Tag & Nacht

Am 6. Juni ist der 14. Aktionstag gegen die Rentenreform geplant. Am 8. Juni sollen die Abgeordneten der Nationalversammlung über einen Gesetzesvorschlag zur Aufhebung der soeben verkündeten Rentenreform beraten.

Die französischen Gewerkschaften riefen am Dienstag, dem 2. Mai, zu einem vierzehnten Aktionstag gegen die Rentenreform am 6. Juni auf, um sich bei den Abgeordneten „Gehör zu verschaffen“, die am 8. Juni einen Gesetzesvorschlag zur Aufhebung der soeben verkündeten Rentenreform prüfen werden.


„Wir rufen unsere Organisationen einheitlich dazu auf, überall zu den Abgeordneten zu gehen und sie aufzufordern, für diesen Gesetzesvorschlag zu stimmen. In diesem Rahmen rufen die Gewerkschaften gemeinsam dazu auf, die Initiativen zu vervielfachen, insbesondere mit einem neuen gemeinsamen Aktionstag, Streiks und Demonstrationen am 6. Juni“, schreiben die Gewerkschaften am Tag nach dem 1. Mai, an dem in Frankreich laut Behörden fast 800.000 Demonstranten auf den Straßen waren. Laut der GewerkschaftCGT waren es sogar 2,3 Millionen.

In ihrem Kommuniqué nehmen die Gewerkschaften zur Kenntnis, dass „die Regierung die Eröffnung einer Konzertierungsrunde angekündigt hat, ohne dass der Gegenstand oder der Rahmen genau festgelegt sind“. Die Gewerkschaften deuten an, dass sie diesmal an solchen Gesprächen teilnehmen werden, weisen aber darauf hin, dass sie dabei „ihre Ablehnung der Rentenreform bekräftigen werden“.

Sie erklären ausserdem, dass sie an „gemeinsamen Vorschlägen arbeiten werden, die die Arbeitgeber (…) in den Bereichen Löhne, Arbeitsbedingungen, soziale Demokratie, Gleichstellung von Frauen und Männern und Umwelt in die Pflicht nehmen“. „Das Misstrauen sitzt tief und der Dialog kann nur wiederhergestellt werden, wenn die Regierung ihren Willen beweist, die Vorschläge der Gewerkschaften endlich zu berücksichtigen“.


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