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À la une · 25.10.2020 14:10

Droht der Lockdown: Ist die Ausgangssperre bereits überholt?

Ist die Ausgangssperre ausreichend, um die Zunahme der Ansteckungen in Frankreich zu verlangsamen? Einige Angehörige der Gesundheitsberufe bezweifeln dies. Auch wenn es für eine erste Einschätzung noch zu früh ist, könnte sich die zweistufige...

Ist die Ausgangssperre ausreichend, um die Zunahme der Ansteckungen in Frankreich zu verlangsamen? Einige Angehörige der Gesundheitsberufe bezweifeln dies.

Auch wenn es für eine erste Einschätzung noch zu früh ist, könnte sich die zweistufige Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre für mehr als zwei Drittel der französischen Bevölkerung schnell als unzureichend erweisen, um der Ausbreitung des Covid-19-Virus zu begegnen.

Tag für Tag werden Rekorde bei neuen Ansteckungen gebrochen - mehr als 45.000 allein am Samstag, dem 24. Oktober -, so dass einige Angehörige der Ärzteschaft eine zweite Welle befürchten, die noch heftiger sein könnte als die erste.

Am Sonntagmorgen äußerte der Epidemiologe Martin Blachier in LCI eindeutig Zweifel an der Wirksamkeit der Ausgangssperre, die seiner Meinung nach angesichts der Ausbreitung des inzwischen "endemisch" gewordenen Virus zu spät ausgelöst wurde und nicht mehr die erhoffte Wirkung zeigen werde.

Ein Lockdown am Wochenende?
Die einzige Lösung sei in der gegenwärtigen Situation, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen, indem man sie in ihren Häusern einsperre. Eine Maßnahme, die bereits im vergangenen Frühjahr im Zusammenhang mit der für ältere oder kranke Menschen angeordnet wurde, eine Maßnahme, die Emmanuel Macron jedoch schnell zurücknahm, in dem Bestreben, keine "Diskriminierung zwischen Mitbürgern" zu schaffen.

Könnte das aktuelle Bild und der sich bereits abzeichnende Winter die Situation ändern? Jedenfalls ist heute bei weitem nicht die Zeit für Optimismus. "Entweder fangen die Kurven an, sich nach unten zu bewegen, und wir lassen die Ausgangssperre so, wie sie ist, oder es reicht nicht aus [...] und in diesem Fall müssen wir wahrscheinlich härtere Maßnahmen ergreifen", warnte Cédric O., der französische Staatssekretär für digitale Medien, der am Sonntag zu France Info eingeladen war.

Neben der Herabsetzung der Ausgangssperre (z.B. von 21 Uhr auf 19 Uhr) bleibt die Möglichkeit lokal begrenzter Lockdowns und sogar die von den Ärzten in Lyon lancierte Idee, an Wochenenden einen Lockdown zu verhängen... "Alle Maßnahmen, die es ermöglichen, den Druck auf das Gesundheitssystem zu verringern [...] sind immer eine gute Lösung", sagte Sylvie Briand, WHO-Direktorin für Seuchenrisiken.

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