Tag & Nacht

Aktivisten der Brigitte-Bardot-Stiftung filmten Ende Oktober auf dem Tiermarkt in Maurs-la-Jolie im Departement Cantal eine Szene, in der Pferde misshandelt wurden.

Szenen von Gewalt gegen Tiere. Diesmal nicht in einem Schlachthof, sondern auf dem Jahrmarkt in Maurs-la-Jolie im Departement Cantal. Aktivisten der Brigitte-Bardot-Stiftung filmten bereits am 27. Oktober mit versteckter Kamera mehrere gewalttätige Misshandlungen, wie die Zeitung Le Parisien am Donnerstagmorgen, 8. Dezember, veröffentlichte.

Auf den Bildern sieht man Pferde, die zwischen Zäunen zusammengepfercht stehen und kurz darauf, auf Lastwagen getrieben werden. Pferdehändler wollen sie an den Schlachthof verkaufen. Die Pferde geraten in Panik, versuchen, über die Zäune zu klettern, treten sich gegenseitig nieder und erhalten heftige Schläge mit Stöcken auf die Kruppe und den Kopf. Die mit versteckter Kamera gefilmten Aufnahmen zeigen mehrere verletzte Tiere.

Achtung: Das Video enthält schockierende Bilder.

Für Brigitte Bardot sind diese Bilder unerträglich. „Ich habe geweint, ich konnte es nicht bis zum Ende anschauen“, sagt Brigitte Bardot in der Zeitung Le Parisien. Sie kündigt an, dass ihre Stiftung eine Klage „gegen diese Bastarde“ einreichen wird. Der ehemalige Filmstar erinnert daran, dass in Frankreich jedes Jahr immer noch mehr als 5.000 Pferde zum Verzehr geschlachtet werden.

Der Präsident der Tiermärkte in der Auvergne, Roger Condamine, wurde von Journalisten kontaktiert und versicherte, dass er nie gesehen habe, dass Tiere misshandelt wurden, und verwies auf die systematische Anwesenheit von Tierärzten. Zur Brigitte-Bardot-Stiftung sagte er: „Die müssen aufhören, uns zu stören, diese Leute“.

Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Jahrmarkt in Maurs-la-Jolie von Tierschutzorganisationen kritisiert wird. Zwei Tierschutzorganisationen hatten dort 2006 und 2019 mit versteckter Kamera gedreht. In diesen Videos war bereits zu sehen, wie Pferde mit Stöcken geschlagen wurden. Seitdem scheint sich nichts geändert zu haben.


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