Covid-19: Frankreich startet offiziell die Produktion des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech

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Eine Studie französischer Forscher zeigt, dass - bedingt durch das Auftreten der so genannten englischen Variante - etwa 90% der Bevölkerung geimpft sein sollte, bevor wir ein normales Leben wiederfinden können.

Frankreich begann am Mittwoch eine massive Produktion von Impfstoffen gegen Covid-19, kündigte der Hersteller und Entwickler von Medikamenten Delpharm an. Letztendlich sollen mindestens vier Standorte in Frankreich mobilisiert werden, mit dem Ziel, mindestens 250 Millionen Dosen im Jahr zu produzieren.

Die Produktion des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech beginnt jetzt auch in Frankreich. Die ersten auf französischem Boden produzierten Impfstoffe gegen Covid-19 sind wie geplant am Mittwoch, dem 7. April, in Flaschen abgefüllt worden, bestätigte der damit beauftragte Subunternehmer Delpharm. Ein Ereignis, das von Präsident Emmanuel Macron freudig begrüßt wird, auch wenn die Dosen nicht nur für die Franzosen bestimmt sein werden.

“Es begann an diesem Mittwochmorgen”, meldete die Delpharm-Gruppe, die die Impfstoffe von Pfizer-BioNTech in Eure-et-Loir abfüllt, gegenüber der Agentur AFP und bestätigte damit eine Ankündigung, die Emmanuel Macron wenige Minuten zuvor auf Twitter gemacht hatte.

“250 Millionen Dosen Covid-19-Impfstoffe, sollen in Frankreich im Jahr 2021 produziert werden: das ist unser Ziel”, gratulierte Emmanuel Macron. “Das beginnt ganz konkret heute mit den ersten BioNTech-Pfizer-Impfstoffen, die am Delpharm-Standort in Saint-Rémy-sur-Avre produziert werden: Glückwunsch an alle Teams!”, lobte er.

Ein Monat bis zur Freigabe

Die Impfstoffe wurden am Dienstag en gros aus dem BioNTech-Werk in Marburg, Deutschland, an Delpharm geliefert, wo sie abgefüllt werden. Delpharm ist für die Abfüllung in die Fläschchen zuständig, die schließlich an die Impzentren verteilt werden.

Selbst wenn sie am Mittwoch die französische Fabrik verlassen, werden sie nicht sofort injiziert werden können, da die Zulassung fast einen Monat dauert.

Auch danach werden sie nicht speziell den Franzosen gewidmet sein. Delpharm erklärte gegenüber der AFP, dass der Anteil dem von der Europäischen Union für Frankreich geplanten Anteil an Anti-Covid-Impfstoffen an allen Bestellungen entsprechen soll, also etwa 15%.

Auch die Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson werden bald in Frankreich produziert

In wenigen Tagen wird ein Konkurrent von Delpharm mit der Abfüllung von Moderna-Impfstoffen in Indre-et-Loire beginnen.

Und Ende Mai wird die Firma Fareva die Herstellung für den in der EU noch nicht zugelassenen Impfstoff CureVac in den Regionen Eure und Pyrénées-Atlantique übernehmen.

Schließlich wird der Pharamariese Sanofi seinem Konkurrenten Johnson & Johnson ab diesem Sommer unter die Arme greifen und dessen Impfstoff in der Nähe von Lyon abfüllen.

Der in der EU bereits zugelassene, aber für bestimmte Altersgruppen eingeschränkte Impfstoff von AstraZeneca ist derzeit nicht für die Abfüllung in Frankreich vorgesehen.

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