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Monaco · 09.07.2026 08:01

Attentat in Monaco: Hauptverdächtige tot aufgefunden – zwei Festnahmen werfen neue Fragen auf

Die Ermittlungen nach dem spektakulären Sprengstoffanschlag auf einen ukrainischen Geschäftsmann in Monaco nehmen eine dramatische Wendung. Während die Behörden die mutmaßliche Haupttäterin international suchten, wurde die Frau inzwischen tot in der Ukraine aufgefunden. Gleichzeitig...

Die Ermittlungen nach dem spektakulären Sprengstoffanschlag auf einen ukrainischen Geschäftsmann in Monaco nehmen eine dramatische Wendung. Während die Behörden die mutmaßliche Haupttäterin international suchten, wurde die Frau inzwischen tot in der Ukraine aufgefunden. Gleichzeitig nahmen ukrainische Ermittler zwei Männer fest, deren mögliche Verbindungen zu dem Fall nun intensiv untersucht werden. Statt Klarheit bringt diese Entwicklung jedoch vor allem neue Rätsel ans Licht.

Der Anschlag ereignete sich am 29. Juni 2026 vor einem Wohngebäude in Monaco. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die 39-jährige Ukrainerin Anastasiia Berezovska einen Sprengsatz in einem Paket versteckt und diesen gezielt gezündet haben, als der Unternehmer Vadim Ermolaev gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und seinem 13-jährigen Sohn das Gebäude verließ.

Die Explosion richtete verheerende Schäden an. Alle drei Familienmitglieder erlitten schwere Verletzungen. Besonders dramatisch ist der Gesundheitszustand der Lebensgefährtin des Unternehmers, die lebensgefährlich verletzt wurde und sich weiterhin in kritischem Zustand befindet.

Während die Ermittler mit Hochdruck nach der Verdächtigen fahndeten und Interpol eine internationale Fahndung einleitete, entdeckte die ukrainische Polizei ihren Leichnam in der Nähe von Kiew. Die Frau wies Schussverletzungen am Kopf auf, sodass die Ermittler von einem gewaltsamen Tod ausgehen. Nach bisherigen Erkenntnissen war sie kurz nach dem Anschlag in ihre Heimat zurückgekehrt. Unter welchen Umständen sie getötet wurde und wer dafür verantwortlich ist, bleibt bislang ungeklärt.

Parallel dazu nahmen die ukrainischen Behörden zwei Männer fest. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen ehemaligen Polizeibeamten sowie um einen Mann, der von mehreren Medien mit dem ukrainischen Militärgeheimdienst in Verbindung gebracht wird. Die Ermittler prüfen Geldtransfers und Transaktionen mit Kryptowährungen, die zwischen den Festgenommenen und der getöteten Verdächtigen erfolgt sein sollen. Welche Rolle die beiden tatsächlich spielten, ist derzeit allerdings offen.

Auch das Motiv des Anschlags gibt weiterhin Anlass zu Spekulationen. Vadim Ermolaev zählt zu den bekannten Unternehmern mit ukrainischen Wurzeln und besitzt inzwischen die zyprische Staatsbürgerschaft. Die ukrainischen Behörden belegten ihn bereits vor Jahren mit Sanktionen, nachdem seine geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Krim in den Fokus geraten waren.

Ob hinter dem Anschlag ein persönlicher Racheakt, wirtschaftliche Interessen oder ein größeres Netzwerk steckt, lässt sich bislang nicht beantworten. Hinweise auf eine Beteiligung staatlicher Stellen liegen nach Angaben der Ermittlungsbehörden bisher nicht vor.

Mit dem Tod der mutmaßlichen Hauptverdächtigen verloren die Ermittler eine Schlüsselfigur, die viele offene Fragen hätte beantworten können. Nun arbeiten Behörden aus Monaco, Frankreich und der Ukraine gemeinsam daran, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Die jüngsten Festnahmen markieren zwar einen wichtigen Fortschritt – doch bis zur vollständigen Aufklärung dieses außergewöhnlichen Falls dürfte noch einige Zeit vergehen.

Von Daniel Ivers

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