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Aktuell · 29.06.2026 05:04

Canicule: Bildungsminister Geffray setzt Prüfungen auf Vormittage fest

Aufgrund steigender Temperaturen werden Prüfungen künftig nur noch vormittags abgehalten. Bildungsminister Édouard Geffray gab bekannt, dass ab der nächsten Prüfungssession keine Prüfungen mehr am Nachmittag stattfinden.

Paris – 29.06.2026: Zur Bewältigung der zunehmenden Hitzewellen in Frankreich hat Édouard Geffray, Bildungsminister, am 28. Juni 2026 im Interview mit Franceinfo angekündigt, dass ab der kommenden Prüfungssession alle schulischen Prüfungen ausschließlich vormittags stattfinden werden. "Ab der nächsten Prüfungssession wird keine Prüfung mehr am Nachmittag stattfinden", bekräftigte Geffray und verwies damit auf den dringenden Bedarf, die gesundheitlichen Risiken und Belastungen für Schülerinnen und Schüler angesichts extremer Hitze zu reduzieren.

Diese Regelung ist eine Reaktion auf die Belastungen während der aktuellen Saison, in der bereits Anpassungen vorgenommen wurden: So fanden etwa die schriftlichen Prüfungen des baccalauréats ausschließlich vormittags statt, um die Schülerinnen und Schüler vor der Mittagshitze zu schützen. Mündliche Prüfungen, wie das "Grand Oral", mussten jedoch teilweise noch bis zum 1. Juli abgehalten werden. Lehrergewerkschaften lobten die Verlagerung der Prüfungstermine, wiesen jedoch darauf hin, dass temporäre Maßnahmen allein nicht reichen. Es brauche nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur von Schulen, um langfristig angemessene klimatische Bedingungen sicherzustellen.

Die Maßnahme Teil einer breiter angelegten Strategie des Bildungsministeriums, die Folgen des Klimawandels auf das schulische Umfeld aktiv zu adressieren. Neben der Anpassung der Prüfungszeiten wird über die Modernisierung von Gebäuden diskutiert, einschließlich verbesserter Lüftungs- und Klimatisierungssysteme. Ziel ist es, das Lernumfeld trotz steigender Temperaturen zu erhalten und negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu vermeiden.

Frankreich erlebt in den vergangenen Jahren eine zunehmende Frequenz und Intensität von Hitzewellen, die den Alltag und verschiedenste gesellschaftliche Bereiche stark beeinflussen. Gerade im Bildungssystem zeigen sich die Herausforderungen deutlich, da körperliche Belastungen durch Hitze die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen können. Die Entscheidung, anfällige Prüfungen auf die Vormittagsstunden zu verlegen, soll diesen Risiken vorbeugen und einen sicheren Ablauf der Abschlussprüfungen garantieren.

Die neue Regelung bringt jedoch auch organisatorische Herausforderungen mit sich, etwa für den Schülertransport und die Terminplanung in Schulen. Dennoch wird diese Maßnahme von Bildungsexperten mehrheitlich als notwendig und sinnvoll eingestuft, um den angepasst an das sich wandelnde Klima die Bildungsqualität zu gewährleisten.

Die Ankündigung durch Minister Geffray zeigt eine entschlossene Haltung der Regierung im Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Mit weiteren Anpassungen im Bildungssektor ist in den kommenden Jahren zu rechnen. Welche zusätzlichen Schritte das Bildungsministerium ergreifen wird, um Schulen besser gegen Klimarisiken zu rüsten, bleibt abzuwarten, ist jedoch bereits Thema intensiver Gespräche mit Bildungsakteuren und Kommunen.

Quellen

  • Franceinfo

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