À la une · 18.03.2022 10:03
Covid-19: Erster französischer Impfstoff "Valneva" könnte im Mai verfügbar sein
Das Biotech-Unternehmen Valneva aus Nantes wartet auf das grüne Licht der Europäischen Arzneimittelagentur. Bald sollte nun auch der erste französische Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein. Der Generaldirektor des Herstellers Valneva, Franck Grimaud, kündigte...
Das Biotech-Unternehmen Valneva aus Nantes wartet auf das grüne Licht der Europäischen Arzneimittelagentur.
Bald sollte nun auch der erste französische Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein. Der Generaldirektor des Herstellers Valneva, Franck Grimaud, kündigte an, dass das Serum "wahrscheinlich im Mai" geliefert werden kann. Dann hofft das Biotech-Unternehmen die letzten regulatorischen Genehmigungen erhalten zu haben. Der Impfstoff befinde sich derzeit "in der Endphase", um seine Marktzulassung zu erhalten. "Wir hoffen, dass wir die endgültige Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur Ende April erhalten können", sagt Franck Grimaud.
Sollte es grünes Licht geben, wäre das Produkt von Valneva somit der erste französische Impfstoff gegen das Coronavirus auf dem Markt. Ein Impfstoff ohne Boten-RNA mit "inaktivierter Virentechnologie".
Mit Pfizer und Moderna konkurrieren
Im Dezember wies eine britische Studie auf die geringere Wirksamkeit von Valneva als Auffrischungsdosis im Vergleich zu seinen mRNA-Konkurrenten hin. Laut dem Generaldirektor von Valneva gab diese Studie jedoch nicht die tatsächlichen Bedingungen wieder. "Wir können durchaus nachweisen, dass ein inaktivierter Impfstoff als sehr gute Auffrischungimpfung dienen kann". Der Manager glaubt, dass sein Serum mit den großen Konkurrenten Pfizer und Moderna durchaus konkurrieren kann.
Die Aufträge für das französische Labor häufen sich derweil: "Wir haben 60 Millionen Dosen mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, etwa 20 Staaten, vertraglich gesichert, davon 24 Millionen feste Bestellungen. Wir haben auch mit Bahrain unterzeichnet. Wir haben weitere Verhandlungen im Nahen Osten, in Südostasien und Lateinamerika. Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres weitere Abkommen unterzeichnen können."