Tag & Nacht

Im Jahr 2023 setzt sich der Aufwärtstrend bei der Anzahl der Eheschließungen in Frankreich fort, eine Entwicklung, die auf die Verschiebung von Hochzeiten aufgrund der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 zurückzuführen ist.

Über 480.000 französische Paare gaben sich in den Jahren 2023 und 2022 das Ja-Wort, so das Nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE), das am Dienstag, den 12. März, seine jährliche Untersuchung zu Eheschließungen und eheähnlichen Gemeinschaften (zivilrechtlichen Solidaritätspakten, genannt Pacs) veröffentlichte. Aus der Untersuchung geht hervor, dass in den Jahren 2022 und 2023 jeweils insgesamt etwa 242.000 Hochzeiten gefeiert wurden. Das ist eine beachtliche Zahl, sogar höher als vor der Covid-19-Krise.



Das INSEE führt aus, dass die Anzahl der Eheschließungen in den Jahren 2022 und 2023 ein Niveau erreicht hat, das über dem vor der Gesundheitskrise liegt, obwohl der Trend seit dem Beginn der 2000er Jahre eher rückläufig war. Einer der Hauptgründe hierfür ist die Verschiebung von Hochzeiten, die im Jahr 2020 abgesagt wurden. Ähnliches gilt für die Pacs, von denen im Jahr 2022 etwa 210.000 geschlossen wurden. Dennoch, so das INSEE, ist das Defizit an Eheschliessungen und Pacs, das während der Gesundheitskrise entstand, noch nicht vollständig ausgeglichen.

Ein weiterer Trend ist das recht signifikant ansteigende Durchschnittsalter der Eheschließenden: Im Durchschnitt sind Frauen 37,3 und Männer 39,8 Jahre alt. Vor zehn Jahren, im Jahr 2012, waren Frauen am Tag der Eheschliessung im Durchschnitt 34 und Männer 37 Jahre alt.

Abschließend lässt sich zu den Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren sagen, dass diese 3% der Eheschließungen und 5% der Pacs ausmachen. Eine Zahl, die seit 2016 stabil geblieben ist.


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