À la une · 14.04.2022 12:20
Covid-19: Immer noch 110 Tote pro Tag in Frankreich
Im Durchschnitt sterben in Frankreich immer noch jeden Tag 110 Menschen an Covid-19: Diese Zahl ist seit einigen Wochen stabil, aber hoch. Welche Menschen sterben an einer Corona-Ansteckung? Die Omikron-Untervariante BA.2 macht heute 92%...
Im Durchschnitt sterben in Frankreich immer noch jeden Tag 110 Menschen an Covid-19: Diese Zahl ist seit einigen Wochen stabil, aber hoch. Welche Menschen sterben an einer Corona-Ansteckung?
Die Omikron-Untervariante BA.2 macht heute 92% der positiven Tests in Frankreich aus. Diese Variante ist ansteckender und hat eine zwei- bis dreifach höhere Übertragbarkeit, aber eine um etwa 70% geringere Letalität als die Delta-Variante.
Die Todesrate ist zwar rückläufig, aber die Variante fordert weiterhin täglich über hundert Opfer: Nach den von Santé Publique France veröffentlichten Zahlen sterben täglich im Durchschnitt immer noch 110 infizierte Personen an dem Virus. Diese Zahl ist natürlich weit entfernt von den 1500 Todesfällen während der ersten Welle im Jahr 2020 und auch niedriger, als die 300 bis 600 Todesfälle im Februar dieses Jahres, aber sie steigt seit fast einer Woche wieder an.
Welche Risikofaktoren gibt es?
Die Risikofaktoren sind in Frankreich bekannt: Neben der Nichtimpfung sind "hohes Alter und männliches Geschlecht wohlbekannte Risikofaktoren für schwere Formen", meldet die Direction de la recherche, des études, de l'évaluation et des statistiques (Drees) in einer vor einigen Wochen veröffentlichten Studie.
Die Drees fügt soziale Kriterien hinzu und spricht von einer "Überrepräsentation der einkommensschwächsten Bevölkerungsgruppen" in den französischen Krankenhäusern: "Bei den unter 75-Jährigen zum Beispiel korreliert das Risiko zu sterben auch mit dem Einkommensniveau [...] mit steigendem Einkommensniveau nimmt das Risiko zu sterben ab", so die Forscher.
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Auch der Wohnort ist ein Risikofaktor: "Die hospitalisierten Patienten wohnen in kleineren Wohnungen mit vielen Menschen und kommen häufiger aus dem sozialen Wohnungsbau", erklären die Wissenschaftler und weisen auf ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in engen Räumen hin.