Weniger Geschenke, weniger Budget und 30% weniger Ausgaben

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Es ist unvermeidlich, dass die Weihnachtseinkäufe im Jahr 2020 anders als in den vorherigen Jahren sein werden. Die Gesundheitskrise und insbesondere der Lockdown erschüttern die Gewohnheiten der Franzosen. Laut einer Umfrage von Opinion Way planen 73% der Befragten bereits, zu Weihnachten weniger Personen zu besuchen, und jeder zweite Franzose wird nicht in der Familie feiern, um eine Covid-Kontamination zu vermeiden. Insbesondere versuchen die Familien, die Großeltern zu schützen, die als zerbrechlich gelten. Und die Folge ist ziemlich dramatisch für die Wirtschaft, denn 53% der Befragten räumen ein, dass sie weniger Geschenke als üblich kaufen werden, da es ihnen nicht möglich sein wird, Weihnachten wie in den Vorjahren mit der Familie zu feiern.

Andererseits ist mit einem Verschiebungseffekt zu rechnen, da 40% der Franzosen mit dem Kauf von Geschenken für ihre Lieben bis zum Jahresanfang warten wollen. Um einer Spielzeugknappheit zu entgehen, geben 55% der Haushalte an, dass sie bis Ende November alle Weihnachtseinkäufe abgeschlossen haben werden. Diese Rate wird zwei Wochen vor dem 25. Dezember sogar auf 84% steigen. In diesem Jahr wird es in der Tat schwierig sein, Last-Minute-Käufe zu tätigen, da bis zur Rede des Präsidenten der Republik Mitte nächster Woche kein endgültiger Termin für die Wiedereröffnung der Geschäfte genannt wird.

Die Ausgaben werden um 30% sinken.
Angesichts der Tatsache, dass die Franzosen weniger Geschenke machen werden, wird der durchschnittliche Ausgabenkorb gegenüber 2018, dem Vergleichsjahr des Barometers, um 30% auf durchschnittlich 241 Euro sinken. Die Ausgaben in den Geschäften werden voraussichtlich 85 Euro (minus 58%) betragen, verglichen mit 159 Euro für Online-Einkäufe. Seltsamerweise ist auch das Online-Budget um 16% zurückgegangen. Doch während sie darauf warten, dass die physischen Geschäfte wieder öffnen, sind die Franzosen gezwungen, online einzukaufen, zumal die Supermärkte ganze Departements schließen mussten, um den Forderungen der Regierung nachzukommen. Es ist offensichtlich, dass der Lockdown insgesamt zu einem Rückgang der Kaufabsichten geführt hat, da das Gesamtbudget seit seiner Ankündigung um 11% gesunken ist.

Wenn Ladenbesitzer es so eilig haben, ihre Geschäfte für die Weihnachtszeit wieder zu öffnen, dann auch deshalb, weil die Franzosen vorhatten, massiv im Einzelhandel einzukaufen. 70 % der Befragten planten, ihre Weihnachtsgeschenke in Geschäften: In Supermärkten (51 %), in kleinen unabhängigen Geschäften (47 %) oder in Fachgeschäften (46 %). Ein Großteil dieser Einkäufe werden wahrscheinlich auf E-Commerce-Plattformen landen. Trotz der administrativen Schließung von Geschäften ist jeder zweite Franzose aber immer noch daran interessiert, seine Weihnachtsgeschenke in Geschäften zu kaufen. Auf der anderen Seite hat die Krise keinen Einfluss auf die Art der Geschenke. Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen, wie in anderen Jahren auch, kulturelle Produkte, Spielzeug sowie Hightech- und Haushaltsgeräte.


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