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À la une · 29.12.2021 15:00

Omikron-Variante kann "falsch negative" Testergebnisse liefern

Forscher der Johns Hopkins School of Medicine in den USA melden, dass die ersten Symptome einer Infektion mit der Omikron-Variante schon zwei Tage nach der Ansteckung auftreten. Dies wirft die Frage auf, wie neue...

Forscher der Johns Hopkins School of Medicine in den USA melden, dass die ersten Symptome einer Infektion mit der Omikron-Variante schon zwei Tage nach der Ansteckung auftreten. Dies wirft die Frage auf, wie neue Ansteckungen rechtzeitig erkannt werden können.

Die Omikron-Variante ist ansteckender und unterscheidet sich immer mehr von ihrer Vorgängerin, der Delta-Variante. Nach Angaben der Regierung verdoppelt sich die Zahl der Neuinfektionen mit diesem neuen SARS-CoV-2-Stamm alle zwei Tage, wodurch Omikron in Frankreich schnell an Boden gewinnt.

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Neben seiner schnellen Verbreitung hat sich die wissenschaftliche Gemeinschaft auch mit den Symptomen befasst, die durch diesen neuen Stamm hervorgerufen werden, und nun auch mit seiner Inkubationszeit. Die Johns Hopkins School of Medicine meldet jetzt, dass sie deutliche Unterschiede im "Infektionsprozess" zwischen der Delta-Variante und der Omikron-Variante beobachtet hat.

Unterschiede zwischen Geimpften und Ungeimpften
Die Forscher berichten, dass sie unterschiedliche Inkubationszeiten des Virus bei Geimpften oder Ungeimpften beobachtet haben. Bei den Infizierten, die eine vollständige Impfung hatten, würden die Symptome nur zwei Tage nach der Infektion auftreten. Bei der Delta-Variante wurde bisher beobachtet, dass eine nicht geimpfte Person erst sieben Tage nach der Infektion mit dem Virus Symptome zeigte.

Die Forscher der Johns Hopkins School of Medicine meinen, dass das Immunsystem einer geimpften Personen das Virus schneller erkennen kann. Das Immunsystem kämpft also schneller als bei Personen, die keine Impfung erhalten haben, und wenn das Immunsystem das Virus bekämpft, treten die ersten Symptome auf.

Problematik der Tests
Für die Forscher stellt die Tatsache, dass die Omicron-Variante eine kürzere Inkubationszeit als die Delta-Variante aufweist, ein Problem beim Nachweis ihres Vorhandenseins dar: Mit den derzeit auf dem Markt befindlichen Tests kann eine Ansteckung erst fünf Tage nach der Infektion festgestellt werden. Wenn eine infizierte Person schon zwei Tage nach der Ansteckung die ersten Symptome verspürt und sich drei bis vier Tage nach der Ansteckung testen lässt, kann der Test negativ ausfallen. Die Forscher befürchten daher eine grosse Zahl von "falsch negativen" Ergebnissen.

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Das Problem ist umso größer, als die US-Arzneimittelbehörde in einer Mitteilung vom Dienstag, 28. Dezember, befürchtet, dass die heute besonders beliebten Antigentests weniger empfindlich auf die Omikron-Variante reagieren. Dies ist umso besorgniserregender, als in Frankreich am Ende des Jahres 2021 so viele Tests wie nie zuvor durchgeführt werden...

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