Tag & Nacht

In einem beispiellosen Sicherheitsaufgebot hat Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin die Mobilisierung von 13.500 Polizisten, Gendarmen und Soldaten der Operation Sentinelle angeordnet. Ziel dieser umfassenden Maßnahme ist der Schutz der Ostergottesdienste in 4.530 Kirchen und Kultstätten landesweit – ein deutliches Zeichen für die Ernsthaftigkeit, mit der die französische Regierung auf die terroristische Bedrohung reagiert.

Von Karfreitag bis Ostermontag sind die Sicherheitskräfte im gesamten Land im Einsatz, um die Feierlichkeiten rund um das Osterfest, das die Auferstehung Christi markiert, zu schützen. Diese Entscheidung wurde im Lichte der jüngsten terroristischen Bedrohungen getroffen, die insbesondere christliche Gemeinschaften ins Visier genommen haben. „Wir befinden uns in einem extrem schwierigen Kontext, in dem der Terrorismus jederzeit zuschlagen kann“, erklärte Darmanin während eines Besuchs auf dem Vorplatz der Kathedrale Saint-Maclou in Pontoise (Departement Val-d’Oise).

Die Erinnerung an den Terroranschlag in der Basilika Notre-Dame in Nizza im Oktober 2020, bei dem drei Menschen ihr Leben verloren, ist noch immer frisch. Darmanin verwies auf diesen und andere Anschläge, um die Notwendigkeit des verstärkten Schutzes christlicher Feierlichkeiten zu unterstreichen. Die Botschaft ist klar: Die Sicherheit der Bürger und der Schutz von Gottesdiensten haben höchste Priorität.

Die Ankündigung folgt auf die Aufdeckung von zwei geplanten Terroranschlägen seit Beginn des Jahres, von denen einer explizit eine katholische Kirche zum Ziel hatte. Ein Verdächtiger, der „offensichtlich der Dschihadisten-Ideologie anhängt“, wurde in diesem Zusammenhang bereits Anfang März festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, wie der nationale Antiterror-Staatsanwalt berichtete.

Diese verstärkte Sicherheitspräsenz während der Osterfeiertage in Frankreich ist ein direktes Ergebnis der andauernden Bedrohung durch den Terrorismus. Sie soll nicht nur die physische Sicherheit der Gläubigen gewährleisten, sondern auch ein Zeichen des Widerstands gegen jede Form des Extremismus setzen, der versucht, Angst und Schrecken zu verbreiten. In Zeiten wie diesen zeigt Frankreich Einigkeit und Entschlossenheit, die Freiheit des Glaubens und das Recht auf sichere Religionsausübung zu verteidigen.


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