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Die Lage in Neukaledonien ist angespannt. Seit ĂŒber einer Woche erschĂŒttern Unruhen die Region. Nun hat der französische PrĂ€sident beschlossen, persönlich einzugreifen. StaatsprĂ€sident Emmanuel Macron wird noch heute Abend nach Neukaledonien fliegen, um eine Vermittlungsmission zu starten, wie Regierungssprecherin Prisca Thevenot am Dienstag nach der Kabinettssitzung mitteilte.

Hintergrund der Krise

Die Unruhen in Neukaledonien haben viele Ursachen. Politische Spannungen, wirtschaftliche Ungleichheiten und ethnische Konflikte haben in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen gefĂŒhrt. Doch was hat die aktuelle Krise ausgelöst? Warum eskaliert die Situation gerade jetzt? Dies sind Fragen, die es zu beantworten gilt, wenn nachhaltige Lösungen gefunden werden sollen.

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung

Die SicherheitskrĂ€fte sind bereits aktiv. In den letzten 24 Stunden wurden bei einer Operation zur Wiederherstellung der Kontrolle ĂŒber die Gemeinden DumbĂ©a, Mont-Dore und PaĂŻta, nördlich von NoumĂ©a, 22 Personen festgenommen. Insgesamt wurden rund 30 Straßensperren beseitigt. Trotz dieser Fortschritte bleibt die Lage angespannt.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Die Schließung des internationalen Flughafens NoumĂ©a-La Tontouta wurde bis Samstag verlĂ€ngert. Die ursprĂŒnglich bis Donnerstag geplante Schließung wurde aufgrund der anhaltenden Unruhen ausgeweitet. Ein Formular zur UnterstĂŒtzung französischer Touristen, die in Neukaledonien festsitzen, wurde online gestellt. Australische und neuseelĂ€ndische Regierungen haben begonnen, ihre StaatsbĂŒrger zu evakuieren. MilitĂ€rflugzeuge beider LĂ€nder sind am Flughafen Magenta gelandet, der normalerweise fĂŒr InlandsflĂŒge genutzt wird.

Hoffnung auf Beruhigung

Trotz der angespannten Lage gibt es Hoffnung auf Besserung. Laut dem Hochkommissariat der Republik in Neukaledonien beruhigt sich die Situation langsam. Über 1.050 zusĂ€tzliche SicherheitskrĂ€fte sind bereits vor Ort, und weitere 600 sollen folgen. Die RĂ€umung blockierter Straßenabschnitte wird fortgesetzt, und ein nĂ€chtliches Ausgangsverbot bleibt in Kraft.

Anhaltende Spannungen

Trotz der BemĂŒhungen um Ruhe gibt es weiterhin Spannungen, insbesondere in NoumĂ©a und Umgebung. Dort kam es am Dienstagmorgen zu erneuten Auseinandersetzungen. In einigen Vierteln, wie Tuband, waren deutliche Detonationen zu hören. Auf der Schnellstraße zum internationalen Flughafen stand das Lager eines BĂŒroausstatters in Flammen, eine dichte schwarze Rauchwolke verdeckte den Himmel.

Die Rolle von Emmanuel Macron

Die Entscheidung von PrĂ€sident Macron, persönlich nach Neukaledonien zu reisen, unterstreicht die Bedeutung der Krise. Er wird vor Ort eine Dialogmission einrichten – ein entscheidender Schritt, um die verschiedenen Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen. Doch kann dieser Besuch die dringend benötigte Wende bringen?

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die BemĂŒhungen der französischen Regierung und der persönliche Einsatz von Emmanuel Macron FrĂŒchte tragen. Wird es gelingen, die Wogen zu glĂ€tten und einen dauerhaften Frieden zu erreichen? Neukaledonien steht am Scheideweg, und die Welt schaut gespannt zu. Es bleibt zu hoffen, dass Dialog und VerstĂ€ndigung die Oberhand gewinnen – fĂŒr eine friedliche und stabile Zukunft der französischen Inselregion.


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