Cyrille Picard zunächst nach Paris, wo er versuchte, die Wohnung seiner Eltern in Brand zu setzen, bevor er sich in Richtung Südwesten aufmachte.



Einige Tage später wurde sein Lieferwagen im Departement Charente-Maritime gefunden. Ein Video aus einer Videoüberwachung zeigt, wie er mit seinem Hund Tyson und einem Rucksack den Parkplatz eines Supermarkts verlässt. Als bekanntermaßen guter Segler könnte er über das Meer geflohen sein. Sein Profil bereitet der Polizei große Sorgen. „Er kann mit Waffen umgehen. Er war unter anderem auf den Kriegsschauplätzen der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien. Während der Pandemie hat er seine physische Erscheinung verändert, er hat sich für Verschwörungstheorien eingesetzt, interessiert sich für Survival-Bewegungen …“, erklärt Guillaume Lacassin, Kommissar und Leiter der nationalen Brigade für die Suche nach flüchtigen Verdächtigen.

Die Ermittlungen haben mittlerweile eine internationale Dimension angenommen, da Europol, Cyrille Picard in seine große Kommunikationskampagne zur Suche nach den wichtigsten europäischen Flüchtlingen aufgenommen hat.


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