Tag & Nacht

Die Präsidenten der beiden Parlamentskammern, Yaël Braun-Pivet und Gérard Larcher, sowie Elisabeth Borne und die ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande standen am Sonntag in der ersten Reihe der Demonstration gegen Antisemitismus in Paris.

Eine Marseillaise „für die Republik und gegen den Antisemitismus“. Der Zug des Pariser Marsches gegen Antisemitismus startete am Sonntag, dem 12. November, von der Esplanade des Invalidendoms, bevor er einen ersten Halt einlegte und die von Claude-Joseph Rouget de Lisle geschriebene französische Nationalhymne anstimmte.

Auf das Singen der Marseillaise folgte tosender Applaus. Zu den Politikern, die den fast zweistündigen Marsch durch die Straßen der Hauptstadt eröffneten, gehörten die beiden Parlamentspräsidenten und Initiatoren der Kundgebung, Yaël Braun-Pivet (Nationalversammlung) und Gérard Larcher (Senat), sowie Premierministerin Elisabeth Borne, die Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande und der Präsident des Crif (Conseil Représentatif des Institutions Juives de France), Yonathan Arfi. Sie versammelten sich hinter einem breiten weißen Banner, das das Motto der Demonstration trug. Auch während des Marsches wurde die Marseillaise gesungen, bevor sich der Zug um kurz vor 18 Uhr auflöste.

Die Esplanade des Invalidendoms, der Ausgangspunkt der Demonstration, war schwarz von einer kompakten Menschenmenge und viele Demonstranten trugen kleine Trikolore-Flaggen. Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur demonstrierten 105.000 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt gegen den zunehmenden Antisemitismus in Frankreich. Insgesamt marschierten in Frankreich nach Angaben des Innenministeriums mehr als 182.000 Menschen. „Sehr viele Bürger haben sich mobilisiert“, freute sich Premierministerin Elisabeth Borne.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere einfach den Newsletter unserer Chefredaktion!