Tag & Nacht

Der ehemalige Staatschef Nicolas Sarkozy veröffentlicht am 22. August sein neues Buch „Le temps des combats“ (Zeit der Kämpfe). Darin spricht er über seine Absicht, Gérald Darmanin bei den Präsidentschaftswahlen 2027 zu unterstützen, und thematisiert den Krieg in der Ukraine oder die Führung des Landes durch den derzeitigen Präsidenten Emmanuel Macron.

Nach „Passions“ und „Le Temps des Tempêtes“ veröffentlicht der ehemalige Präsident der französischen Republik Nicolas Sarkozy ein neues Buch, das am 22. August dieses Jahres erscheinen wird. Dieses wird den Titel „Le temps des combats“ (Zeit der Kämpfe) tragen, aus dem bereits zahlreiche Auszüge veröffentlicht wurden.



In den sozialen Netzwerken erklärt der ehemalige Präsident, er wolle „den Leser an die Hand nehmen“, um „ihn die Jahre im Élysée-Palast so erleben zu lassen, als wäre er an meiner Seite gewesen“.

Das Buch umfasst 560 Seiten und deckt den Zeitraum zwischen 2009 und 2011 ab, in dem der ehemalige Präsident noch im Élysée-Palast residierte. Außerdem wird es zwei Beilagen mit Fotos von Nicolas Sarkozy als Kind oder mit seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy geben.

Die Zeitung Le Parisien schreibt, dass Nicolas Sarkozy in dem Buch „zwischen Erinnerungen an die Vergangenheit und der aktuellen Situation hin und her springt“. Er würde darin auch Themen wie die Rentenreform, den Krieg in der Ukraine und das aktuelle politische Leben ansprechen und dabei seine Ansichten und Ratschläge zu den Reformen darlegen.

Der ehemalige Staatschef spricht in seinem neuesten Buch auch den derzeitigen Innenminister Gérald Darmanin an und hofft, ihn als Nachfolger von Emmanuel Macron im Jahr 2027 zu sehen. „Wird er es schaffen, einen weiteren Schritt zu tun, vielleicht sogar den ultimativen Schritt, der zum Präsidenten der Republik führt? Ich wünsche es ihm“, schreibt Sarkozy.

Der ehemalige Präsident äussert sich weitaus weniger lobend über Emmanuel Macron. Er gesteht ihm zu, dass die derzeitigen Aufgaben sehr schwierig sind, sieht Macron aber nicht auf der Höhe der Zeit.

Und Emmanuel Macron ist nicht der einzige, dem Sarkozy das Fell über die Ohren ziwht, so wird zum Beispiel François Hollande als Totengräber der französischen Atomkraft beschrieben…

In seinem Buch äußert sich der ehemalige Präsident auch besorgt über die Situation in der Ukraine: „Wir engagieren uns nicht auf dem Schlachtfeld. Aber wir liefern kontinuierlich Waffen an eine der Kriegsparteien. Diese Situation droht kurzfristig unkontrollierbar zu werden“.

Sarkozy stimmt jedoch mit Emmanuel Macron darin überein, dass er den Dialog mit Moskau und Wladimir Putin aufrechterhalten werden sollte. „Es ist die Pflicht des französischen Präsidenten, den Weg des Dialogs mit Russland offen zu halten“.


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