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Aktuell · 25.06.2026 17:31

Canicule: Bildungsminister Geffray verteidigt Schulöffnungen und hält an Prüfungen fest

Trotz der aktuellen Hitzewelle verteidigt Bildungsminister Édouard Geffray die Öffnung von Schulen und die Durchführung von Prüfungen. Er betont, dass die Entscheidung, ob ein Kind besser zu Hause oder in der Schule aufgehoben ist,…

Paris – 25.06.2026: Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Frankreich hat Bildungsminister Édouard Geffray die Entscheidung verteidigt, die Schulen weiter zu öffnen und die anstehenden Prüfungen durchzuführen. Im Gespräch mit der Sendung "Les 4V" auf France 2 am 25. Juni erläuterte Geffray, dass die Maßnahmen zur Schulschließung regional differenziert geregelt seien, um die Sicherheit von Schülern und Personal zu gewährleisten.

In besonders hitzegeplagten Regionen wurden bereits zahlreiche Schulen und Colleges geschlossen oder haben ihre Stundenpläne angepasst. Bis zum 25. Juni waren 3.500 Schulen komplett geschlossen, während fast 10.000 weitere ihre Unterrichtszeiten änderten, um den Schülern beispielsweise eine frühere Heimkehr bei hohen Temperaturen zu ermöglichen. Geffray betonte, dass diese Maßnahmen vor allem Schutzmaßnahmen seien und weiterhin in Abstimmung mit den lokalen Behörden und Schulleitern getroffen würden.

Trotz der hohen Temperaturen, die in manchen Regionen über 38 Grad Celsius klettern, hält der Bildungsminister an der Durchführung des „Diplôme National du Brevet“ (DNB) fest, der am Freitag, dem 26. Juni, beginnt. Die Prüfungen sollen planmäßig am Vormittag stattfinden. Schulen sind angewiesen, die kühlsten Räume für die Prüfungen zu nutzen und darüber hinaus besondere Vorkehrungen zu treffen, um die Belastung der Kandidaten zu verringern. Rund 854.000 Schülerinnen und Schüler sind in diesem Jahr voraussichtlich zur Prüfung angemeldet.

Die Forderung einiger Gewerkschaften, Unterricht und Prüfungen bereits ab einer Temperatur von 30 Grad abzusagen, lehnte Geffray ab. Er machte deutlich, dass die Fortführung des Schulbetriebs wichtig sei, sofern die Sicherheit gewährleistet ist. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer individuellen Abwägung, bei der Eltern und Verantwortliche entscheiden sollen, ob ein Kind besser zu Hause oder in der Schule aufgehoben ist.

Der Minister betonte zudem, dass die Situation sorgfältig beobachtet werde und bei Bedarf weitere Anpassungen vorgenommen würden. Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler sowie des Schulpersonals stehen für ihn an oberster Stelle. Geffray appellierte an die Eigenverantwortung der lokalen Behörden und der Schulleitungen, flexibel und pragmatisch zu handeln, um den unterschiedlichen Herausforderungen durch die Hitzebelastung gerecht zu werden.

Abschließend verwies er darauf, dass trotz der schwierigen Wetterbedingungen die schulische Ausbildung und das Bestehen von Prüfungen für die Zukunft der jungen Menschen von großer Bedeutung bleiben. Er würdigte den Einsatz der Lehrkräfte und Schulverwaltungen angesichts der außergewöhnlichen Umstände.

Die aktuelle Hitzewelle stellt Frankreich vor große Herausforderungen. Neben Bildungseinrichtungen sind auch andere öffentliche Dienste gefordert, Schutzmaßnahmen zu koordinieren und auf gesundheitliche Risiken schnell zu reagieren.

Quellen

  • VousNousIls
  • Franceinfo

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