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Aktuell · 18.07.2026 09:47

Bahrain meldet abgewehrten iranischen Angriff nach neuer US-Angriffswelle

Nach einer weiteren Serie von US-Angriffen auf Ziele im Iran ist Bahrain erneut Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe geworden. Belastbare Angaben zu möglichen Schäden liegen zunächst nicht vor.

Manama – 18.07.2026: Bahrain hat nach übereinstimmenden Berichten einen neuen iranischen Angriff abgewehrt. Die Attacke folgte auf eine weitere Nacht mit US-Luftangriffen gegen Ziele im Iran. Die Lage am Persischen Golf bleibt damit hochgefährlich: Washington und Teheran setzen ihre gegenseitigen Militäraktionen fort, während mehrere Staaten der Region ihre Luftverteidigung in erhöhter Bereitschaft halten.

Nach Angaben aus Bahrain wurden anfliegende Geschosse und unbemannte Fluggeräte abgefangen. Die Behörden veröffentlichten zunächst keine verifizierten Details zur Zahl der eingesetzten Raketen oder Drohnen. Auch zu möglichen Schäden an militärischen oder zivilen Anlagen lagen am Samstagvormittag keine unabhängig bestätigten Informationen vor. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, amtliche Warnungen zu beachten und nicht verifizierte Meldungen nicht weiterzuverbreiten.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, Einrichtungen der USA in Bahrain angegriffen zu haben. Sie sprachen von Treffern auf ein Depot für unbemannte Systeme und ein Zentrum für Künstliche Intelligenz. Diese Darstellung konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Die bahrainische Seite bestätigte zwar die Abwehr eines Angriffs, machte aber keine Angaben, die die iranischen Behauptungen über getroffene Ziele stützen würden.

Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben in der siebten Nacht hintereinander mehrere Standorte im Iran angegriffen. Frühere Mitteilungen des zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM nannten bei vergleichbaren Einsätzen unter anderem Radar-, Kommunikations-, Flugabwehr- und Drohneninfrastruktur als Ziele. Eine aktuelle, detaillierte Aufstellung der in dieser Nacht angegriffenen Anlagen lag zunächst nicht vor.

Bahrain ist wegen der dort stationierten US-Streitkräfte seit Beginn der Kämpfe wiederholt von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen. Das Königreich beherbergt unter anderem Einrichtungen der Fünften US-Flotte. Die bahrainischen Streitkräfte hatten in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt, eine große Zahl iranischer Flugkörper abgefangen zu haben. Die Angaben zu den jeweiligen Angriffen stammen jedoch häufig von Konfliktparteien und sind nur teilweise unabhängig überprüfbar.

Die jüngste Eskalation betrifft nicht nur Bahrain. Iranische Angriffe und Gegenmaßnahmen der USA haben sich in den vergangenen Tagen auch auf weitere Golfstaaten und die Gewässer rund um die Straße von Hormus ausgewirkt. Die Meerenge ist eine zentrale Route für den weltweiten Energiehandel. Jeder neue Schlagabtausch erhöht deshalb das Risiko von Störungen für Schifffahrt, Energieversorgung und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in der Region.

Diplomatische Fortschritte zur Eindämmung der Gewalt sind derzeit nicht erkennbar. Für die Bewertung der jüngsten Attacke bleibt entscheidend, ob Bahrain, die USA oder unabhängige Stellen nachträglich konkrete Angaben zu Einschlägen, Schäden oder Opfern veröffentlichen. Bis dahin stehen die bestätigte Abwehr in Bahrain und die fortgesetzten gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und Iran im Mittelpunkt der aktuellen Lage.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Tagesschau
  • US Central Command
  • Bahrain News Agency

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