À la une · 06.10.2021 10:03
Gesundheitspass nach Verteidigungsrat am Mittwoch an lokale Situationen angepasst?
Der am 21. Juli eingeführte Gesundheitspass steht auf der Tagesordnung des Verteidigungsrates, der am Mittwochmorgen von Emmanuel Macron geleitet wird. Er wird sich auf die Stellungnahme des wissenschaftlichen Rates stützen. Wird Frankreich angesichts der...
Der am 21. Juli eingeführte Gesundheitspass steht auf der Tagesordnung des Verteidigungsrates, der am Mittwochmorgen von Emmanuel Macron geleitet wird. Er wird sich auf die Stellungnahme des wissenschaftlichen Rates stützen.
Wird Frankreich angesichts der besseren Covid-19-Zahlen seit Beginn des Schuljahres die Nutzung des Gesundheitspasses lockern? Die Frage liegt auf dem Tisch des Nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsrates, der am Mittwochmorgen im Elysée-Palast mit Emmanuel Macron zusammenkommt.
Olivier Véran bestätigte am Montag, dass eine Lockerung des Gesundheitspasses geprüft wird. "Wenn das Virus zurückgeht, nehmen auch die Einschränkungen ab", hatte der Gesundheitsminister erklärt. Regierungssprecher Gabriel Attal hatte bereits am 19. September im BFMTV angedeutet, dass die Verwendung des Gesundheitspasses geändert werden soll, um "die Regeln an die lokale Situation anzupassen".
Der Verteidigungsrat wird sich bei seiner Entscheidung auf die Stellungnahme des wissenschaftlichen Rates stützen.
Angesichts des Rückgangs von Covid-19 - auch wenn 7.096 Personen im Krankenhaus behandelt werden, darunter 1.279 auf der Intensivstation - hat die Regierung bereits seit Anfang der Woche die Kontrolle in den Schulen gelockert. In 47 Departements, darunter Aveyron, Gers, Lozère, Tarn und Tarn-et-Garonne, ist die Maske in der Grundschule nicht mehr Pflicht. In den anderen 54 Departements bleibt die Maske aber bis auf Weiteres Pflicht.
Weitere Lockerungen kamen hinzu: Aufhebung der Besuchergrenze für Stehkonzerte, Diskotheken und Tanzlokale und Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Straßenverkehr in mehreren Departements.
Dies wurde beschlossen, weil die Inzidenzrate unter den Schwellenwert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner fiel. Am 5. Oktober liegen nur noch alle Departements der Ile-de-France und sechzehn weitere Departements über der Schwelle von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner.
Der Gesundheitspass wurde am 21. Juli eingeführt und am 9. August verlängert. Er ist für alle Personen über 12 Jahren erforderlich, um Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Sportvereine zu besuchen.
Gegen den Gesundheitspass wird seit zwölf Samstagen von mehreren zehntausend Menschen protestiert. Die Mobilisierung nimmt jedoch Samstag für Samstag ab.