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Aktuell · 22.06.2026 16:09

Andy Burnham kandidiert für die Nachfolge von Keir Starmer als Vorsitzender der Labour Party

Der ehemalige Gesundheits- und Kulturminister Andy Burnham hat seine Kandidatur für den Vorsitz der britischen Labour Party bekannt gegeben, nachdem Premierminister Keir Starmer wegen interner Kritik zurückgetreten ist.

London – 22.06.2026: Andy Burnham, ehemaliger Gesundheits- und Kulturminister sowie langjähriger Bürgermeister von Greater Manchester, hat offiziell seine Kandidatur für den Vorsitz der Labour Party angekündigt. Der Schritt folgt auf den Rücktritt von Keir Starmer als Parteivorsitzender und Premierminister, der angesichts wachsender interner Kritik und eines Rückgangs der Popularität die Konsequenzen gezogen hatte.

Burnham, der zuletzt bei der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield mit rund 55 Prozent der Stimmen gewann, gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge. Er bringt neben seiner politischen Erfahrung auch breite Unterstützung innerhalb der Partei mit. Insbesondere prominente Labour-Politiker wie Wes Streeting solidarisieren sich mit ihm, was Burnhams Position zusätzlich stärkt.

In seiner Siegesrede betonte Burnham die Notwendigkeit eines Neuanfangs für die Labour Party. Er kündigte an, den Fokus auf wirtschaftliche Erneuerung und die Stärkung der nördlichen Regionen Großbritanniens zu legen, die unter jahrelanger Vernachlässigung leiden. Sein Ziel ist es, mit einer glaubwürdigen Politik das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen und die Partei wieder als starke Kraft im britischen Parlament zu etablieren.

Trotz seines Rücktritts übt Keir Starmer sein Amt vorerst kommissarisch weiter aus. Er warnte vor einer zu schnellen innerparteilichen Auseinandersetzung und betonte, dass zunächst die Wahl eines neuen Bürgermeisters für Greater Manchester Priorität haben sollte. Starmer zeigte sich zwar zurückhaltend, räumte aber ein, dass eine neue Führung der Labour Party bevorstehe.

Die offizielle Kandidatenaufstellung für den Parteivorsitz beginnt am 9. Juli. Experten gehen davon aus, dass Andy Burnham, wenn es keine größeren internen Widerstände gibt, noch im Juli zum neuen Vorsitzenden gewählt werden könnte. Er wird jedoch voraussichtlich keine radikalen Kursänderungen einleiten, sondern auf Kontinuität und konsensorientierte Politik setzen.

Burnham ist insbesondere unter dem Spitznamen „König des Nordens“ bekannt geworden. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Greater Manchester setzte er sich für soziale Reformen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region ein. Seine Rückkehr in das Parlament und sein nun angestrebter Parteivorsitz markieren einen wichtigen Wendepunkt für die Labour Party, die sich nach Jahren der Führungswechsel neu positionieren muss.

Die Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist angesichts der aktuellen politischen Lage in Großbritannien ein bedeutendes Ereignis. Die Labour Party hofft, mit Burnham eine charismatische Persönlichkeit zu gewinnen, die sie sowohl intern einen als auch bei der nächsten Parlamentswahl erfolgreich führen kann. Burnhams Kandidatur wird als entscheidend für die zukünftige strategische Ausrichtung der Partei bewertet und könnte deren politische Zukunft maßgeblich prägen.

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