Tag & Nacht

Am vergangenen Sonntag wurde in Indre-et-Loire ein Stück französische Geschichte versteigert – der berühmte Scooter von François Hollande, mit dem der Präsident damals heimlich die Schauspielerin Julie Gayet besuchte. Dieses ikonische Fahrzeug erzielte bei der Auktion stolze 20.500 Euro.

Ein diskreter Begleiter

Der graue Piaggio-Scooter mit 125 cm³ und 34.000 Kilometern auf dem Tacho wurde ursprünglich mit einem Startpreis von 10.000 Euro angesetzt. Der glückliche Käufer ist das Automobilmuseum von Jallais, nahe Cholet im Departement Maine-et-Loire. Denis Breheret, der Käufer und leidenschaftlicher Automobilsammler, kommentierte schmunzelnd: „Das ist ein Teil der französischen Geschichte.“

Die geheimen Fahrten des Präsidenten

Dieser Scooter ist nicht irgendein Fahrzeug – er diente dem damaligen Präsidenten Hollande als diskretes Fortbewegungsmittel, um Julie Gayet, die damals noch nicht seine offizielle Partnerin war, zu besuchen. Die Liebesaffäre sorgte 2014 für Schlagzeilen, als sie ans Licht kam. Seitdem hat sich die Beziehung der beiden gefestigt, und Julie Gayet ist heute Hollands Ehefrau.

Authentifizierung und Geschichte des Scooters

Interessanterweise hat François Hollande persönlich die Echtheit dieses Scooters bestätigt. Verkauft wurde das Fahrzeug ursprünglich 2015 vom Élysée. Der Käufer von damals nutzte den Scooter sogar am Tag seiner Hochzeit. Bei einer späteren Begegnung mit Hollande zeigte er ihm Fotos und die Papiere des Scooters. Der ehemalige Präsident erkannte ihn sofort wieder und hinterließ eine persönliche Widmung: „Für Patrick und Manola, die das Glück hatten, meinen Scooter zu nutzen, um ihr Glück zu teilen. Herzlichst. Dieser Scooter ist der richtige.“

Weitere interessante Auktionen

Neben dem Scooter wurden auch andere außergewöhnliche Objekte versteigert, darunter eine dreidimensionale Replik des Throns von Bokassa in den beeindruckenden Maßen von 3 Metern Höhe und 3,50 Metern Breite. Ebenfalls unter den Hammer kam eine Flasche Romanée-Conti aus dem Jahr 1924. Insgesamt wurden 139 Objekte, hauptsächlich Gemälde und Kunstgegenstände, angeboten.

Die Auktion in Montbazon bot nicht nur Sammlern die Möglichkeit, einzigartige Stücke zu erwerben, sondern weckte auch Erinnerungen an eine turbulente Zeit in der jüngeren französischen Geschichte. Wer hätte gedacht, dass ein einfacher Scooter solche Emotionen und historische Bedeutung tragen könnte?

Eins steht fest – der Scooter von François Hollande wird für immer ein Symbol heimlicher Treffen und großer Schlagzeilen bleiben.


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