Tag & Nacht

In rund 100 französischen Städten werden mehrere Demonstrationszüge stattfinden, um den Präsidenten der Republik aufzufordern, das geplante neue Einwanderungsgesetz, das die Politik Frankreichs insbesondere in Bezug auf eingewanderte Studierende und Arbeitnehmer/innen verschärft, wieder rückgängig zu machen.

Französische Bürger gehen gegen das umstrittene neue Einwanderungsgesetz auf die Straße. In Bordeaux, Nantes und Paris wurde für Sonntag, dem 21. Januar, zu Demonstrationen aufgerufen, um die Rücknahme des Einwanderungsgesetzes zu fordern, das Ende Dezember unter chaotischen Umständen vom Parlament verabschiedet wurde. Die Demonstranten hoffen, mit ihrem Protest Einfluss auf Präsident Emmanuel Macron nehmen zu können. Der Verfassungsrat am 25. Januar über die Konformität des Textes mit der französischen Verfassung entscheiden. Laut der Website 21janvier.fr, auf der die geplanten Aktionen verzeichnet sind, wurden 164 Demonstrationen in 95 französischen Departements festgelegt.


„In unserer Vielfalt an Ideen, Engagements und Berufen bringen wir unsere große Besorgnis nach der Verabschiedung des Einwanderungsgesetzes zum Ausdruck“, erklärte ein aus 201 Persönlichkeiten bestehendes Kollektiv, das den Aufruf zu den Demonstrationen initiiert hat. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Künstler wie Marina Foïs, Pierre Arditi oder Josiane Balasko, die dazu aufrufen, sich in Paris auf dem Trocadero-Platz zu versammeln. „Es gibt sehr schöne Dinge in Frankreich, aber da werden wir wieder ganz klein, wenn wir so denken“, sagte die Schauspielerin Ariane Ascaride, die ebenfalls den Aufruf unterzeichnet hat, gegenüber dem Sender Franceinfo und sie wünscht sich, dass Frankreich „ein Land der Gastfreundschaft“ bleibt.

Wie France Bleu berichtet, werden die Demonstrationszüge am späten Sonntagmorgen in zahlreichen Städten wie Gap, Le Havre, Nantes, Clermont-Ferrand, Briançon, aber auch am frühen Nachmittag wie in Saint-Brieuc, Lyon, Bordeaux, Rennes, Rouen, Straßburg, Orléans und Marseille starten. In Paris ist die Kundgebung ab 14 Uhr geplant.


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