Frankreichs zweite Welle des Coronavirus wird potenziell tödlicher, da die Krankenhäuser nicht mithalten können

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Frankreich hat für fast ein Drittel seiner Bevölkerung eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um gegen einen Anstieg von Coronavirusinfektionen vorzugehen.

Schlüsselpunkte:
Ärzte warnen vor einem Mangel an Krankenhausbetten in ganz Paris, da COVID-19-Patienten die Intensivstationen verstopfen.
Präsident Macron hat eine Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr in Paris und anderen Departements eingeführt.
Andere europäische Länder wie Spanien und Großbritannien haben ähnliche Spitzenwerte zu verzeichnen.
Alle haben es mit einem Virus zu tun, das wieder Fuß fasst, während die zweite Welle von COVID-19 über den Kontinent rollt.

Emmanuel Macron ist ein typisches Beispiel für Regierungschefs in ganz Europa. Der französische Präsident ist entschlossen, keinen zweiten Lockdown einzuführen und der französischen Wirtschaft weiteren Schaden zuzufügen. Er hat durchgehalten, aber das Coronavirus hat ihn nun zum Handeln gezwungen.

In dieser Woche führte er den Ausnahmezustand ein und verhängte eine strenge Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr in Paris und acht anderen Großstadtregionen.

“Das Virus ist überall in Frankreich”, erklärte er.
Herr Macron hatte keine andere Wahl, als zu handeln, und vielleicht muss er noch viel weiter gehen, denn das französische Krankenhauswesen steht kurz davor, überfordert zu werden.

Die Situation ist kritisch.
Professor Djillali Annane, der Leiter der Intensivstation des Pariser Raymond-Poncaire-Krankenhauses, gab in einem Interview einen erschreckenden Bericht über das, was noch kommen wird. “Wir stehen wirklich kurz vor einer Sättigung unserer Intensivstationen, wir sind sehr kurz davor, keine Betten mehr für die Aufnahme neuer Patienten zu haben”, erklärte Professor Annane.
Europa wird von einer zweiten COVID-19-Welle überschwemmt, und es besteht die sehr reale und beängstigende Möglichkeit, dass sie schlimmer sein könnte als die erste.

Professor Annane prognostiziert, dass die tägliche Zahl der Todesopfer in zwei Monaten wieder das Niveau der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr erreichen wird.
Er warnt davor, dass die Ärzte bald entscheiden müssen, welche Patienten für eine Behandlung auf der Intensivstation am besten geeignet sind.


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