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À la une · 25.02.2025 10:30

Angriff auf russisches Konsulat in Marseille: Zwei Personen in Gewahrsam

Nach dem Angriff auf das russische Konsulat in Marseille wurden zwei Verdächtige festgenommen. Die Ermittlungen laufen, während Moskau scharfe Worte findet. Explosionen ohne Schäden oder Verletzte Am frühen Montagmorgen, noch vor 8 Uhr, wurde...

Nach dem Angriff auf das russische Konsulat in Marseille wurden zwei Verdächtige festgenommen. Die Ermittlungen laufen, während Moskau scharfe Worte findet.

Explosionen ohne Schäden oder Verletzte

Am frühen Montagmorgen, noch vor 8 Uhr, wurde das russische Konsulat im wohlhabenden 8. Arrondissement von Marseille Ziel eines Angriffs. Drei Plastikflaschen, mutmaßlich mit explosiven Substanzen gefüllt, wurden in den Garten des Konsulats geworfen. Zwei davon detonierten – doch glücklicherweise kam niemand zu Schaden, und es entstand kein Sachschaden.

Dennoch reagierte Moskau umgehend: Der Angriff sei ein „terroristischer Akt“, erklärte die russische Regierung. Der Vorfall ereignete sich am dritten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine – ein Datum mit Symbolkraft.

Zwei Verdächtige in Gewahrsam

Die französische Polizei nahm am Dienstag zwei Personen fest. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um zwei Erwachsene, weitere Details zu ihrer Identität oder ihrem möglichen Motiv wurden nicht bekannt gegeben.

Die regionale Zeitung La Provence berichtet, dass die beiden Verdächtigen zuvor an einer Demonstration zur Unterstützung der Ukraine teilgenommen haben sollen. Ob und inwiefern dieser Protest in Verbindung mit dem Angriff auf das Konsulat steht, ist noch unklar.

Diplomatische Spannungen steigen

Die russische Seite bleibt nicht untätig. Der Russische Ermittlungsausschuss – zuständig für schwerwiegende Straftaten – eröffnete ein Verfahren wegen eines Angriffs auf eine international geschützte Institution. In Russland könnte eine solche Tat mit bis zu zwölf Jahren Haft bestraft werden.

Die französische Regierung hingegen bemüht sich um Schadensbegrenzung. Das Außenministerium in Paris betonte in einer Stellungnahme, dass Frankreich „jede Gefährdung diplomatischer Einrichtungen“ verurteile. Der Schutz diplomatischer Missionen sei ein „Grundprinzip des Völkerrechts“.

Gespaltene Reaktionen in Marseille

Im Viertel rund um das Konsulat bleibt die Stimmung ruhig. Keiner der befragten Anwohner will Explosionen gehört haben – trotz der gemeldeten Detonationen. Einigen scheint der Vorfall fast surreal: „Hätten wir wirklich Explosionen gehabt, wäre hier doch sofort alles abgesperrt gewesen“, meint ein Passant.

Andere hingegen sehen den Angriff im Kontext der aktuellen geopolitischen Spannungen. „In einer Stadt wie Marseille, wo so viele Kulturen aufeinandertreffen, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ukraine-Krieg sich auch auf der Straße bemerkbar macht“, sagt eine Cafébesitzerin in der Nähe des Konsulats.

Noch viele offene Fragen

War dieser Angriff eine gezielte politische Botschaft oder eine unüberlegte Aktion von Einzeltätern? Welche Rolle spielen die festgenommenen Personen wirklich? Und wie wird Russland auf diesen Vorfall reagieren?

Die Ermittlungen stehen noch am Anfang – doch eines ist sicher: Die ohnehin angespannte diplomatische Lage zwischen Frankreich und Russland hat einen weiteren kritischen Punkt erreicht.

Von C. Hatty

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