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À la une · 23.02.2022 13:38

Covid-19-Impfstoff: Gesundheitsbehörde warnt vor Herzinfarktrisiko bei Janssen

Die Hohe Behörde für Gesundheit (HAS) wies darauf hin, dass innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung mit dem Janssen-Impfstoff ein erhöhtes Herzinfarktrisiko festgestellt worden sei, insbesondere bei Personen unter 75 Jahren. Das Gesundheitsministerium...

Die Hohe Behörde für Gesundheit (HAS) wies darauf hin, dass innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung mit dem Janssen-Impfstoff ein erhöhtes Herzinfarktrisiko festgestellt worden sei, insbesondere bei Personen unter 75 Jahren. Das Gesundheitsministerium beschloss daraufhin, den Impfstoff von Johnson & Johnson vorläufig auszusetzen.

In einer am Montag, dem 21. Februar, veröffentlichten Stellungnahme wies die französische Gesundheitsbehörde (Haute Autorité de Santé, HAS) darauf hin, dass die Impfung mit dem Janssen-Impfstoff (hergestellt von Johnson & Johnson) bei Erwachsenen unter 75 Jahren "eine leichte Erhöhung des Risikos eines Herzinfarkts innerhalb von zwei Wochen" nach der Injektion zur Folge haben kann. In ihren Empfehlungen stützt sich die HAS unter anderem auf die Daten des Berichts "EPI-PHARE", der am 18. Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde.

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Am Dienstag, dem 22. Februar, teilte das Ministerium für Solidarität und Gesundheit mit, dass es den Empfehlungen der HAS folgen werde. Die Gesundheitsbehörden möchten demnach die Impfung mit Janssen in bestimmten, sehr speziellen Situationen erlauben. Die Verwendung des Impfstoffs werde in Frankreich in den kommenden Wochen vorübergehend ausgesetzt, "bis die europäischen Arbeiten im Bereich der Pharmakovigilanz abgeschlossen sind". Die HAS "ist der Ansicht, dass diese Daten rasch von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft werden müssen": Anfang März soll eine Sitzung Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz stattfinden. Dort soll die Frage des Janssen-Impfstoffs erörtert werden.

Weltweit wurden 38 Millionen Dosen injiziert.
Das Gesundheitsministerium ruft die Franzosen dazu auf, ab sofort Impfstoffe zu wählen, die die Boten-RNA-Technologie verwenden, wie Pfizer/BioNTechs Cominarty oder Moderna. Es bleibt festzuhalten, dass Janssen, der einzige Impfstoff in Einzeldosis, der in Frankreich erhältlich war, in Frankreich von Angang an sehr unbeliebt war. Täglich wurden im ganzen Land nur durchschnittlich zehn Injektionen mit diesem Impfstoff verabreicht. Die vorübergehende Aussetzung dürfte sich daher nicht spürbar auf die Impfkampagne in Frankreich auswirken.

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Weltweit wurden bisher 38 Millionen Dosen des Janssen-Impfstoffs verabreicht. Die HAS gibt sich beruhigend und sagt, dass "auf europäischer Ebene oder in den USA keine Anzeichen im Zusammenhang mit einem Herzinfarktrisiko festgestellt wurden".

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