Tag & Nacht

Nach den gewalttätigen Zusammenstößen, die in den vergangenen Nächten in mehreren Städten stattfanden, wurde in eiigen Städten Frankreichs eine Ausgangssperre verhängt. In Clamart, Neuilly-sur-Marne oder Compiègne gilt bis Montag eine Ausgangssperre.

In Garges-lès-Gonesse (Val-d’Oise) wurde das Rathaus in Brand gesetzt. Der Bürgermeister bittet um Ruhe und zieht eine außergewöhnliche Maßnahme in Betracht. „Ich glaube, es wäre wichtig, eine Ausgangssperre einzuführen, und das werden wir in unserer Stadt ab 18.30 Uhr tun, denn dann endet die außerschulische Betreuung und die Betreuung in den Kindergärten“, erklärt Benoit Jimenez, Bürgermeister von Garges-lès-Gonesse auf dem Sender Franceinfo. Bei den Unruhen im Jahr 2005 hatte solche lokalen Ausgangssperren mehrere Monate gedauert. Heute fordert der Republikaner Éric Ciotti sie erneut.



Wird der Ausnahmezustand bald in ganz Frankreich eingeführt?
„Wir können nicht zulassen, dass Mordaufrufe verbreitet werden, wie wir sie gestern Abend gehört haben. All das ist unerträglich. Deshalb habe ich heute Morgen gefordert, dass in den Stadtvierteln, in denen es die meisten Ausschreitungen gegeben hat, der Ausnahmezustand ausgerufen wird“, erklärte der Vorsitzende der Partei Les Républicains. Eine Möglichkeit, die von Premierministerin Elisabeth Borne bislang strikt abgelehnt wird.


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