Tag & Nacht

Anlässlich einer Diagnose, die auf dem Gelände der ehemaligen Becker-Mühlen in Strasboug und Illkirch-Graffenstaden durchgeführt wurde, entdeckte ein Team von elsässischen Archäologen unter anderem einen an den Weihnachtsmann adressierten Brief aus den 1930er Jahren. Der Brief hat seinen Adressaten nie erreicht.

„Um Mama und Papa eine Freude zu machen, kannst du sehen, dass ich schreiben kann, ich kann ein bisschen lesen, wenn du mir ein Fahrrad bringst, werde ich sehr gut lesen“, ein Fahrrad oder ein „kleines Karussell“, das hat sich ein Kind, sicherlich ein kleines Mädchen, in den 1930er Jahren in ihrem Brief an den Weihnachtsmann gewünscht. Ein Team elsässischer Archäologen machte diese schöne Entdeckung im Dezember bei einem Einsatz auf dem Gelände der alten Becker-Mühlen, rue de la Ganzau, zwischen Strasboug und Illkirch-Graffenstaden.



Zwischen Postkarten, Familienfotos und Todesanzeigen wurde ein Brief gefunden, dessen Umschlag noch versiegelt war. „Er stammt aus dem Jahr 1935 oder 1936. Er wurde wohl von einem kleinen Mädchen geschrieben. Es sieht so aus, als wäre sie schon seit ein paar Jahren tot, aber sie hat sicher Nachkommen“, sagt Adrien Vuillemin, der Leiter der Operation. All diese Dokumente befanden sich „in den Räumen im Erdgeschoss eines alten Lagerhauses, das in eine Wohnung umgewandelt inzwischen und von Schimmel und Mäusen heimgesucht wurde“, erklärt Archéologie Alsace in dem unten stehenden Facebook-Post.

?? Si cette lettre n’arrivera pas à temps auprès de son destinataire… quel incroyable hasard que de la découvrir…

Posted by Archéologie Alsace on Monday, December 21, 2020

„Die Intervention umfasste eine Bewertung des archäologischen Potenzials des Untergrunds und der Elemente der Gebäudestudie vor dem Abriss und der Umgestaltung“, erklärt Matthieu Fuchs, Generaldirektor von Archéologie Alsace. Während man darauf wartet, dass sie in den Archiven deponiert werden, kann das archäologische Team froh sein, diese mehrere Jahrzehnte alten Dokumente gerettet zu haben. „Aus Gründen der Vertraulichkeit und des Respekts“ wurde der Name der Person in den Briefen unleserlich gemacht.

Die Lehre aus dieser Geschichte: Vergessen Sie nicht, Ihren Weihnachtsbrief abzuschicken, damit er noch rechtzeitig ankommt…


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