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Aktuell · 13.07.2026 18:45

CGT fordert mehr Mittel gegen die wachsende Waldbrandgefahr

Nach einer außergewöhnlich frühen und schweren Brandsaison verlangt die CGT zusätzliche Stellen, moderne Ausrüstung und eine stärkere Prävention. Der Staat verweist auf erhebliche Investitionen, doch der Zielkonflikt zwischen langfristigem Ausbau und akutem Einsatzdruck bleibt…

Paris – 13.07.2026: Die Gewerkschaft CGT der französischen Feuerwehr- und Rettungsdienste beklagt eine wachsende Lücke zwischen der Waldbrandgefahr und den verfügbaren Einsatzmitteln. Anlass ist eine Saison, die ungewöhnlich früh begann und die Sicherheitskräfte seit Wochen in mehreren Regionen stark beansprucht. Nach Angaben der Generaldirektion für Zivilschutz waren bis zum 10. Juli bereits mehr als 25.000 Hektar von Bränden betroffen.

Die CGT verlangt vor allem mehr Personal in den departementalen Feuerwehr- und Rettungsdiensten, eine Modernisierung von Fahrzeugen und Spezialausrüstung sowie eine Erneuerung der Löschflugzeugflotte. Zugleich fordert sie stärkere öffentliche Kapazitäten bei der Waldpflege, der Wetterbeobachtung und der Risikovorsorge. Die Gewerkschaft verweist darauf, dass Hitze, Trockenheit und Extremwetter die Brände früher im Jahr auslösen und ihre Bekämpfung erschweren.

Die Forderung richtet sich damit nicht allein auf die Zahl der Löschfahrzeuge oder Flugzeuge. Für die CGT ist der Brandschutz eine übergreifende öffentliche Aufgabe: Die Pflege von Waldflächen, die Raumplanung nahe gefährdeter Gebiete und die personelle Ausstattung staatlicher Stellen müssten mit den Einsatzkapazitäten der Feuerwehr abgestimmt werden. Diese Argumentation verbindet die akute Belastung der Einsatzkräfte mit einer langfristigen Anpassung an veränderte Klimarisiken.

Das Innenministerium verweist seinerseits auf den seit den Großbränden von 2022 beschlossenen Ausbau. Der Staat unterstützt den sogenannten Kapazitätspakt für die Feuerwehr- und Rettungsdienste mit 150 Millionen Euro bei einem Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro. Von 1.083 vorgesehenen Fahrzeugen waren Anfang Juni 541 ausgeliefert; bis Ende 2026 sollen es 747 sein. Zudem wurde 2025 in Libourne ein viertes Ausbildungs- und Einsatzregiment der Zivilsicherheit aufgebaut.

Auch die Luftmittel werden schrittweise erweitert. Frankreich hat zwei neue Canadair-Flugzeuge für knapp 200 Millionen Euro bestellt und finanziert gemeinsam mit der Europäischen Union zwei weitere Maschinen. Nach Regierungsangaben soll die Flotte der Zivilsicherheit bis 2032 auf 16 Canadair anwachsen. Die Liefertermine liegen jedoch in den Jahren 2028 und später. Der heutige Schutz hängt daher weiterhin wesentlich von vorhandenen Mitteln, vorbeugender Stationierung und der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern ab.

Institutionell bleibt die Verantwortung geteilt: Die departementalen Dienste tragen den Großteil der Bodeneinsätze, während der Staat über die Generaldirektion für Zivilschutz nationale Luft- und Verstärkungsmittel koordiniert. Das nationale Koordinierungszentrum in Nimes-Garons soll Risiken früh erkennen und Ressourcen in besonders gefährdete Gebiete verlegen. Nach Angaben der Zivilsicherheit gehen fast neun von zehn Brandentstehungen auf menschliche Aktivitäten zurück. Prävention bleibt deshalb neben der Aufstockung der Einsatzmittel ein zentraler Bestandteil der staatlichen Strategie.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium des Innern
  • Französische Zivilsicherheit
  • CGT

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