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Aktuell · 25.06.2026 12:08

China verstärkt Repression in Tibet unter neuem hochrangigen Beamten

Seit der Ernennung eines neuen hochrangigen Beamten in Tibet berichten Tibeter von einer verstärkten Repression, darunter die Zerstörung religiöser Symbole und die Entfernung von Gebetsfahnen.

Lhasa – 25.06.2026: Seit der Ernennung eines neuen hochrangigen Beamten in Tibet melden Tibeter eine verstärkte Repression durch chinesische Behörden. Dazu gehören die Zerstörung religiöser Symbole, das Entfernen von Gebetsfahnen in öffentlich zugänglichen Bereichen sowie der Austausch tibetischer Beamter durch chinesische Funktionäre. Diese Entwicklungen erinnern an Elemente einer neuen "kulturellen Revolution" und deuten auf eine systematische Verschärfung der Kontrolle hin.

Berichte des Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) dokumentieren, dass China seine politische und ideologische Kontrolle über die Region durch eine Reihe von Rechtsreformen, administrativen Anordnungen, Überwachungsmaßnahmen und politischen Kampagnen verstärkt. Ziel ist es, die tibetische Identität in einem Sinn zu formen, der die Loyalität gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) fördert und die kulturellen sowie religiösen Eigenheiten einschränkt.

Besonders besorgniserregend ist der Fall des tibetischen religiösen Führers Tulku Hungkar Dorje, der während einer gemeinsamen Operation chinesischer und vietnamesischer Behörden in Vietnam festgenommen und anschließend außergerichtlich getötet wurde. Dieser Vorfall hat innerhalb der tibetischen Gemeinschaft und international für große Bestürzung gesorgt und verdeutlicht die transnationale Dimension der Repression.

Seit Anfang 2026 entsandte die chinesische Regierung über 22.000 Beamte in tibetische Dörfer, um die politische Bildung zu intensivieren, Parteiorganisationen auf lokaler Ebene zu fördern und die sogenannte soziale Stabilität sicherzustellen. Kritiker wie die International Campaign for Tibet sehen darin ein Mittel zur politischen Indoktrination und verstärkten Überwachung der Bevölkerung.

Die am 12. März 2026 verabschiedete und zum 1. Juli 2026 in Kraft tretende "Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts" erhöht die Befürchtungen über eine erzwungene Assimilation der Tibeter. Dieses Gesetz schreibt die Unterordnung der tibetischen Identität unter eine von der KPCh vorgegebene "chinesische Nation" fest und schwächt regionale Autonomierechte.

Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Vereinten Nationen, hat wiederholt Kritik an der Menschenrechtslage in Tibet geübt. Volker Turk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, forderte die chinesischen Behörden auf, einschränkende gesetzliche Bestimmungen nicht zur Unterdrückung der friedlichen Ausübung von Grundrechten zu nutzen und die willkürliche Inhaftierung von Personen zu beenden.

Trotz dieser Kritik hält die chinesische Regierung an ihrer Politik der verstärkten Kontrolle und Assimilation in Tibet fest. Die tibetische Bevölkerung sieht sich weiterhin großen Herausforderungen gegenüber, wenn es darum geht, ihre kulturellen und religiösen Traditionen zu bewahren.

Die Lage in Tibet bleibt angespannt. Beobachter gehen davon aus, dass die internationale Zusammenarbeit zur Wahrung der Menschenrechte und zur Unterstützung der tibetischen Kultur und Religion aufrechterhalten wird.

Quellen

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