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Aktuell · 27.06.2026 19:29

Affaire Lyhanna: Frau von Jérôme Barella erstattet Anzeige wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt

Die Lebensgefährtin von Jérôme Barella hat am 18. und 19. Juni vor der nationalen Ermittlungsabteilung der Gendarmerie als Zeugin ausgesagt. Barella sowie sein Bruder und Vater sind auch in andere Fälle von Kindesmissbrauch und…

Paris – 27.06.2026: Die Ermittlungen im Fall Lyhanna nehmen eine neue Wendung. Die Lebensgefährtin von Jérôme Barella hat am 18. und 19. Juni vor der nationalen Ermittlungsabteilung der Gendarmerie als Zeugin ausgesagt. In ihrer Aussage schilderte sie Vorwürfe von Vergewaltigung und häuslicher Gewalt durch Barella. Diese Anschuldigungen werfen ein neues Licht auf die bisherigen Ermittlungen und erweitern den Kreis der Verdächtigen.

Jérôme Barella, ein Mann mittleren Alters, war bereits in den Fokus der Ermittler geraten, nachdem seine Tochter Lyhanna unter mysteriösen Umständen verschwunden war. Die Polizei hatte zunächst vermutet, dass Lyhanna Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte, doch die genauen Umstände ihres Verschwindens blieben unklar.

Die jüngsten Aussagen der Lebensgefährtin von Barella haben nun zusätzliche Ermittlungsansätze geliefert. Sie berichtete von wiederholten Vorfällen häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen durch Barella. Diese Schilderungen wurden von der Gendarmerie ernst genommen und führten zu einer Erweiterung der Ermittlungen.

Neben Jérôme Barella stehen auch sein Bruder und sein Vater im Verdacht, in ähnliche Vorfälle verwickelt zu sein. Beide wurden in der Vergangenheit in andere Fälle von Kindesmissbrauch und Vergewaltigung innerhalb der Ehe genannt. Die Ermittler prüfen nun, inwieweit diese Vorwürfe miteinander verknüpft sind und ob ein systematisches Muster vorliegt.

Die Familie Barella lebt in einem Vorort von Paris. Nachbarn beschreiben sie als zurückgezogen und wenig kontaktfreudig. Einige berichten jedoch von wiederholten Streitereien und lauten Auseinandersetzungen, die aus der Wohnung drangen. Diese Beobachtungen decken sich mit den Aussagen der Lebensgefährtin und werfen Fragen zur familiären Dynamik auf.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt gegen Jérôme Barella eingeleitet. Es wird geprüft, ob weitere Anklagen erhoben werden können, insbesondere im Hinblick auf die Vorwürfe gegen seinen Bruder und Vater. Die Ermittler betonen die Bedeutung einer gründlichen Aufklärung, um den Opfern gerecht zu werden und mögliche weitere Gefahren für die Familie zu identifizieren.

In Frankreich sind Fälle von häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen nach wie vor ein ernstes gesellschaftliches Problem. Trotz zahlreicher Initiativen und gesetzlicher Änderungen bleibt die Dunkelziffer hoch. Experten betonen die Notwendigkeit, Betroffenen Gehör zu schenken und ihnen Schutz zu bieten, um solche Taten zu verhindern und Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Ermittlungen im Fall Lyhanna stehen noch am Anfang. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Informationen ans Licht kommen und welche rechtlichen Schritte letztlich eingeleitet werden. Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, aufmerksam zu bleiben und bei Verdacht auf ähnliche Vorfälle nicht zu zögern, Hilfe zu suchen und die Behörden zu informieren.

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