Tag & Nacht

Der Mai 2024 wird in die Geschichte als einer der nassesten und trübsten Monate der letzten drei Jahrzehnte eingehen. Das ist mal eine Ansage! Die entscheidende Frage, die uns alle beschäftigt: Warum regnet es so viel, und wann kommt endlich wieder die Sonne heraus? Loïs Porchet, Meteorologe bei Météo France, liefert in der Zeitung DDM Antworten.

Unaufhörlicher Regen

Es hat fast den Anschein, als ob der Regen gar nicht mehr aufhören möchte. „Und das wird auch in den nächsten sieben Tagen so bleiben“, sagt Porchet. Grund dafür ist die beständige Präsenz kalter Luft über Frankreich. Diese sorgt für instabiles Wetter mit häufigen Schauern, teils sogar Gewittern, und Temperaturen, die sich meist um die saisonalen Mittelwerte bewegen. Klingt nach einem perfekten Rezept für einen regnerischen Mai, oder?



Luftmassen im Konflikt

Am Anfang der Woche kam es zu einem sogenannten „Konflikt der Luftmassen“. Dieser Konflikt führte zu Regen nördlich der Loire, begleitet von Temperaturen, die drei bis vier Grad unter den normalen Werten für diese Jahreszeit lagen. Während der Südwesten noch verschont blieb – mit trockenen Bedingungen und angenehmen 24 Grad in Städten wie Toulouse und Bordeaux – hatte der Rest des Landes mit dem Regen zu kämpfen.

Kalte Luft aus dem Norden

Doch damit nicht genug. In den folgenden Tagen traf eine weitere Wetterfront auf Frankreich. Kalte Luft in der Höhe verursachte eine Instabilität, die erneut zu Schauern und potenziell gewittrigem Wetter führte. Besonders betroffen waren der Norden und Osten Frankreichs sowie die Pyrenäen und Teile des Südwestens. Die Temperaturen blieben in diesen Tagen unangenehm kühl.

Ein Lichtblick am Horizont

Aber keine Sorge – es gibt Hoffnung! Ab Freitag bessert sich das Wetter im Südwesten allmählich. Das Wochenende verspricht etwas ruhigere Bedingungen, auch wenn es im Zentralmassiv und den Pyrenäen noch vereinzelte Schauer geben könnte. Ein kühler Nordwind hält die Temperaturen jedoch weiterhin in Schach.

Ein trockenerer Juni in Sicht?

Ein Blick auf die 15-Tage-Prognose von Météo France gibt Grund zur Hoffnung. Die erste Juniwoche soll trockener werden, und die Temperaturen steigen merklich an. Ab Mittwoch, dem 5. Juni, könnte in Toulouse sogar die 30 Grad erreicht werden. Ist das nicht eine erfreuliche Aussicht?

So viel Regen im Mai – das bleibt im Gedächtnis. Aber wie es aussieht, gibt uns der Juni endlich eine wohlverdiente Pause von den schier endlosen Schauern. Bleibt nur noch eine Frage: Haben wir schon alle unsere Sommerkleider griffbereit?


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