Tag & Nacht

Die Textilindustrie ist für 4 % aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Daher recycelt das Unternehmen Renaissance Textile gebrauchte Stoffe und bringt sie wieder in den Umlauf.

Frisch gewaschene und gebügelte Krankenschwestern- und Arztkittel. Jedes Jahr durchlaufen 3.700 Tonnen Wäsche die Wäscherei des Krankenhauses in Nantes (Loire-Atlantique). Doch seit September 2022 werden selbst beschädigte Kleidungsstücke nicht mehr weggeworfen. Die Kleidung wird nun sortiert, um sie zu recyceln. Dank dieser Aktion hat das Krankenhaus bereits 15 Tonnen Stoff recycelt und seinen CO2-Fußabdruck um ein Zehntel reduziert.

Kleidung wird zu Fasern verarbeitet
150 km entfernt hat das Unternehmen Renaissance Textile eine Lösung gefunden, um der Arbeitskleidung ein zweites Leben zu geben. Die Kleidung wird zunächst zerschnitten und dann zu Fasern verarbeitet. 85 % des Materials werden auf diese Weise zurückgewonnen und wiederverwertet. Mit 4.000 Tonnen recycelter Kleidung pro Jahr können 12.000 Tonnen Kleidung hergestellt werden. Dabei handelt es sich sowohl um eine wirtschaftliche als auch um eine ökologische Herausforderung. Durch das Recycling in Frankreich kann die Textilbranche, die heute zu 80 % in Asien fertigen lässt, wieder nach Frankreich geholt werden. Innerhalb von drei Jahren sollen drei weitere Produktionslinien entstehen und 110 Arbeitsplätze geschaffen werden.


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