SAMSTAG, 04. JULI 2026 Anmelden / Beitreten Mitgliedskonto
Zurück

Aktuell · 04.07.2026 12:44

Canet-en-Roussillon: Hunderte Bungalows zerstört, Tausende Urlauber evakuiert

Nach dem Großbrand vom 2. Juli in Sainte-Marie-la-Mer und Canet-en-Roussillon melden Behörden Hunderte zerstörte Mobilheime und rund 3.000 Evakuierte. Das Feuer gilt seit 3. Juli als „fixiert“, Nachlöscharbeiten und Ermittlungen laufen.

Canet-en-Roussillon – 04.07.2026: Ein heftiger Brand, der am 2. Juli in Sainte-Marie-la-Mer ausbrach und sich mit starkem Wind entlang der Küste bis nach Canet-en-Roussillon (Pyrénées-Orientales) ausbreitete, hat mehrere Campingplätze schwer getroffen. Die Präfektur bestätigte am Freitag, dass das Feuer seit dem 3. Juli als fixiert gilt. Glutnester werden weiter überwacht, Löschmannschaften bleiben zunächst in erhöhter Bereitschaft.

Ersten Schadensbilanzen zufolge wurden mehrere hundert Ferienunterkünfte zerstört. In lokalen Übersichten ist von etwa 256 bis 281 verbrannten Mobilheimen die Rede. Besonders betroffen sind nach Angaben der Kommunen die Plätze Le Brasilia und Homair La Marina sowie ein weiterer angrenzender Standort. Viele der evakuierten Gäste konnten nur das Nötigste mitnehmen; zahlreiche Parzellen und Gemeinschaftsbereiche sind unbenutzbar. Bilder aus der Region zeigen verkohlte Stellflächen, geschmolzene Kunststoffteile und abgebrannte Holzveranden.

Rund 3.000 Menschen – überwiegend Urlauber, aber auch Anwohner in Randbereichen – wurden in Sicherheit gebracht. Die Gemeinde richtete Notunterkünfte und Informationspunkte ein, wo Verpflegung, medizinische Betreuung und erste psychologische Unterstützung organisiert wurden. Betroffene wurden gebeten, Kontakt zu ihren Versicherungen aufzunehmen und sich bei der Gemeindeverwaltung für weitere Informationen zu melden. Für Reisende, die an diesem Wochenende anreisen, haben die Betreiber der betroffenen Plätze Umbuchungen oder Rückerstattungen in Aussicht gestellt, während unbeschädigte Anlagen in der Umgebung ihre Kapazitäten prüfen.

Auch die örtliche Industrie blieb nicht verschont: Auf dem Werksgelände der Catana Group, einem Hersteller von Yachten und Katamaranen, kam es zu Schäden an Außenflächen. Das Unternehmen erklärte, dass sicherheitsrelevante Bereiche und wesentliche Produktionsmittel geschützt werden konnten und das Personal rechtzeitig evakuiert wurde. Ein genauer Überblick über Ausfälle und Reparaturbedarf steht noch aus.

Im Einsatz waren zahlreiche Sapeurs-pompiers des Départements, unterstützt von Einheiten aus Nachbarregionen. Mehrere Zivilpersonen und Einsatzkräfte erlitten leichte Rauchvergiftungen; schwerere Verletzungen wurden bislang nicht bestätigt. Parallel prüfen Staatsanwaltschaft und Feuerwehrführungen die Brandursache sowie den genauen Verlauf. Offizielle Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die Folgen für den Tourismus der Küstenorte sind unmittelbar spürbar. Kommunen und Präfektur arbeiten an kurzfristigen Hilfen, etwa bei Unterbringung, Räumung von Trümmern und Sicherheitssperren. Mittelfristig geht es um Wiederaufbau, Entschädigungen und mögliche zusätzliche Sicherheitsauflagen für Campingplätze – etwa erweiterte Brandschneisen, strengere Vegetationspflege und Notfallpläne für windreiche Tage. Betreiber und Beschäftigte rechnen damit, dass einige Bereiche während der Sommersaison geschlossen bleiben, während weniger betroffene Zonen nach Kontrollen schrittweise wieder öffnen könnten.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1
  • Préfecture des Pyrénées-Orientales
  • Catana Group

Nachrichten per E-Mail erhalten

Mit dem kostenlosen Mitgliedskonto von France Premium legen Sie fest, welche Hinweise Sie per E-Mail bekommen möchten: sofort bei wichtigen Meldungen oder als ruhige Tageszusammenfassung.

  • News und Tageszeitung nach Ihren Interessen
  • Wetter- und Verkehrshinweise für gewählte Regionen
  • Fußball-Liveereignisse zu ausgewählten Teams
  • Rezepte, Kultur, Veranstaltungen und Premium-Hinweise
Newsletter bestellen

Die Anmeldung ist kostenlos. Sie können Ihre Auswahl jederzeit im Mitgliedskonto ändern oder abbestellen.