Tag & Nacht

Am Samstag, dem 23. März, wurden in der Region Hauts-de-France mehreren Gymnasiasten bedrohliche Nachrichten mit terroristischem Hintergrund zugesandt. Der Verfasser drohte damit, am Montag 122 Bildungseinrichtungen in der Region in die Luft zu sprengen.

Die bedrohlichen Nachrichten, die auf den Mobiltelefonen einiger Gymnasiasten entdeckt wurden, kamen von jemandem, der sich als Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat ausgab und drohte, am Montag Angriffe auf 122 Mittel- und Oberschulen in Hauts-de-France durchzuführen. Unter den Schülern herrscht verständlicherweise große Besorgnis. „Ich habe Angst, wieder zur Schule zu gehen“, oder „Ich denke, ich werde gehen, aber mit einem flauen Gefühl im Magen“, äußern einige gegenüber dem Sender Franceinfo.



Gesendet über die digitale Arbeitsserver der Schulen

Versandt wurden diese Drohungen über die ENT, die digitale Arbeitsumgebung der Schulen, eine Plattform, die Lehrern, Schülern und Eltern einen Austausch ermöglicht. Die Täter hätten sich Zugang zu einigen Konten verschafft und die bedrohlichen Nachrichten weit unter den Schülern verbreitet. Bereits in der vorherigen Woche waren rund fünfzig Bildungseinrichtungen im Großraum Paris Ziel eines ähnlichen Angriffs. Lehrergewerkschaften äußern sich besorgt.

Die Situation in Hauts-de-France wirft ein grelles Licht auf die veränderte Landschaft der Bedrohungen, mit denen Schulen heute konfrontiert sind. Die Nutzung der digitalen Infrastruktur, die eigentlich dem Lernen und der Kommunikation dienen soll, als Kanal für terroristische Bedrohungen, stellt eine neue Ebene der Verwundbarkeit dar. Die Tatsache, dass solche Drohungen jetzt digital verbreitet werden können, verleiht ihnen eine beunruhigende Reichweite und Anonymität.

Diese Vorfälle betonen die Notwendigkeit für Schulen, ihre digitalen Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und Strategien zu entwickeln, um auf solche Bedrohungen reagieren zu können. Es zeigt auch die Bedeutung von Bildung und Aufklärung der Schüler über die Risiken und die angemessene Nutzung digitaler Plattformen.

Die Reaktion der Gemeinschaft, der Behörden und der Bildungseinrichtungen auf diese Bedrohungen wird entscheidend sein, um ein Gefühl der Sicherheit und Normalität wiederherzustellen. Es wird nicht nur darum gehen, die unmittelbare Bedrohung abzuwehren, sondern auch darum, ein starkes Signal zu senden, dass Bildungseinrichtungen Orte des Lernens und der Sicherheit bleiben müssen, unbeeinträchtigt von den Schatten, die solche Drohungen werfen.

Die Vorfälle in Hauts-de-France und im Großraum Paris sind eine düstere Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch Terrorismus in allen Formen ernst genommen und mit einer Kombination aus Vorsicht, Entschlossenheit und der Kraft der Gemeinschaft begegnet werden muss.


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